Produkt-Rating

Rating von Versicherungs- und Finanzprodukten

Unter Rating versteht man im Finanzwesen die ordinal skalierte Einstufung der Bonität eines Wirtschaftssubjekts (Unternehmen, Staat) oder Finanzinstruments. Die Einstufung wird in der Regel von einer Ratingagentur oder einem Kreditinstitut vorgenommen. Als Rating wird sowohl das Verfahren zur Ermittlung der Bonitätsstufe als auch dessen Ergebnis bezeichnet. Die Skala der vergebbaren Bonitätsnoten wird auch als „Ratingskala“, die vereinbarten Kürzel für die Bonitätsnoten als „Ratingcode“ bezeichnet.

Je nachdem, wer ein Rating durchführt, unterscheidet man interne und externe Ratings. Ratingagenturen erstellen externe Ratings, ohne dabei eigenes Risiko zu besitzen, während interne Ratings durch Kreditinstitute oder institutionelle Anleger wie Versicherungen oder Pensionsfonds wegen eigenem Gläubigerrisiko vorgenommen und nicht veröffentlicht werden. Agenturen unterscheiden Ratings mit oder ohne Auftrag (solicited/unsolicited) je nachdem, ob sie von einem Schuldner zum Rating beauftragt wurden oder nicht. Dabei differenzieren Agenturen und Banken ihre Ratingsysteme nach der Art des Schuldners in Länderratings, Unternehmensratings, Emissionsratings oder Ratingsysteme für natürliche Personen (Kreditscoring). Hierbei sind weitere Verfeinerungen wegen der unterschiedlichen Bilanzstrukturen und Betriebsabläufe erforderlich (Länderratings in Ratings von einzelnen Gebietskörperschaften innerhalb eines Staates, Unternehmensratings nach Unternehmensarten in Nichtbanken, Kreditinstitute und Versicherungen).

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