• Gebuchte Bruttoprämien steigen kräftig um 13 Prozent auf 39,5 (34,9) Mrd. EUR
  • Konzernergebnis mit 923 (703) Mio. EUR 31 Prozent über Vorjahr
  • Gewinnanstieg in allen Geschäftsbereichen, insbesondere bei Industrieversicherung und Rückversicherung
  • Vorstand und Aufsichtsrat schlagen erneute Dividendenanhebung um 5 Cent auf 1,50 EUR je Aktie vor
  • Jahresausblick bekräftigt: Konzernergebnis 2020 in einer Bandbreite von „mehr als 900 Mio. EUR“ bis zu 950 Mio. EUR

 

Die Talanx Gruppe ist im Geschäftsjahr 2019 deutlich gewachsen, hat mit 923 Mio. EUR ein Rekordergebnis erzielt und schlägt der Hauptversammlung eine erneute Dividendenanhebung um 5 Cent auf 1,50 EUR je Aktie vor. Die Prämieneinnahmen erhöhten sich um 13 Prozent auf 39,5 (34,9) Mrd. EUR, wechselkursbereinigt um 12 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf 2,4 (2,0) Mrd. EUR. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 31 Prozent und erreichte mit 923 (703) Mio. EUR ein neues Rekordergebnis. Dieses beruht auf einem Gewinnanstieg in allen vier Geschäftsbereichen, besonders stark hat sich dabei die Industrieversicherung verbessert. Das Programm „20/20/20“, das eine Profitabilisierung der Feuerversicherung zum Ziel hatte, ist erfolgreich abgeschlossen.  Die Eigenkapitalrendite des Konzerns lag mit 9,8 (8,0) Prozent über der unterjährig auf „mehr als 9,5 Prozent“ angehobenen Prognose. Talanx bekräftigt die Prognose, 2020 ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von „mehr als 900 Mio. EUR“ bis zu 950 Mio. EUR zu erzielen.

 „2019 haben wir unsere Prämien um 13 Prozent und den Gewinn um 31 Prozent gesteigert und mit 923 Mio. EUR ein Rekordergebnis erzielt.  Unsere ambitionierte Strategie 2022 trug damit schon im vergangenen Jahr erste Früchte“, sagt Torsten Leue, Vorstandsvorsitzender der Talanx AG. „Erfreulich ist, dass alle vier Geschäftsbereiche zum Gewinnanstieg beigetragen haben. Sowohl die Privat- und Firmenversicherung im In- und Ausland als auch die Rückversicherung haben ihre starke Performance fortgesetzt. Beachtlich ist die starke Verbesserung in der Industrieversicherung. Sie hat in der Feuersparte die angestrebten Preisanpassungen von 20 Prozent deutlich übertroffen und liegt mit ihrem operativen Ergebnis wieder deutlich in der Gewinnzone. Unsere Wachstumsinitiativen schlagen an. So konnte HDI Global Specialty die Beitragseinnahmen um mehr als 30 Prozent auf 1,4 Mrd. EUR steigern. Der Gewerbebereich im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland verzeichnete ein Wachstum von 8 Prozent. Bei der Modernisierung unserer IT haben wir 2019 auch mit der Abschaltung des Großrechnersystems BS2000 einen großen Schritt nach vorne gemacht. Wir sind überzeugt, dass wir Talanx in den kommenden Jahren noch wachstumsorientierter und ertragsstärker aufstellen werden, indem wir unternehmerisches Denken und eigenverantwortliches Handeln fördern, so wie wir das in unserem neuen Talanx Purpose zum Ausdruck bringen: Together we take care of the unexpected and foster entrepreneurship.“

Großschadenbelastung übersteigt Jahresbudget

 

Insgesamt lag die Belastung durch Großschäden mit 1,3 (1,2) Mrd. EUR vor allem durch die Schadenrückversicherung leicht höher als im Vorjahr und überstieg das Jahresbudget von 1,2 Mrd. EUR.  Hiervon entfielen in Summe 363 (394) Mio. EUR auf die Erstversicherung, die übrigen 956 (850) Mio. EUR auf die Rückversicherung. War das erste Halbjahr noch durch einen sehr moderaten Großschadenverlauf bei Naturkatastrophen gekennzeichnet, lag das zweite Halbjahr deutlich über den Erwartungen. Infolge einer erhöhten Großschadenbelastung aufgrund der Hurrikane auf den Bahamas und in den USA sowie der Taifune in Japan lag die kombinierte Schaden-/Kostenquote mit 98,3 (98,2) Prozent auf Vorjahresniveau. Das versicherungstechnische Ergebnis fiel großschadengetrieben um 11 Prozent und lag bei -1,8
(-1,6) Mrd. EUR.

Das Kapitalanlageergebnis stieg deutlich um 15 Prozent auf 4,3 (3,8) Mrd. EUR. Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis erhöhte sich von 392 auf 898 Mio. EUR. Gründe dafür sind insbesondere ein erfreulicher Einmaleffekt im Segment Personen-Rückversicherung im Zuge der Anteilsumstrukturierung bei der Viridium-Gruppe sowie die zum Vorjahr höhere Realisierung zur Finanzierung der wieder erhöhten Zinszusatzreserve (ZZR) im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland. In der Folge stieg die Kapitalanlagerendite leicht auf 3,5 (3,3) Prozent. Die Talanx wird auch 2020 an ihrer Anlagepolitik festhalten, Marktrisiken zu begrenzen. Die konservative Kapitalanlagepolitik unter stetigem Ausbau der Infrastrukturinvestitionen wird fortgesetzt.

Ausschüttung von gut 41 Prozent des Gewinns vorgeschlagen

Der Hauptversammlung am 7. Mai 2020 wird eine Anhebung der Dividende auf 1,50 (1,45) EUR je Aktie vorgeschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von gut 41 Prozent des IFRS-Gewinns. Die Dividendenrendite, bezogen auf den Durchschnittskurs der Aktie im Jahr 2019, liegt bei 4,0 (4,3) Prozent. Seit dem Börsengang von Talanx 2012 hat sich die Dividende von anfänglich 1,05 EUR je Aktie Jahr für Jahr um insgesamt mehr als 40 Prozent erhöht.

Viertes Quartal: Bruttoprämien steigen um 18 Prozent

Die gebuchten Bruttoprämien im Konzern summierten sich im
4. Quartal auf 9,2 (Q4 2018: 7,8) Mrd. EUR, ein Plus von 18 Prozent. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote stieg gegenüber dem Vorjahresquartal aufgrund der Großschadenbelastung auf 97,8 (97,2) Prozent. Hauptsächlich aufgrund der Beteiligung der Lebensversicherungsnehmer am gestiegenen Kapitalanlageergebnis, das sich um 35 Prozent auf 1,2 (0,9) Mrd. EUR erhöhte, verringerte sich das versicherungstechnische Ergebnis auf -551 (-223) Mio. EUR.  Das operative Ergebnis (EBIT) im Quartal war mit 567 (562) Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Insbesondere aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr höheren Ertragssteuern verringerte sich das Konzernergebnis auf 181 (215) Mio. EUR.

Industrieversicherung: Sanierung des Feuergeschäfts übertrifft Erwartungen

Die Industrieversicherung steigerte 2019 die gebuchten Bruttoprämien, erzielte deutliche Fortschritte in der Feuerversicherung, verbesserte die Schaden-/Kostenquote signifikant und trug positiv zum Konzernergebnis bei. Die gebuchten Bruttoprämien stiegen im Gesamtjahr um 33 Prozent auf 6,2 (4,7) Mrd. EUR. Beitragssteigerungen konnten im Wesentlichen aufgrund der Übernahme der Mehrheit an der stark wachsenden HDI Global Specialty erreicht werden. Aber auch ohne HDI Global Specialty wäre der Geschäftsbereich Industrieversicherung um 5 Prozent gewachsen. Rund 72 Prozent des Prämienvolumens wurden im vergangenen Jahr im Ausland erwirtschaftet – damit hat der Bereich sein für 2019 gestecktes Ziel von 65 Prozent übertroffen. Der Selbstbehalt ging wegen der hohen Rückversicherungsabgaben der HDI Global Specialty auf 50,2 (58,6) Prozent zurück.

Das Programm „20/20/20“ zur Sanierung der Feuerversicherung ist erfolgreich abgeschlossen und hat zur Verbesserung der Profitabilität der Industrieversicherung beigetragen, auch wenn die kombinierte Schaden-Kostenquote mit 101,4 (109,1) Prozent noch oberhalb des angestrebten Zielwertes liegt. Der erwartete Beitragsabrieb durch Trennung von nicht adäquat gepreisten Risiken konnte durch Ratenerhöhungen überkompensiert werden. Trotz einer Überschreitung des Großschadenbudgets verbesserte sich das versicherungstechnische Ergebnis deutlich auf -40 (-240) Mio. EUR. Das stark verbesserte Ergebnis spiegelt sich dabei sowohl in einer spürbar verbesserten Frequenzschaden- als auch in einer verbesserten Großschadenquote der Sparte Feuer wider. Für das laufende Geschäftsjahr wird eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von unter 100 Prozent und damit ein positives versicherungstechnisches Ergebnis erwartet.

Das Kapitalanlageergebnis stieg 2019 trotz des weiter gesunkenen Zinsniveaus um 18 Prozent auf 285 (242) Mio. EUR. Im Gesamtjahr erzielte die Industrieversicherung ein operatives Ergebnis von 159 (11) Mio. EUR. Der Beitrag zum Konzernergebnis lag bei 103 (-16) Mio. EUR.

Viertes Quartal: Vorjahresvergleich stark durch HDI Global Specialty beeinflusst

Von Oktober bis Dezember verzeichnete der Bereich einen deutlichen Anstieg der gebuchten Bruttoprämien auf 1,3 (0,9) Mrd. EUR. Dies ist vor allem auf die HDI Global Specialty zurückzuführen. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote sank auf 101,2 (102,3) Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich dank der verbesserten Frequenzschadenquote in Feuer um 38 Prozent auf -10 (-16) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich um 19 Prozent auf 70 (59) Mio. EUR. Das operative Ergebnis im Quartal lag bei 26 (42) Mio. EUR aufgrund eines konservativen Reservierungsansatzes. Der Beitrag des Bereichs zum Konzernergebnis ging um 10 Prozent auf 18 (20) Mio. EUR zurück.

Privat- und Firmenversicherung Deutschland: Deutliche Ergebnisverbesserung 

Das operative Ergebnis im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland stieg um 28 Prozent auf 230 (180) Mio. EUR und kommt damit schon jetzt nahe an das Mindestziel von 240 Mio. EUR im Jahr 2021 heran. Sowohl das Segment Schaden/Unfallversicherung mit einem Plus von 29 Mio. EUR als auch das Segment Lebensversicherung mit einem Plus von 20 Mio. EUR trugen zu dieser Ergebnisverbesserung bei. Der Beitrag zum Konzernergebnis lag mit 133 Mio. EUR um 31 Prozent über dem Vorjahr. Die Umsetzung des Wachstums- und Effizienzprogramms „KuRS“ zeigt weiter positive Effekte. Sichtbar wird dies unter anderem an der kombinierten Schaden-/Kostenquote, die mit 99,0 (99,3) Prozent weiter zurückging. Bereinigt um die 2019 ergebnisbelastenden Investitionen im Zusammenhang mit „KuRS“, ergibt sich eine erneut verbesserte Quote von 96,9 (97,1) Prozent.

Segment Schaden/Unfallversicherung: Wachstum im Firmengeschäft

Im Segment Schaden/Unfallversicherung setzte sich der positive Trend fort: Hier stiegen die Prämieneinnahmen um 1,6 Prozent auf 1,6 (1,6) Mrd. EUR. Die starken Zuwächse im Geschäft mit kleineren Firmen und Freien Berufen und der Arbeitslosigkeitsversicherung überkompensierten den Rückgang aus der Kfz-Versicherung. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich mit 15 (11) Mio. EUR ebenfalls. Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich um 32 Prozent auf 119 (89) Mio. EUR. Der deutliche Anstieg des operativen Ergebnisses um 42 Prozent auf 98 (69) Mio. EUR spiegelt im Wesentlichen den gestiegenen Kapitalanlageertrag, die deutlich verbesserte Schadenquote und die Zuwächse im Geschäft mit kleineren Firmen und Freien Berufen wider.

Viertes Quartal: EBIT steigt signifikant

Im Schlussquartal bewegten sich die gebuchten Bruttoprämien mit 251 (251) Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote sank unter anderem aufgrund einer geringeren Schadenbelastung auf 100,8 (102,7) Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich auf -3 (-10) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich um 38 Prozent auf 33 (24) Mio. EUR. Das operative Ergebnis im Quartal erhöhte sich signifikant auf 20 (3) Mio. EUR.

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Segment Lebensversicherung: Neugeschäft klar verbessert

In der Lebensversicherung setzte die Talanx 2019 diszipliniert ihre Strategie fort, das Geschäft im Bereich nicht-kapitaleffizienter Produkte zurückzufahren. Dennoch stieg das Prämienvolumen und lag mit 4,6 (4,5) Mrd. EUR über Vorjahresniveau. Das Neugeschäft bei den Lebensversicherungsprodukten – gemessen in der international verwendeten Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE) – erhöhte sich um 5 Prozent auf 409 (389) Mio. EUR. Der Anteil der kapitaleffizienten Produkte, gemessen an der Beitragssumme im Neugeschäft, erhöhte sich von 71 Prozent auf 76 Prozent.

Das versicherungstechnische Ergebnis ging auf -1,6 (-1,4) Mrd. EUR zurück. Grund dafür waren maßgeblich die höheren Zuführungen zu den Rückstellungen für Beitragsrückerstattung (RfB) aufgrund des deutlich verbesserten Kapitalanlageergebnisses. Dieses stieg durch höhere Realisierung von stillen Reserven zur Finanzierung der Zinszusatzreserve (ZZR) um 13 Prozent auf 1,8 (1,6) Mrd. EUR. Aufgrund des Rückgangs des Referenzzinssatzes war ein höherer Finanzierungsbedarf von 443 (301) Mio. EUR erforderlich. Das operative Ergebnis im Segment verbesserte sich 2019 signifikant um 19 Prozent auf 131 (111) Mio. EUR.

Viertes Quartal: Operatives Ergebnis über Vorjahr

Im vierten Quartal verzeichnete das Segment in der Lebensversicherung eine leicht positive Prämienentwicklung: Die gebuchten Bruttoprämien stiegen um 1 Prozent auf 1,2 (1,2) Mrd. EUR an. Das versicherungstechnische Ergebnis ging – belastet durch die RfB-Zuführung – auf -493 (-270) Mio. EUR zurück, während das Kapitalanlageergebnis bei 544 (329) Mio. EUR lag. Das operative Ergebnis übertraf mit 25 (21) Mio. EUR den Vorjahreswert.

 

Privat- und Firmenversicherung International setzt profitablen Wachstumskurs fort

Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International setzte im vergangenen Geschäftsjahr das dynamische profitable Wachstum fort. Dazu trugen insbesondere die Aktivitäten in Polen, Italien und Mexiko bei. Mit dem Erwerb von Ergo Sigorta in der Türkei ergänzte der Bereich sein Geschäft. Darüber hinaus nahm das Joint-Venture im Kfz-Versicherungsgeschäft mit Banco Santander in Brasilien den Betrieb auf. Durch einen Verkauf der HDI Seguros in Peru wiederum wurde das Portfolio in Lateinamerika gestrafft.

Die gebuchten Bruttoprämien im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International stiegen 2019 zweistellig um 10 Prozent auf 6,1 (5,6) Mrd. EUR. Bereinigt um Wechselkurseffekte ergab sich ein Anstieg um 12 Prozent. In Europa lag das Wachstum insgesamt bei zweistelligen 13 Prozent (währungsbereinigt 15 Prozent), in Lateinamerika bei 3 Prozent (währungsbereinigt 6 Prozent). Die kombinierte Schaden-/Kostenquote erhöhte sich wegen der Erhöhung der Abschlusskosten infolge von Portfoliostrukturveränderungen und vereinheitlichender Ausweisanpassungen auf 95,5 (94,3) Prozent. Die Schadenquote blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil. Hauptsächlich aufgrund der Beteiligung der Lebensversicherungsnehmer am gestiegenen Kapitalanlageergebnis verringerte sich das versicherungstechnische Ergebnis auf 33 (91) Mio. EUR. Das operative Ergebnis im Gesamtjahr erhöhte sich um 6 Prozent auf 283 (268) Mio. EUR. Der Beitrag zum Konzernergebnis stieg auf 164 (161) Mio. EUR.

Viertes Quartal: Höhere Prämieneinnahmen durch Ergo Sigorta

Im Schlussquartal stiegen die Prämieneinnahmen des Bereichs nicht zuletzt durch den Neuerwerb in der Türkei um 16 Prozent auf 1,6 (1,4) Mrd. EUR, währungsbereinigt um 18 Prozent. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote erhöhte sich aus bilanzierungstechnischen Gründen auf 96,5 (94,0) Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis reduzierte sich auf -1 (34) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis stieg um 20 Prozent auf 95 (79) Mio. EUR. Das operative Ergebnis ging aufgrund der Belastungen aus Chile im Zusammenhang mit den dortigen Demonstrationsschäden um 17 Prozent auf 56 (68) Mio. EUR zurück, der Beitrag zum Konzernergebnis lag mit 32 (37) Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahresquartals.

Rückversicherung steigert Beitrag zum Konzernergebnis

Der Geschäftsbereich Rückversicherung hat 2019 trotz Großschäden oberhalb der Erwartungen seine Wachstums- und Ertragsziele erreicht. Die Bruttoprämien stiegen um 18 Prozent, währungsbereinigt um 15 Prozent. Das operative Ergebnis verbesserte sich trotz einer überdurchschnittlich hohen Belastung aus Naturkatastrophen um 12 Prozent auf 1,8 (1,6) Mrd. EUR. Zudem entwickelte sich das Kapitalanlageergebnis mit einem Plus von 14 Prozent auf 1,8 (1,6) Mrd. EUR sehr erfreulich. Der Beitrag zum Konzernergebnis erhöhte sich auf 619 (540) Mio. EUR.

Segment Schaden-Rückversicherung: Hohe Schadenlast im zweiten Halbjahr

Nach einem sehr moderaten Schadenverlauf im ersten Halbjahr war die zweite Jahreshälfte in der Schaden-Rückversicherung durch ein deutlich erhöhtes Großschadenaufkommen geprägt. Die gebuchten Bruttoprämien in dem Segment stiegen um 23 Prozent auf 14,8 (12,0) Mrd. EUR. Bei konstanten Wechselkursen hätte der Zuwachs 20 Prozent betragen. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr auf 98,2 (96,6) Prozent. Gründe hierfür waren neben den hohen Schäden des Geschäftsjahres auch Nachmeldungen für Vorjahresschäden, insbesondere für Taifun „Jebi“. In der Folge verringerte sich das versicherungstechnische Ergebnis auf 186 (333) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis im Segment erhöhte sich leicht auf 1,1 (1,1) Mrd. EUR. Das operative Ergebnis fiel um 8 Prozent auf 1,3 (1,4) Mrd. EUR.

Viertes Quartal: Prämieneinnahmen ziehen stark an

Im Schlussquartal stiegen die Prämieneinnahmen um 35 Prozent auf 3,1 (2,3) Mrd. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote erhöhte sich aufgrund des deutlich über dem anteiligen Großschadenbudget liegenden Schadenaufkommens auf 96,9 (95,9) Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis reduzierte sich in der Folge auf 97 (102) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis stieg auf 276 (259) Mio. EUR. Das operative Ergebnis betrug im Quartal 368 (339) Mio. EUR.

Segment Personen-Rückversicherung: Operatives Ergebnis verdoppelt

Dank eines guten zugrundeliegenden Geschäftsverlaufs konnte das Segment den Gewinn ausbauen. Ohne die erheblichen Einmalbelastungen des Vorjahres verdoppelte sich das operative Ergebnis auf 562 (262) Mio. EUR. Die Prämien stiegen im Gesamtjahr um 9 Prozent auf 7,8 (7,2) Mrd. EUR, bereinigt um Währungseffekte hätte das Plus 7 Prozent betragen. Das versicherungstechnische Ergebnis lag mit 411 (416) Mio. EUR fast auf Vorjahresniveau. Das Kapitalanlageergebnis erreichte 682 (491) Mio. EUR.

Viertes Quartal: Deutlicher Anstieg des operativen Ergebnisses

Von Oktober bis Dezember stiegen die gebuchten Bruttoprämien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 2,1 (1,9) Mrd. EUR. Das versicherungstechnische Ergebnis fiel auf -136 (-59) Mio. EUR, das Kapitalanlageergebnis lag mit 156 (122) Mio. EUR über Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis ging auf 90 (117) Mio. EUR zurück.

Ausblick 2020: Konzernergebnis in einer Bandbreite von „mehr als 900 Mio. EUR“ bis zu 950 Mio. EUR

Den bereits im Herbst vergangenen Jahres veröffentlichten Ausblick für 2020 bekräftigt Talanx ebenso vollumfänglich wie die mittelfristigen Ziele. Der Konzern erwartet im laufenden Geschäftsjahr einen Anstieg der Bruttoprämien (währungsbereinigt) von rund 4 Prozent. Die IFRS-Kapitalanlagerendite sollte bei rund 2,7 Prozent liegen, wobei die verschärfte Niedrigzinsphase das Konzernergebnis wohl um ca. 25 Mio. EUR belasten wird. Dessen ungeachtet strebt Talanx mit einem Konzernergebnis in einer Bandbreite von „mehr als 900 Mio. EUR“ bis zu 950 Mio. EUR eine Ergebnisverbesserung im Rahmen der strategischen Stärkung der Gewinnkraft des Konzerns an. Dies dürfte einer Eigenkapitalrendite von über 9,0 bis 9,5 Prozent entsprechen. Ein Rückgang um 0,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr dürfte sich dabei durch den zinsbedingten Anstieg des Eigenkapitals ergeben.

Auch die Ziele für das Geschäftsjahr 2020 stehen wie gewohnt unter dem Vorbehalt, dass Großschäden im Rahmen der Erwartungen bleiben und an den Währungs- und Kapitalmärkten nicht noch größere Verwerfungen auftreten als momentan durch das Corona-Virus. Erklärtes Ziel von Talanx ist es weiterhin, auch für das Geschäftsjahr 2020 einen Anteil von 35 Prozent bis 45 Prozent vom Konzernergebnis als Dividendenzahlung auszuschütten sowie die Dividende mindestens stabil zum Vorjahr zu halten.

Bis 2022 soll der Gewinn je Aktie (Earnings per Share, EPS) – ausgehend vom ursprünglichen Ausblick von 850 Mio. EUR für das Konzernergebnis in 2018 – durchschnittlich um mindestens 5 Prozent jährlich steigen.

 
 

Eckdaten der Ergebnisrechnung Talanx Gruppe, GJ 2019,
konsolidiert (IFRS)

in Mio. EUR 2019 20181 +/-
Gebuchte Bruttoprämien 39.494 34.885 +13,2 %
Verdiente Nettoprämien 33.054 29.574 +11,8 %
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung2 98,3 % 98,2 % +0,1 %-Pkt.
Kapitalanlageergebnis 4.323 3.767 +14,8 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 2.430 2.032 +19,6 %
Jahresergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) 1.671 1.359 +22,9 %
Konzernergebnis (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) 923 703 +31,3 %
Eigenkapitalrendite3 9,8 % 8,0 % +1,8 %-Pkt.

 

Eckdaten der Ergebnisrechnung Talanx Gruppe, Q4 2019,
konsolidiert (IFRS)

in Mio. EUR Q4 2019 Q4 20181 +/-
Gebuchte Bruttoprämien 9.169 7.794 +17,6 %
Verdiente Nettoprämien 8.868 7.733 +14,7 %
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der
Schaden-Erst- und -Rückversicherung2
97,8 % 97,2 % +0,6 %-Pkt.
Kapitalanlageergebnis 1.166 866 +34,6 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 567 562 +0,9 %
Konzernergebnis (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) 181 215 -15,7 %
Eigenkapitalrendite3 7,1 % 10,0 % -2,9 %-Pkt.

 

  1. Angepasst gemäß IAS 8.
  2. Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses.
  3. (Annualisiertes) Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
    zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter.

Bewertung Talanx steigert Gewinn um 31 Prozent und erzielt mit 923 Mio. EUR Rekordergebnis.

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