Fast drei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen laut aktueller Studie der Bertelsmann Stiftung in Armut auf. Das hat erhebliche Folgen für Wohlbefinden, Aufwachsen, Bildung und Zukunftschancen dieser Kinder. Der VdK fordert: Kinderarmut muss im anstehenden Bundestagswahlkampf ganz oben auf die Agenda.
„Der Staat ist am Zug. Wir brauchen ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um das Problem in den Griff zu kriegen“, sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele. Kinder- und Jugendarmut trifft laut Studie mehr als jeden fünften Heranwachsenden – mit starken regionalen Unterschieden. Zwei Drittel der betroffenen Kinder und Jugendlichen können mit ihrer Familie nicht einmal eine Woche im Jahr in den Urlaub fahren. Bei der Hälfte steht dem Haushalt kein Auto zur Verfügung. In vielen Familien ist kein Geld übrig für Kino, Konzert oder einen Restaurantbesuch. Kinder schlagen Einladungen zum Geburtstag aus, weil sie kein Geschenk haben oder selbst keinen Geburtstag feiern können. Die Corona-Krise kann diese Entwicklung noch verschärfen.
„Kinder und Jugendliche sind keine kleinen Arbeitslosen. Sie brauchen eine eigene finanzielle Absicherung außerhalb des Grundsicherungssystems“, fordert die VdK-Präsidentin. Der Armutskreislauf könne nur mit einer ausreichenden materiellen Absicherung erfolgreich und dauerhaft durchbrochen werden. Jedes einzelne Kind habe ein Recht auf ein gutes Aufwachsen.

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