Das Swiss Life-Selbstbestimmungsbarometer wurde mittlerweile zum dritten Mal in Folge durchgeführt und geht der Frage nach, wie selbstbestimmt sich die Menschen in Deutschland aktuell fühlen. Die pandemiebedingten Schutzmaßnahmen dämpfen Optimismus und Zuversicht und machen etwas mit den Menschen: Nur jede vierte befragte Person blickt sorgenfrei in die Zukunft. Aber Selbstbestimmung wird auch immer wichtiger.

  • Die anhaltende Pandemie macht etwas mit den Menschen: Tatsächlich schaut nur jede vierte befragte Person in Deutschland wirklich sorgenfrei in die Zukunft.
  • Selbstbestimmungswert sinkt im Vergleich zum Vorjahr leicht: 59 % der Befragten geben an, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
  • Aber: Für jede zweite Person ist Selbstbestimmung wichtiger geworden.
  • Selbstbestimmung bedeutet, eigene Entscheidungen treffen zu können. Das gilt vor allem im Hinblick auf die finanzielle Selbstbestimmung. Mehr Fachwissen in Finanzfragen macht es leichter, sich mit der Altersvorsorge zu befassen und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

„Das eigene Leben selbst zu gestalten und frei entscheiden zu können, gehört zu den universellen menschlichen Bedürfnissen und führt zudem zu mehr Zufriedenheit und finanzieller Zuversicht“, stellt Jörg Arnold, CEO von Swiss Life Deutschland bei der Veröffentlichung des Selbstbestimmungsbarometers fest. Mit den Erfahrungen aus der Covid-19-Pandemie hat Selbstbestimmung in Deutschland weiter an Bedeutung gewonnen. Aber die Pandemie hallt nach: Nur jede vierte befragte Person blickt sorgenfrei in die Zukunft. Dieses Ergebnis sowie weitere interessante Fakten stammen aus der aktuellen Studie, die Swiss Life gemeinsam mit Bilendi durchgeführt hat. Dabei geht das sogenannte Swiss Life-Selbstbestimmungsbarometer zum dritten Mal in Folge der Frage nach, wie selbstbestimmt die Menschen sich fühlen, welche Faktoren dafür relevant sind und wie sie ihre Selbstbestimmung in der Zukunft einschätzen.

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Die Rückkehr ins selbstbestimmte Leben lässt weiter auf sich warten 

Weil viele pandemiebedingte Schutzmaßnahmen beibehalten werden, fühlen sich die Menschen in Deutschland weniger selbstbestimmt als im Vorjahr. So geben 59 % an, ein selbstbestimmtes Leben zu führen (2020: 63 %). Dass der Vorjahreswert im Vergleich zu 2019 (54 %) gestiegen ist, überrascht: Diese Entwicklung zeigt, dass die anhaltende Pandemie auf die Zufriedenheit der befragten Personen drückt. Interessant ist, dass die Selbstbestimmung gleichzeitig an Bedeutung gewinnt: Für knapp jede zweite Person sind Selbstbestimmung und Unabhängigkeit im Leben in den letzten Monaten wichtiger geworden.

Weniger Selbstbestimmung im Berufsleben

Nur noch 43 % der berufstätigen Menschen fühlen sich im Beruf selbstbestimmt. Das ist ein Verlust von 10 Prozentpunkten zum letzten Jahr. Mögliche Gründe dafür können in der Pandemie entstandene Erwartungen sein, die in der Realität nicht immer umsetzbar sind: Während einige Personen lieber an den Arbeitsplatz zurückkehren würden, eventuell aber (noch) nicht können, wünschen sich andere Beschäftigte einen Mix aus Homeoffice und Bürozeiten oder sogar, ganz zu Hause zu arbeiten.

Das Arbeitspensum hat ebenfalls Auswirkungen auf die finanzielle Vorsorgeplanung: Mit 36 % haben Teilzeitbeschäftigte seltener als Vollzeitkräfte (33 %) das Gefühl, ihre Vorsorge für den Ruhestand gut geplant zu haben oder dass ihre finanzielle Situation (40 %) ein selbstbestimmtes Leben zulässt (Vollzeitkräfte: 47 %).

Mehr Selbstbestimmung in den Städten

Während das Berufsleben die Selbstbestimmung aktuell eher negativ beeinflusst, hat auch der Wohnort Auswirkungen auf die gefühlte Selbstbestimmung. Die Stadtbevölkerung in Deutschland fühlt sich erneut mit 60 % selbstbestimmter als die Menschen auf dem Land (55 %). Hier lässt sich ein Trend erkennen, wenngleich auch diese Werte im Vergleich zum letzten Jahr gesunken sind.

Optimismus leidet unter Pandemie, Folgen für finanzielle Zuversicht

Nur noch 24 % der befragten Personen in Deutschland blicken vorbehaltlos optimistisch in die Zukunft (2020: 44 %). Dagegen hat sich die Anzahl der Menschen, die sich oft gestresst und unter Druck fühlt, verdoppelt: Waren das 2020 noch 13 %, sind es in diesem Jahr schon 26 %. Damit sinkt auch die finanzielle Zuversicht extrem: Nur noch 43 % sehen ihre finanzielle Situation zum Zeitpunkt der Pensionierung positiv – 2020 waren es noch 63 %. Diese große Veränderung ließe sich beispielsweise damit begründen, dass viele Menschen während der Pandemie in Kurzarbeit mussten, Arbeitsplätze teilweise unsicher sind und die finanzielle Situation im Alter deshalb für viele schwer einzuschätzen ist. Beratung und Vorsorge können dieser Entwicklung Abhilfe schaffen. So zeigen die Ergebnisse der Umfrage: Finanzwissen fördert die Unabhängigkeit. Menschen, die über ein fundiertes Finanzwissen verfügen und ihre Finanzen bewusst geplant haben, fühlen sich deutlich selbstbestimmter und auch mit dem Leben zufriedener als solche mit weniger Wissen oder ohne konkrete Planung. „Genau darauf zielt unsere Finanz- und Vorsorgeberatung ab: Menschen zu unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. In Gesprächen mit unseren Finanzberaterinnen und Finanzberatern erfahren unsere Kundinnen und Kunden viele nützliche Informationen über Finanzen. Und natürlich ermöglicht die ganzheitliche Beratung eine umfassende Vorsorgeplanung, die dann wiederum zu mehr Selbstbestimmung verhilft“, so CEO Jörg Arnold.

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Frauen sind finanziell wenig zuversichtlich

Die Ergebnisse des Selbstbestimmungsbarometers zeigen auch: Frauen sind eher um ihre Finanzen besorgt als Männer. 46 % der befragten Frauen haben Bedenken, nicht genügend Geld für ein selbstbestimmtes Leben zu haben (Männer: 41 %). Zudem sind Frauen mit 32 % seltener der Meinung, dass ihre Vorsorge im Alter ein selbstbestimmtes Leben erlaubt (Männer: 36 %) und dass der Ruhestand bereits gut geplant sei (34 % vs. 36 %). Zum Zeitpunkt der Pensionierung befürchten aktuell sogar 40 % der Frauen, dass sie schlechter dastehen werden als heute.

Selbstbestimmung heißt, immer eine Wahl zu haben

Wie selbstbestimmt wir uns fühlen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die drei wichtigsten Aspekte für ein selbstbestimmtes Leben sind dabei: selbst entscheiden zu können (53 %), finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen (35 %) und selbstständig zu bleiben (35 %). Gleichzeitig sind dies, neben der Sorge vor einer schweren Erkrankung und vor Pflegebedürftigkeit, auch die größten Ängste der Deutschen in Bezug auf den Verlust eines unabhängigen Lebens. „Deshalb möchten wir Menschen dazu ermutigen, die Verantwortung über ihre Finanzen und Vorsorgemöglichkeiten selbst in die Hand zu nehmen. Wir sind überzeugt, dass dies ein entscheidender Faktor zur Erhöhung der Selbstbestimmung ist und wir unterstützen dies mit unserer Dienstleistung“, fasst Jörg Arnold zusammen.

Das Swiss Life-Selbstbestimmungsbarometer

Swiss Life unterstützt Menschen dabei, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen das „Swiss Life-Selbstbestimmungsbarometer“ lanciert. Dieses geht der Frage nach, wie selbstbestimmt sich die Menschen fühlen, welche Faktoren dafür relevant sind und wie sie ihre Selbstbestimmung in Zukunft erwarten. Gemeinsam mit Bilendi hat Swiss Life in der Schweiz im Zeitraum vom 28. Juni bis 8. Juli 2021 jeweils rund 1000 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren online zum Thema befragt. Das „Swiss Life-Selbstbestimmungsbarometer“ wird neben der Schweiz auch in Frankreich, Deutschland, und Österreich mit repräsentativen Umfragen erhoben.

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Selbstbestimmungsbar~_SwissLife_2021

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Bewertung Swiss Life-Selbstbestimmungsbarometer: Pandemie dämpft Optimismus und Zuversicht.

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