Home sweet Home – Mehr als zwei Drittel der Befragten einer Studie wünscht sich ein Eigenheim, aber nur die Hälfte kann es sich finanziell leisten 

  • 69 % der Befragten einer Studie träumen vom selbstbestimmten Leben in den eigenen vier Wänden.
  • Knapp der Hälfte dieser Menschen fehlen jedoch die finanziellen Mittel für die Umsetzung. Eine strategische Finanzplanung schafft Abhilfe. 
  • Jeder Fünfte plant den Erwerb einer eigenen Immobilie.
  • Hohe Mieten sind für 30 % Hauptgrund für den Immobilienerwerb, günstige Kredite spielen mit 6 % eine untergeordnete Rolle.

„Der Traum von einer eigenen Immobilie für ein selbstbestimmtes Leben ist so hoch wie nie zuvor“, sagt Stefan Kuehl, Geschäftsführer der Finanz- und Vorsorgeberatung Swiss Life Select. Das bestätigt auch eine aktuelle Umfrage des Unternehmens unter Führungskräften, Beschäftigten ohne Führungsverantwortung und Studenten. Das zentrale Ergebnis: Ein kleines Haus im Grünen oder eine schöne Wohnung in zentraler Lage – mehr als zwei Drittel der Befragten träumt von den eigenen vier Wänden, aber 47 % können sich die Umsetzung nicht leisten. Lediglich jeder Fünfte plant den Erwerb einer Immobilie in den nächsten fünf Jahren.

Traum oder Realität: Junge Menschen wünschen sich ein Leben in den eigenen vier Wänden

Je jünger die Studienteilnehmer sind, desto größer ist ihr Wunsch nach den eigenen vier Wänden. Ganze 87 % der 18- bis 29-Jährigen wünschen sich eine eigene Immobilie; 69 % der 30- bis 49-Jährigen träumen noch von einem eigenen Haus oder Wohnung. Selbst in der Gruppe der über 50-Jährigen sind es 43 %, die den Wunsch noch nicht in die Tat umgesetzt haben. In allen Altersklassen klagen die Menschen fast gleichermaßen über fehlende finanzielle Mittel (18- bis 29-Jährige: 50 %; 30- bis 49-Jährige: 43 %; über 50-Jährige: 48 %). „Vielen Menschen fehlt zum Beispiel das notwendige Eigenkapital. Hier setzen wir in der Finanzberatung mit einer strategischen Planung an“, kommentiert Kuehl.

In diesen Bundesländern wird nicht nur geträumt 

Ob die Menschen von einer Immobilie träumen oder bereits konkret den Erwerb planen und ob die notwendigen finanziellen Mittel vorhanden sind, hängt auch davon ab, in welchem Bundesland sie leben. Baden-Württemberger (77 %), Bremer (75 %), Hamburger (75 %) und Bayern (74 %) träumen am häufigsten von den eigenen vier Wänden. Verhaltener zeigen sich hingegen Sachsen (50 %), Sachsen-Anhalter (57 %) und Brandenburger (59 %). Konkrete Pläne, eine Immobilie in den nächsten fünf Jahren zu erwerben, haben vor allem die Bremer (33 %), Hamburger (29 %), Saarländer (29 %), Nordrhein-Westfalen (25 %) und Sachsen-Anhalter (26 %). In diesen Bundesländern klagen die Befragten auch seltener über mangelnde finanzielle Mittel für den Immobilienerwerb. Auf Grundlage dieser Ergebnisse lässt sich der Immobilienoptimismus-Index abbilden, der Wunsch und Wirklichkeit eines Immobilienerwerbs in Relation bringt.

Hohe Mieten sind Hauptgrund für Immobilienerwerb

Der Wunsch nach einem Eigenheim hat vielfältige Gründe: Die Menschen versprechen sich davon eine höhere Lebensqualität, mehr Selbstbestimmung und einen wichtigen Baustein für ihre Altersvorsorge. Für 30 % der Befragten sind die vielerorts steigenden Mieten der Hauptgrund für den Immobilienerwerb. Das überrascht nicht, schließlich berichtet knapp ein Viertel davon, mindestens 50 % des Haushaltsnetto-Einkommens fürs Wohnen auszugeben. „Das Geld für die hohe Miete lieber in die eigene Immobilie und damit in eine selbstbestimmte Zukunft zu investieren, ist die cleverere Alternative“, so Kuehl. Ein überraschendes Ergebnis: Nur 6 % der Teilnehmenden der Studie erwägen wegen den anhaltend niedrigen Zinsen für einen Kredit den Umzug ins eigene Heim. Mehr Platz für sich und ihre Familien erhoffen sich 6 % der Befragten. Durchschnittlich steht ihnen aktuell 95 Quadratmeter Wohnraum zur Verfügung. Sie wünschen sich jedoch 125 Quadratmeter. Für 24 % der Befragten ist ein Garten oder ein Balkon ein wichtiger Motivator.

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Sehnsuchtsort Speckgürtel und die neue Landlust

„Viele unserer Kunden sehnen sich nach mehr Platz im Grünen, entweder im Speckgürtel oder auf dem Land. Dort sind die Objekte erschwinglich und ein zunehmender Anteil an Home-Office-Möglichkeiten reduziert längere Anfahrtswege in die Arbeit“, so Kuehl. Diese Erfahrungen aus der Praxis belegen die Umfrageergebnisse: 34 % der Befragten leben aktuell in einer Großstadt, aber nur 53 % von ihnen wollen dort wohnen bleiben. Die anderen zieht es entweder in die Speckgürtel oder in den ländlichen Raum. Einen ähnlichen Trend gibt es bei Kleinstädtern. 24 % der Befragten leben in kleinen Städten, aber nur 55 % von ihnen möchten bleiben.

Nicht nur die selbst genutzte Immobilie steht hoch im Kurs. Für 70 % der Befragten kommen im Rahmen ihrer Altersvorsorgeüberlegungen auch Immobilien als Kapitalanlage in Frage. „Zwei Drittel der Befragten wünscht sich einen persönlichen Berater. Der Erwerb einer Immobilie – egal ob sie zur eigenen Nutzung oder als Kapitalanlage gedacht ist – gehört zu den größten Kaufentscheidungen des Lebens und sollte daher gut und vor allem frühzeitig geplant sein“, so Kuehl abschließend.

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 3.131 Personen im April 2021 teilnahmen – darunter 1.025 Führungskräfte, 1.066 Beschäftigte ohne Führungsverantwortung und 1.030 Studenten.

Bewertung Home sweet Home: Wer kann sich Eigentum leisten?.

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