Leben-, Vorsorge- und Kapital Versicherungen

01

FAQ

Berufs­unfähigkeits­versicherung

Die Berufs­unfähigkeits­versicherung gehört zu den wichtigsten Policen. Leider auch zu den komplizierten. test.de beant­wortet häufig gestellte Fragen rund um das Thema Berufs­unfähigkeit.

view

Häufige Fragen

Jeder, der seine Arbeits­kraft absichern muss, sollte einen Schutz bei Berufs­unfähigkeit haben. Die gesetzliche Renten­versicherung bietet mit der Erwerbs­minderungs­rente bei Invalidität nur bedingt Schutz – und dann auch nur in geringer Höhe. Eine volle Erwerbs­minderungs­rente erhalten Sie, wenn Sie gesund­heits­bedingt nur noch weniger als drei Stunden täglich irgend­einer Tätig­keit nachgehen könnten. Eine halbe Erwerbs­minderungs­rente gibt es, wenn Sie noch zwischen drei und sechs Stunden arbeiten könnten. Voraus­setzung sind grund­sätzlich 60 Beitrags­monate bei der Rentenkasse und davon mindestens 36 Pflicht­beiträge.

 

 view

Bei einer privaten Berufs­unfähigkeits­versicherung zahlen Versicherer mit den besseren Bedingungen bereits, wenn Sie als Kunde Ihre zuletzt ausgeführte berufliche Tätig­keit zu 50 Prozent nicht mehr ausüben können. Bei Angeboten mit schlechteren Bedingungen ist es dagegen möglich, dass ein Versicherer erst schaut, ob Sie weder in Ihrem Job arbeiten können noch in einer anderen Tätig­keit, die Ihrer bis dahin erreichten beruflichen Qualifikation, Erfahrung und Lebens­stellung entspricht. Erst dann zahlt er die vereinbarte Berufs­unfähigkeits­rente aus.

Bei einer privaten Erwerbs­unfähigkeits­versicherung gibt es hingegen erst Geld, wenn Sie als Versicherter zu nahezu 100 Prozent invalide sind, Sie also weder Ihrem Job noch irgend­einer anderen beruflichen Tätig­keit nachgehen können. Die berufliche Qualifikation, Erfahrung, bisherige Lebens­stellung oder Arbeits­markt­lage sind ohne Belang. Die Möglich­keit, stunden­weise zu arbeiten, schließt eine Erwerbs­unfähigkeit nicht unbe­dingt aus.

Nein, eine Melde­pflicht gibt es nicht. Ein Berufs­wechsel muss dem Versicherer nach den aktuellen Bedingungen nicht mitgeteilt werden. Die Prüfung der Berufs­unfähigkeit bezieht sich auf den zuletzt ausgeübten Beruf. Manche Verträge regeln allerdings, dass bei der Prüfung, ob eine Berufs­unfähigkeit vorliegt, ein Vorberuf mit einbezogen wird, wenn der Berufs­wechsel inner­halb der letzten 12 oder 24 Monate vor Eintritt der Berufs­unfähigkeit statt­fand. Einige Versicherer beschränken sich dabei auf freiwil­lige Berufs­wechsel, andere nehmen die Prüfung auch bei unfreiwil­ligen Berufs­wechseln wegen Arbeits­losig­keit oder aus gesundheitlichen Gründen vor. Wer einen Beruf ergreift, der einer nied­rigeren Risikogruppe zuzu­ordnen ist, muss deshalb nicht auto­matisch weniger zahlen. Es lohnt sich aber manchmal, dies dem Versicherer mitzuteilen.

Es ist grund­sätzlich zu empfehlen, sich früh um guten Berufs­unfähigkeits­schutz zu kümmern. Das gilt ganz besonders für Auszubildende. Denn der gesetzliche Renten­versicherungs­träger zahlt frühestens nach fünf Jahren Beitrags­zahlung eine Erwerbs­minderungs­rente. In jungen Jahren ist außerdem die Wahr­scheinlich­keit am höchsten, einen akzeptablen Vertrag zu bekommen. Mit fort­schreitendem Alter steigt das Risiko von Vorerkrankungen und damit einer Ablehnung des Versicherungs­antrags. Versicherer müssen einen Antrag­steller nicht akzeptieren.

Doch nicht jeder Vertrag eignet sich für Auszubildende mit geringem Einkommen. Wichtig ist, dass die anfäng­lich wegen des geringen Ausbildungs­gehalts häufig zunächst nied­rige Renten­ver­einbarung über eine gute Nach­versicherungs­garantie später ohne eine erneute Gesund­heits­prüfung deutlich erhöht werden kann.

Auch Studenten sollten sich gegen das Risiko einer Berufs­unfähigkeit absichern und auf eine gute Nach­versicherungs­garantie achten, über die sie die vereinbarte Rentenzahlung später ohne erneute Gesund­heits­prüfung ausreichend erhöhen können. Grund: Alle Versicherer beschränken zunächst die maximal mögliche Berufs­unfähigkeits­rente auf meist 1 000 Euro im Monat. Die für Studenten erreich­bare Berufs­unfähigkeits­rente reicht später zur Absicherung nicht aus.

Eine Nach­versicherungs­garantie erlaubt nach­träglich die Erhöhung der Berufs­unfähigkeits­rente zum Beispiel bei Berufs­einstieg, Gehalts­erhöhung, Heirat oder Geburt eines Kindes ohne erneute Gesund­heits­prüfung. Studenten und Auszubildende sollten außerdem unbe­dingt darauf achten, dass im angebotenen Vertrag ihr angestrebter Beruf als Maßstab für eine Berufs­unfähigkeit zugrundegelegt wird. In schlechteren Verträgen würde der Versicherer in der ersten Zeit oder vielleicht sogar bis zum Ende von Studium oder Ausbildung erst bei einer Erwerbs­unfähigkeit zahlen.

Da die spätere Tätig­keit bei Studierenden aus dem Studium allein oft nicht eindeutig hervorgeht, ist es für sie vorteilhaft, wenn der Versicherer die Möglich­keit bietet, den Zielberuf im Vertrag zu notieren. Dann gibt es darüber keinen Streit, falls jemand während des Stu­diums berufs­unfähig wird.

Einsteiger-Tarife oder „Starter­police“ werden oft jungen Leuten angeboten. Sie sind zunächst preisgüns­tiger als Normal­tarife, weil sie in jedem Vertrags­jahr bei der Beitrags­bestimmung das tatsäch­liche Alter des Kunden zugrundelegen. Junge Leute zahlen noch nicht viel. In der Regel müssen solche Verträge aber spätestens dann auf einen Normal­tarif umge­stellt werden, wenn der Kunde 35 Jahre alt ist. Dann steigt der Beitrag auf einmal deutlich. Bleibt die Umstellung aus, würde der Beitrag in späteren Jahren viel zu teuer werden.

?

Service Questions

In der Gliedertaxe legt der Versicherer fest, welchen Grad der Invalidität er bei Verlust oder Funk­tions­unfähigkeit eines Körperteils anerkennt. Davon und von der vereinbarten Progression hängt die Höhe der Leistung ab. Die Gliedertaxen unterscheiden sich teil­weise, sowohl zwischen einzelnen Versicherern als auch zwischen den verschiedenen Tarifen eines Anbieters. Ein Betroffener erhält dadurch je nach Tarif bei gleicher Beein­trächtigung eine unterschiedliche Geld­leistung.

Die große Summe, die ein Unternehmen bei einer schweren Beein­trächtigung zahlt, ist das entscheidende Kriterium für die Wahl der privaten Unfall­versicherung. Sinn­voll sind Tarife mit einer Progression, bei der sich die Geld­leistung bei höheren Invaliditäts­graden um ein Vielfaches der Versicherungs­summe erhöht.

Auch Unfälle infolge sport­licher Betätigung sind abge­sichert. Bei Unfällen im Schul­sport leistet die gesetzliche und die private Unfall­versicherung. Umfassenderen Schutz für Kinder bei dauer­haften Gesund­heits­schäden bietet die Kinderinvaliditätsversicherung. Sie deckt nicht nur das geringe Risiko unfall­bedingter Invalidität ab, sondern zahlt auch eine monatliche Rente, wenn das Kind durch die Folgen einer Krankheit dauer­haft beein­trächtigt ist. Sport­ver­eine verfügen häufig über eine Gruppen­versicherung, über die alle Mitglieder abge­sichert sind. Sie enthält meist eine Unfall­komponente. Haben Sie Hobbys mit erhöhtem Unfall­risiko wie Berg­steigen, Drachenfliegen oder Skifahren, achten Sie darauf, dass diese abge­deckt sind. Sind Sie im Gebirge oder auf See unterwegs, brauchen Sie eine Police, die im Ernst­fall auch für Bergungs­kosten aufkommt. Denn ein Rettungs­einsatz mit Hubschrauber kann etliche tausend Euro kosten, die Sie sonst privat zahlen müssen.

Das Gesetz steht einem doppelten Abschluss einer Unfall­versicherung mit der Folge eines Erhalts der Leistung von zwei Versicherungs­trägern nicht entgegen. Viele Versicherer möchten aber eine „Über­versicherung“ vermeiden und lehnen daher einen Vertrags­abschluss ab, wenn der Kunde im Antrag ankreuzt, dass schon ein Unfall­schutz vorliegt. Dazu ist ein Versicherer auch berechtigt. Wurde der Kunde beim Vertrags­abschluss nicht nach dem zweiten Vertrag gefragt, kann der zweite Versicherer die Leistung nicht ohne weiteres ablehnen.

Immer ausgeschlossen sind zum Beispiel folgende Unfall­ursachen:

Kriegs- oder Bürger­kriegs­ereig­nisse,

Atom­energie und Strahlen allgemein,

Folgen einer Heilbe­hand­lung,

Unfälle mit Luft­fahr­zeugen,

Teil­nahme an Renn­ver­anstaltungen.

Daneben gibt es weitere Ausschlüsse: Unfälle aufgrund von Bewusst­seins­störungen sowie Folgen von Infektionen und psychische Dauer­folgen eines Unfalls. In guten Unfall­versicherungs­tarifen sind aber Bewusst­seins­störungen und Folgen von Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis oft mitversichert. Das Gleiche gilt, wenn eine psychische Erkrankung durch eine körperliche Schädigung – zum Beispiel durch ein Schädel-Hirn-Trauma – hervorgerufen wurde. Achten Sie deshalb genau auf die Unfall­versicherungs­bedingungen.

FAQ - Unfall­versicherung

Die Unfallversicherung soll schwere Unfall­folgen finanziell abfangen. Wenn Sie zu Hause oder in der Frei­zeit einen schweren Unfall haben und dauer­haft geschädigt sind, zahlt eine gute Versicherung eine große Summe. Das Geld hilft, wenn Sie beispiels­weise Ihr Haus behindertengerecht umbauen müssen.

Ja, es gibt spezielle Unfall­versicherungen für Senioren mit sogenannten Assistance-Leistungen. Diese Tarife bieten schnelle und unkomplizierte Hilfe nach einem Unfall. Die Versicherten nehmen in so einem Fall direkt Kontakt zu den Assisteuren auf, die bundes­weit ein Netz­werk von Dienst­leistern unterhalten und Hilfen wie Reinigungs­service, Fahr­dienste oder Essen auf Rädern organisieren.

Rund-um-die-Uhr-Schutz. Schließen Sie nur eine welt­weit gültige Police mit Versicherungs­schutz rund um die Uhr ab. Reine Frei­zeit-Unfall­versicherungen sind weniger gut.

Leistung bei Invalidität. Der Tarif sollte schon ab 1 Prozent Invalidität Leistungen vorsehen. Verträge, bei denen Sie erst ab einer Invalidität von 20 oder sogar 50 Prozent Geld bekommen, sind von Nachteil. Ihr Tarif sollte mindestens folgende Leistungen bieten: Bei 25 Prozent Invalidität: 25 000 Euro, bei 50 Prozent: 100 000 Euro und bei 100 Prozent: 500 000 Euro.

Todes­fall­leistung. Achten Sie darauf, dass die Todes­fall­leistung etwa 10 000 Euro beträgt. Denn diese Summe gibt es nach einem Unfall als Vorschuss, wenn der Grad Ihrer Invalidität noch nicht endgültig fest­steht. Die Leistung im Todes­fall hängt oft von der Versicherungs­summe ab.

Der Versicherer leistet nur dann, wenn die Bedingungen der Unfall­definition (siehe Frage „Was gilt als Unfall?“) Wort für Wort erfüllt sind, sonst gehen Versicherte in der Regel leer aus. Außerdem müssen bestimmte Fristen beachtet werden. Die Versicherer müssen laut Musterbedingungen nur zahlen, wenn die Invalidität inner­halb von 15 Monaten nach dem Unfall einge­treten ist und inner­halb von 15 Monaten ärzt­lich fest­gestellt wurde.

Außerdem muss der Versicherte seinen Anspruch inner­halb derselben 15 Monate bei der Versicherung geltend machen. Das kann fatal werden, wenn jemand zu lange hofft, dass eine dauer­hafte Invalidität durch Behand­lungen und Reha zu vermeiden ist. Zeigt sich dann, dass trotz aller Anstrengungen ein Schaden zurück­bleibt, ist die Frist vielleicht schon verstrichen. Bessere Tarife lassen dem Kunden daher mehr Zeit.

Es muss ein von außen einwirkendes plötzliches Ereignis sein. Die Versicherung zahlt außerdem, wenn Muskeln, Sehnen oder Bänder reißen oder anderweitig verletzt werden, weil plötzlich ein erhöhter Kraft­einsatz nötig war. Gemeint sind damit nur Anstrengungen, die über das im täglichen Leben Übliche hinaus­gehen, ­befand das Ober­landes­gericht München (Az. 25 U 543/19).

Eine Frau hatte vom Fahrersitz ihres Autos nach hinten gegriffen, um einen Karton mit Flyern von der Rück­sitz­bank zu holen. Dabei verletzte sie sich. Es wurde ein Invaliditäts­grad von 28 Prozent fest­gestellt. Doch der Griff nach hinten war bloß eine alltägliche Bewegung ohne über­höhten Kraft­aufwand, urteilte das Gericht.

view

Wer seine Riester-Rente kündigen möchte, sollte penibel nachrechnen. Es drohen empfindliche finanzielle Verluste - und Lücken im Alter. Was Sparer bei einer Kündigung beachten sollten.

Bei Versorgungsordnungen zur bAV können die Arbeitsvertragsparteien Zusage und Umfang der betrieblichen Altersversorgung grundsätzlich frei gestalten. Aber wie verhält es sich, wenn ein neuer Mitarbeiter schon bei seinem Vorarbeitgeber über eine individuelle Versorgung versichert ist? Der neue Arbeitgeber hat hingegen…

Die meisten der rund 1,7 Millionen Beamten in Deutschland beziehen Beihilfe. Mit dem Tarifkonzept COMFORTBeihilfe der Continentale Krankenversicherung haben Vermittler für jeden die beste Absicherung im Portfolio. Egal ob für Lehrer, Richter oder Finanzbeamte.

Jeder fünfte Deutsche stirbt laut Statistischem Bundesamt im Laufe seiner Erwerbstätigkeit. Viele davon an schweren Krankheiten. Um die finanziellen Belastungen einer solchen Krankheit zu mildern, können sich Versicherte ihre Risikolebensversicherung bereits vor dem Tod auszahlen lassen. Die EUROPA Lebensversicherung ergänzt ihren besonders günstigen Basis-Tarif bis Ende Juni um eben diese Möglichkeit. Ohne Mehrkosten. Für einen besseren Überblick über ihre Produkte hat die EUROPA zudem ihr Vermittler-Portal überarbeitet.

Endspurt für besonders günstige Beiträge: Bis 31. März können Kunden beim Abschluss einer Risikolebensversicherung der EUROPA clever sparen. Sie erhalten eine Risikovorsorge, die so flexibel ist wie das Leben, die die Fachpresse überzeugt und die man mit nur wenigen Klicks abschließt.

Continentale Lebensversicherung: Arbeitskraft schützen und günstigere Beiträge sichern. Bei der Absicherung der Arbeitskraft können Vermittler ihre Kunden jetzt auf eine Zeitreise schicken. Denn wer die Continentale PremiumBU bis Ende März abschließt, kann den Vertragsbeginn auf den 1. Dezember 2021 rückdatieren.

Style Switcher

Header Style
Pre Define Colors

Custom Colors
Layout