Versicherer gründen Blockchain-Start-up

Bisher war die Blockchain-Technologie vor allem in Verbindung mit Kryptowährungen bekannt, allen voran Bitcoin. Doch jetzt will ein Schweizer Start-up zeigen, dass damit auch schneller, effizienter und sicherer in der Versicherungswirtschaft gearbeitet werden kann.
Ziel des neuen Start-ups B3i Services AG aus Zürich ist es im ersten Schritt, die Effizienz zwischen Versicherern/Rückversicherern und Kunden zu steigern. Bis zu 30 Prozent Effizienzsteigerung sollen durch das Nutzen der Blockchain (Kette von Datensätzen) möglich sein.
Wie das geht?
Bei einer Blockchain sind die Informationen dezentral auf verschiedenen Blöcke verteilt. Jeder Vertragspartner hat also dieselben Informationen zur Verfügung. Das soll gerade Vertragsabschlüsse wesentlich einfacher machen. Änderungen an den Einträgen sind im Nachhinein nicht mehr möglich, was auch die Sicherheit und Transparenz erhöhen soll.
Die Initiative B3i haben 2016 diverse Unternehmen der Versicherungswirtschaft ins Leben gerufen. Achmea, Aegon, Ageas, Allianz, Generali, Hanover Re, Liberty Mutual, Munich Re, Scor, Swiss Re, Tokio Marine, XL Catlin und Zurich haben sich nun an diesem Start-up beteiligt.
„Der Übergang von einem Konsortium zu einem unabhängigen Unternehmen ist für B3i ein konkreter Schritt nach vorne, um das enorme Potenzial von Blockchain für die Versicherungswirtschaft zu nutzen“, sagt der neue Präsident des Unternehmens, Gerhard Lohmann, der auch Finanzchef der Swiss Re ist.
Testphase des ersten Produkts verlief erfolgreich
B3i hatte Mitte des vergangenen Jahres das erste Produkt für Rückversicherungsverträge auf Basis der Datenketten fertiggestellt. Die Testphase mit 38 Versicherern, Maklern und Rückversicherern hinsichtlich Funktionalität und Widerstandsfähigkeit sei erfolgreich verlaufen, heißt es.
Demnach zeigte der Prototyp „Property Cat XoL“, dass es möglich ist, Transaktionen schneller, effizienter und sicherer als mit bestehenden Methoden durchzuführen. Die ersten Live-Transaktionen auf der Plattform soll es bis Ende 2018 geben. Gleichzeitig werden laut Unternehmensangaben weitere Produkte, auch für Endkunden, entwickelt.
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Roland

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