Die Corona-Pandemie hat fast alle Akteure der deutschen Wirtschaft vor große Herausforderungen gestellt. Gleichzeitig wuchsen viele, vor allem auch kleine Unternehmen in der Krise über sich hinaus und sagten mit viel Durchhaltevermögen und Kreativität Corona den Kampf an. Um dieses Engagement entsprechend zu würdigen, zeichnete DER MITTELSTANDSVERBUND im Rahmen der PEAK piccolo am 12. Mai das Schuhhaus Steffens mit dem Sonder-Kreativpreis aus. 

Schon seit über einem Jahr lässt das Thema Corona die Wirtschaft und allen voran den Mittelstand nicht los. Der erneute Lockdown, eine fehlende Öffnungsperspektive für den Handel und der erschwerte Durchblick bei den sich ständig verändernden Corona-Regeln erschweren eine zuverlässige Planung für das eigene Unternehmen und lassen den ein oder anderen mit großer Unsicherheit und Verzweiflung zurück.

Um in und vor allem auch nach der Krise weiter bestehen zu können, heißt es also Umdenken und mit neuen Ideen und Konzepten die eigene Geschäftstätigkeit voranzutreiben. Vielen Unternehmen ist dies in den letzten Monaten besonders gut gelungen. Sie haben aus der Not eine Tugend gemacht, ihr Geschäftsmodell angepasst und auf kreative Weise neue Absatzkanäle erschlossen.

Aus diesem Grund vergab DER MITTELSTANDSVERBUND in diesem Jahr den Sonder-Kreativpreis an das Unternehmen, welches auf besonders kreative Weise den Unbilden der Pandemie getrotzt und sein Geschäftsmodell erfolgreich umorganisiert hat. Die Entscheidung über den Sieger wurde dabei von einer sechsköpfigen, unabhängigen Jury getroffen.

Ohne Zweifel erfordert die schnelle Umorganisierung des eigenen Unternehmens neben einem hohen Maß an Kreativität auch viel Engagement, Durchhaltevermögen sowie eine große Portion Mut. Der Gewinner des diesjährigen Kreativpreises – das Schuhhaus Steffens (Mitglied der ANWR Group eG) und allem voran die Inhaberin Frau Anne Steffens-Springer – hat es geschafft, diese Attribute miteinander zu vereinen und innerhalb kurzer Zeit auf die neuen Anforderungen zu reagieren.

Mit Beginn des ersten Lockdowns 2020 wurden innerhalb weniger Tage die Filialen mit Handys ausgestattet. Ziel war es, für die Kunden wie „Freunde“ rund um die Uhr erreichbar zu sein. Beratung und Fragen wurden über Bilder, Sprachnachrichten, etc. abgewickelt. Die Filialen wurden über WhatsApp Business mit ihrem Angebot abgebildet.

Auch ein Onlineshop, der in Kombination mit der Telefonberatung sehr intensiv genutzt wurde, war innerhalb kurzer Zeit aufgebaut. Die Werkstatt des Schuhhauses wurde durch den Online Schuhmacher ebenfalls sehr schnell online präsentiert, wodurch die Bekanntheit der Werkstatt enorm gesteigert und der Umsatz trotz Lockdown gehalten werden konnte.

Durch tägliche Posts auf Facebook und Instagram sowie liebevoll gestaltete Newsletter konnte außerdem die Online-Community des Schuhhauses enorm vergrößert werden. Ein besonderes Highlight waren die im Dezember 2020 über WhatsApp organisierten Schuhpartys. Diese erfreuten sich mit über 250 Live-Teilnehmern großem Zuspruch. Weitere Aktionen wie regelmäßige Gewinnspiele vor allem für Kinder sowie Wundertüten zu Ostern wurden ebenfalls sehr positiv angenommen.

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Besondere Aufmerksamkeit erlangte das Schuhhaus Steffens aber mit dieser einmaligen Aktion: die Inhaberin Anne Steffens-Springer richtete sich mit einem offenen, kritischen Brief an die Bundeskanzlerin Merkel und lud diese zum Schuhkauf in ihrem Geschäft ein, um sich vor Ort einen Eindruck der Situation zu verschaffen. Diese ungewöhnliche Einladung wurde zum gelungenen PR-Coup, der dem Schuhhaus Steffens zusätzliche Aufmerksamkeit und Zuspruch verschaffte.

Trotz der herausfordernden und arbeitsreichen Zeit, kamen aber auch die Mitarbeiter des Schuhhauses nicht zu kurz. Um das Engagement der KollegInnen zu würdigen, wurde allen Heiligabend und Silvester als bezahlte Freizeit und eine verdiente Auszeit mit der Familie geschenkt. Des Weiteren gab es regelmäßige Videokonferenzen die MitarbeiterInnen wurden mit einem monatlichen Dankeschön (z.B. Präsentkorb, Gutscheine) belohnt.

So viel Engagement, gepaart mit Kreativität und Lebensfreude muss belohnt werden, findet auch Jury-Mitglied Michael Gerling: „Das Schuhhaus Steffens ist ein schönes Beispiel für Unternehmertum. In den schwersten Zeiten das Unternehmen umzukrempeln und alles zu versuchen, um im Markt zu bleiben. Sehr lobenswert.“

Auch Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann, der den Preis verlieh, würdigte den vorbildlichen Umgang des Schuhhauses Steffens mit einer außerordentlich herausfordernden Situation.

Wir gratulieren Frau Steffens-Springer und ihrem Team und wünschen viel Spaß mit dem Gewinn.

DER MITTELSTANDSVERBUND – ZGV e.V. vertritt als Spitzenverband der deutschen Wirtschaft in Berlin und Brüssel die Interessen von ca. 230.000 mittelständischen Unternehmen, die in rund 310 Verbundgruppen organisiert sind. Die kooperierenden Mittelständler erwirtschaften mit 2,5 Mio. Vollzeitbeschäftigten einen Umsatz von mehr als 507 Mrd. Euro (rund 18 Prozent des BIP) und bieten 430.000 Ausbildungsplätze. Einzelne Verbundgruppen treten unter einer Marke auf, z. B. INTERSPORT, EP:ElectronicPartner, expert, hagebau, MHK musterhausküchen und BÄKO. Alle fördern ihre Mitglieder durch eine Vielzahl von Angeboten wie etwa Einkaufsverhandlungen, Logistik, Multi-Channel, IT, Finanzdienstleistungen, Beratung, Marketing, Ladeneinrichtung, Internationalisierung und Trendforschung.

Bildquelle: Anne Steffens-Springer mit dem Kreativpreis, einer Skulptur des Künstlers Florian Balze, in einem ihrer Schuhhäuser

Bewertung Sonder-Kreativpreis 2021: Mit voller Kreativität gegen Corona.

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