Versicherung & Vorsorge

Neues aus den Ideenschmieden der Versicherer

Der Münchener Verein hat einen neuen PKV-Tarif im Angebot, LV 1871 und Swiss Life setzen für ihre neuen Altersvorsorge-Produkte auf Fonds, die Bayerische hat ihre Berufsunfähigkeitsversicherung überarbeitet, und Zurich und Gothaer bieten ihren Kunden eine Tablet-und-Smartphone- beziehungsweise ein Cyberversicherung an.

PKV-Tarif „Master Care“ des Münchener Vereins

Die Versicherungsgruppe Münchener Verein bringt einen neuen Tarif der privaten Krankenvollversicherung auf den Markt. Zielgruppe: insbesondere selbstständige Handwerksmeisterinnen und –meister. Neu ist dabei ein Arzt-Service, mit dessen Hilfe der Versicherte einen Facharzttermin erhält. Ein externer Kooperationspartner recherchiert dafür bis zu drei Fachärzte oder Psychotherapeuten und vereinbart auf Wunsch einen Termin. Auch bei der Suche nach Spezialisten, hilft dieser Dienstleister.

Freie Arztwahl, Zweibett-Zimmer, Chefarztbehandlung und Zahnersatzleistungen sind weitere Merkmale des Produkts. Parallel dazu gibt es weitere kostenfreie Gesundheitsservices. Wenn der Versicherte eine zweite Meinung zu einer Behandlung oder Operation einholen möchte, wird er professionell beraten. Bei Erkrankungen des Knie- oder Hüftgelenks sowie bei Schlaganfall werden die Master-Care-Versicherten und deren Angehörige auch von speziell geschulten Patientenbegleitern unterstützt.

LV 1871 startet zwei fondsgebundene Rentenversicherungen

Mit zwei neuen Sparprodukten, „Start-Klar“ und „Mein-Plan“, erweitert die LV 1871 ihr Portfolio um zwei fondsgebundene Rentenversicherungen. „Start-Klar“ richtet sich an junge Sparer ab 25 Jahren – „Mein-Plan“ an bereits länger im Berufsleben stehende Sparer.

„Start-Klar“ ist eine fondsgebundene Rentenversicherung mit Garantie. Ab 25 Euro im Monat ist ein Abschluss möglich. Die Höhe der eingezahlten Beiträge wird garantiert und die Beiträge können jederzeit erhöht, gesenkt oder pausiert werden.

„Mein-Plan“ lässt sich an unterschiedliche Lebenssituationen anpassen. Kunden können bei den Fonds auswählen zwischen aktiv gemanagten Fonds, ETFs oder einer Portfolio-Lösung. Dabei können sie das eigene Chancen-Risiko-Profil mit dem individuell gewünschten Garantieniveau decken und die Anlagestrategie immer wieder neu und kostenlos anpassen. Mit der Cash-to-Go-Option sind regelmäßige Auszahlungen aus dem Fondsvermögen möglich.

Swiss Life bringt neue Fondspolice Investo

Die neue Swiss Life Investo ist eine Fondspolice speziell für Anleger, denen Renditemöglichkeiten wichtiger sind als Garantien. Ab 25 Euro monatlich können Sparer in das Produkt investieren.

Sie steht als Komfort-Variante mit acht aktiv betreuten Anlageportfolios und ergänzenden Sicherheitsbausteinen sowie als Aktiv-Variante zur selbstständigen Auswahl aus einer breiten Fondspalette zur Verfügung.

Swiss Life Investo Komfort ist für diejenigen geeignet, die sich langfristig nicht selbst aktiv um ihre Altersvorsorge kümmern möchten. Sie entscheiden sich für eines von acht Anlageportfolios, bei denen Swiss Life die Kapitalanlage übernimmt. Hierbei werden die Beiträge des Kunden seiner Risikoneigung entsprechend investiert. Das Swiss-Life-Navigationssystem überprüft dabei fortlaufend die gewählte Anlagestrategie, damit diese dauerhaft zur Risikoneigung des Kunden passt. Die jeweils aktuelle Zusammensetzung der Portfolios ist online einsehbar. In der Komfort-Variante überwacht zudem der optionale Spurhalteassistent das Investment fortlaufend, damit das Vertragsguthaben nicht zu hohen Wertschwankungen unterliegt.

Bei Swiss Life Investo Aktiv entscheidet der Kunde selbst über sein Investment und kann seine ganz individuelle Fondsauswahl aus über 130 Fonds treffen und diese über die gesamte Laufzeit selbst managen.

Die Bayerische überarbeitet Berufsunfähigkeitsschutz

Die Bayerische erweitert bei all ihren Berufs- und Dienstunfähigkeitsversicherungen (Smart, Komfort, Komfort plus und Prestige) den Leistungsumfang. Diese Änderung gilt ohne Mehrbeitrag rückwirkend für alle seit dem 1. November 2017 abgeschlossenen Verträge, ohne dass Kunden oder Berater aktiv werden müssen.

Eine Änderung betrifft etwa die Laufzeit. Da sie sich bei einem BU-Vertrag häufig an der gesetzlichen Regelaltersgrenze orientiert, endet sie spätestens mit dem 67. Lebensjahr. Sollte der Gesetzgeber nach einigen Jahren das Rentenantrittsalter erhöhen, bietet die Bayerische ihren Kunden jetzt eine Verlängerungsoption an, um die dann entstehende Absicherungslücke zu schließen. Der Versicherungsschutz kann ohne erneute Gesundheitsprüfung angepasst werden, dabei gelten die Rechnungsgrundlagen zu Vertragsbeginn.

Bei der Nachversicherung hat die Bayerische ihre BU-Bedingungen ebenfalls verändert. Der Kunde kann nun seinen Vertrag fünfmal – statt dreimal – über ein Nachversicherungsereignis erhöhen. Die zulässige BU-Gesamtjahresrente liegt bei 36.000 Euro. Zudem wurden drei zusätzliche neue Nachversicherungsereignisse aufgenommen.

Im Prestige-Tarif der Bayerischen konnten die Kunden bisher bereits ohne ein besonderes Ereignis den Versicherungsschutz ausbauen. Bislang gab es für die zusätzlich vereinbarte Leistung eine Wartezeit von drei Jahren, auf die die Versicherungsgruppe in dieser Tarifvariante jetzt verzichtet.

Ferner wurden die BU-Bedingungen dahingehend angepasst, dass die Bayerische im Leistungsfall ab der Tarifvariante Komfort auf die Umorganisation bei Selbstständigen, deren Betrieb weniger als fünf Mitarbeiter hat, verzichtet.

Außerdem sind künftig fahrlässige und grob fahrlässige Verstöße sowie Verkehrsverstöße, die eine Ordnungswidrigkeit darstellen, bei allen Tarifvarianten nicht vom Leistungsausschluss betroffen.

Zurich versichert Tablets und Smartphones

Eine Absicherung für Smartphones und Tablets ist nun auch über die Zurich Gruppe Deutschland zu bekommen. Dabei gilt für jedes Gerät, egal wie alt oder teuer, ein Preis gegen Sturz- und Bruchschäden, Flüssigkeits- und Elektronikschäden, Bedienungsfehler, Einbruchdiebstahl und Raub. Die Police können Kunden digital über eine App abschließen.

Der Versicherungsschutz gilt weltweit für das jeweilige Gerät und ist monatlich kündbar. Damit lässt sich das Tablet oder Smartphone beispielsweise vor oder auf einer Reise spontan versichern. Der Kunde benötigt hierfür nur die Zurich Mobilgeräte-App aus dem App-Store (IOS/Android). Nach dem Download der App auf das zu versichernde Gerät erkennt sie automatisch Typ und Funktionsfähigkeit des Geräts. Der Kunde muss danach noch ein paar persönliche Daten eingeben.

Im Falle eines Schadens wird das Smartphone oder Tablet gegen einen geringen Selbstbehalt über den Partner Tab Tec Solutions repariert oder mit einem gleichwertigen Gerät ersetzt.

Gothaer öffnet Cyberpolice für Industriekunden

Die Gothaer erweitert ihr Angebot im Firmenkunden-Segment. Zum einen öffnet das Unternehmen seine Cyberpolice nun für größere Gewerbekunden. Zum anderen steht das Produkt Neukunden im Industriesegment zur Verfügung. Die Bausteine „Haftpflicht“ und „Eigenschaden“ sind dabei obligatorisch und bilden die Basisabsicherung. Weitere Bausteine wie „Betriebsunterbrechung“, „Bedienfehler“ und „Cyberdiebstahl“ können optional hinzu gewählt werden.

Die Umsatzgrenze für Gewerbekunden wird von bisher 5 auf 10 Millionen Euro Jahresumsatz angehoben. Damit steht die Cyber-Police ab sofort auch größeren Gewerbekunden zur Verfügung.

Darüber hinaus gibt es einige inhaltliche Neuerungen. Etwa bei der sogenannten Rückwärtsversicherung, die Schäden abgedeckt, deren Ursprung vor Vertragsabschluss liegen, die aber nachweislich erst nach Beginn des Versicherungsschutzes sichtbar werden.

Bei der Nachmeldefrist tritt die Police auch dann ein, wenn der Vertrag schon abgelaufen ist. Der Schaden muss während der Vertragslaufzeit verursacht worden sein, wird aber erst nach Vertragsende sichtbar.

Außerdem sichert die Cyberpolice neben Vermögensschäden auch Sachschäden wie zerstörte Hardware ab, und leistet auch bei Schäden durch Unter- oder Überspannung oder elektromagnetische Störung. Und auch, wenn durch Datenklau eine Überweisung auf einem falschen Konto gelandet ist, greift der erweiterte Schutz.

Mitversichert sind zudem auf Basis der Datenschutzgrundverordnung verhängte Bußgelder sowie Schäden etwa im Zusammenhang mit privaten Mobiltelefonen von Mitarbeitern, die mit Wissen des Arbeitgebers dienstlich eingesetzt werden.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

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