Zusatz Versicherungen

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Krankenhauszusatzversicherung

Stationäre Zusatzversicherung · Chefarztbehandlung · Ein- oder Zweibettzimmer

Die Krankenhausversorgung, von der gesetzlichen Krankenversicherung finanziert, sieht vor, dass Patienten in der Regel im nächstgelegenen Krankenhaus behandelt und in einem Mehrbettzimmer untergebracht werden. Durch eine Zusatzversicherung fürs Krankenhaus kann ein Kassenpatient nahezu die gleichen Leistungen absichern wie Privatpatienten. Dazu zählen die Wahl der Klinik, Behandlung durch den Chefarzt und ein Ein- oder Zweibett- statt einem Mehrbettzimmer.

Allerdings übernehmen viele Versicherer keine Behandlungskosten in einer Privatklinik, wenn kein Vertragsverhältnis mit der gesetzlichen Kasse des Patienten besteht. Dies sollten Patientinnen und Patienten abklären, bevor sie sich in eine Privatklinik begeben. Vor dem Abschluss einer Krankenhauszusatzversicherung ist auch zu prüfen, bis zu welcher Höhe ärztliche Honorare erstattet werden. In der Regel werden die Kosten bis zum 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung für Ärzte übernommen. Sind die Sätze im Krankenhaus höher, müssen Versicherte die Mehrkosten aus eigener Tasche bezahlen. Einige Versicherer übernehmen allerdings auch Chefarzthonorare ohne Begrenzung.

Vorteile einer Kranken­haus­zusatz­versicherung

Die wichtigsten Leistungen der Kranken­haus­zusatz­versicherung sind:

  • Chef­arzt­behand­lung,
  • komfort­ablere Unterbringung,
  • mehr Freiheit bei der Klinik­wahl.

Damit können auch gesetzlich Versicherte die wesentlichen Vorteile in Anspruch nehmen, die sonst Privatpatienten vorbehalten sind.

Gesetzlich Versicherte liegen üblicher­weise im Mehr­bett­zimmer, es sei denn, es gibt medizi­nische Gründe für eine Einzel­unterbringung oder das Zweibett­zimmer ist bereits Stan­dard. Behandelt werden sie von den jeweils Dienst habenden Ärztinnen und Ärzten. Die Chefinnen und Chefs behandeln Kassenpatienten nur, wenn ihr besonderes Fachwissen und Können im Einzel­fall erforderlich ist.

Mitglieder der gesetzlichen Kranken­versicherung sollen zudem ins nächst­gelegene geeignete Kranken­haus gehen, das einen Versorgungs­vertrag mit den Krankenkassen hat. Wählen sie eine andere Klinik, in der Kassen mehr für die Behand­lung bezahlen müssen, kann die Kasse ihnen den Aufpreis in Rechnung stellen.

Was man wirk­lich braucht

Ob Brillen- oder Pfleg­etagegeld­versicherung – vor dem Abschluss sollten Kunden sich die Frage stellen: Was wäre, wenn ich die Kosten selbst tragen müsste? In den meisten Fällen ist das finanzielle Risiko über­schaubar, das ein Extra­schutz abdeckt. Nur in wenigen Fällen kann es für einen Patienten oder Pflegebedürftigen existenz­gefähr­dend werden.

Sehr zu empfehlen ist nur eine Police, und zwar für alle, die außer­halb Deutsch­lands Urlaub machen: die Auslands­reise-Kranken­versicherung. Die güns­tigsten sehr guten Verträge sind ab etwa 10 Euro im Jahr zu haben.

Andere Zusatz­policen können das Leben als Kassenpatient angenehmer machen. Es hängt aber von den persönlichen Präferenzen und von den finanziellen Möglich­keiten ab, ob eine Versicherung sinn­voll ist.

Wer nur alle fünf Jahre mal zum Heilpraktiker geht, benötigt dafür nicht extra eine Versicherung. Auch für Policenpakete wie Kombinationen aus Heilpraktiker-, Brillen und Zahn­leistungen gilt nicht „viel hilft viel“. Denn für jede Leistung müssen Kunden Beiträge zahlen – auch wenn sie diese nie nutzen. Oft ist es besser, Tarife zu suchen, die nur das Gewünschte enthalten.

Zusatzversicherungen zur gesetzlichen Krankenversicherung

Zusatzversicherungen zur gesetzlichen Krankenversicherung

Wer sich als Kassenpatient regel­mäßig in der Klinik vom Chef­arzt behandeln lassen möchte, kann eine Kranken­haus­zusatz­versicherung abschließen.

Krankenhauszusatzversicherung für unbeschwerte Aufenthalte in Klinik & Krankenhaus