„Wird weniger produziert als nachgefragt, kommt es zur Inflation.“ Diese Befürchtung wird auch im Kontext der aktuellen Coronakrise immer wieder geäußert. Empirische Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass es umgekehrt ein Produktionsschub ist, der eine Erholung der Nachfrage einleitet. Ein Ungleichgewicht in der Wirtschaft infolge eines Produktionseinbruchs ist demnach nicht zu erwarten, denn dieser würde die Nachfrage über nachlassendes Vertrauen, höhere Arbeitslosigkeit und Einkommensverluste reduzieren und eine Inflation verhindern. Ein Inflation generierender Angebotsschock führt also in aller Regel zu einer ausgleichenden Nachfragekorrektur. Deshalb ist in Krisenzeiten ohne fiskalische Stützung und soziale Sicherheitsnetze auch eher eine Deflation wahrscheinlich als eine Inflation – wie die große Depression in den Jahren 1929 bis 1932 gezeigt hat.
 
200409_IKB-Kapitalmarkt-News_Corona und Inflation

Bewertung Coronakrise: kaum Inflationsgefahr.

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