Die Talanx Gruppe ist gut ins neue Geschäftsjahr gestartet und verzeichnet deutliches Wachstum bei den Bruttoprämien und beim Konzernergebnis.

  • Gebuchte Bruttoprämien wachsen um 9,4 Prozent auf 13,6 (12,5) Mrd. EUR – währungskursbereinigt um 13,6 Prozent
  • Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Erst- und Rückversicherung verbessert sich auf 96,1 (99,8) Prozent
  • Kapitalanlagerendite steigt auf 3,5 Prozent (2,7 Prozent)
  • Operatives Ergebnis (EBIT) steigt zweistellig um 11,8 Prozent auf 625 (559) Mio. EUR
  • Starkes Konzernergebnis mit 277 (223) Mio. EUR um 24,5 Prozent über Vorjahresniveau – von Sondereffekten geprägt
  • Solvency-II-Quote bei 206 Prozent zum Jahresende 2020
  • Ausblick für Konzernergebnis 2021 präzisiert auf oberes Ende der Spanne zwischen 800 und 900 Mio. EUR

Die gebuchten Bruttoprämien erhöhten sich um 9,4 Prozent auf 13,6 (12,5) Mrd. EUR, währungskursbereinigt zweistellig um 13,6 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) beläuft sich auf 625 (559) Mio. EUR, ein Anstieg von 11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, während sich das Konzernergebnis um 24,5 Prozent auf 277 (223) Mio. EUR erhöhte. Zu dieser positiven Entwicklung trugen alle vier Geschäftsbereiche bei. Der deutliche Anstieg des Konzernergebnisses ist begünstigt von positiven Einmaleffekten in der Versicherungstechnik sowie im Kapitalanlageergebnis, die zum Teil in Verbindung mit den weltweit geltenden Maßnahmen zur Einschränkung der Corona-Pandemie stehen. Außerdem lag die Steuerquote leicht unter dem Vorjahresquartal. Die Belastungen der Ergebnisse durch die Corona-Pandemie fielen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in allen Geschäftsbereichen außer der Personen-Rückversicherung geringer aus. Angesichts des guten ersten Quartals präzisiert die Talanx ihren Ausblick auf ein Konzernergebnis am oberen Ende der Spanne zwischen 800 bis 900 Mio. EUR.

„Die Entwicklung im ersten Quartal ist sehr positiv und auch ohne die Sondereffekte ein guter Start ins neue Jahr. Unsere Gruppe ist gewachsen, und alle Geschäftsbereiche haben zu dem guten Ergebnis beigetragen. Das zeigt, dass sich unsere Wachstumsinitiativen auszahlen und unsere Optimierungsmaßnahmen in der Industrieversicherung und im deutschen Geschäft mit Privatkunden und Firmen konsequent greifen“, erläutert Torsten Leue, Vorstandsvorsitzender der Talanx AG.

Die Belastung durch Großschäden lag im ersten Quartal 2021 mit 287 (435) Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahresquartal, das von hohen coronabedingten Belastungen geprägt war. Auf die Erstversicherung entfielen Großschäden in Summe von 93 (144) Mio. EUR, während die Rückversicherung Großschäden in Höhe von 193 (284) Mio. EUR verzeichnete. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Erst- und Rückversicherung verbesserte sich vor allem aufgrund des Wegfalls der coronabedingten Belastungen um 3,7 Prozentpunkte, sie betrug im ersten Quartal gute 96,1 (99,8) Prozent.

Das Kapitalanlageergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahreswert vor allem aufgrund höherer Realisate in der deutschen Lebensversicherung auf 1.256 (903) Mio. EUR um 39 Prozent. Die Kapitalanlagerendite betrug 3,5 (2,7) Prozent.

Das operative Ergebnis stieg um 11,8 Prozent auf 625 (559) Mio. EUR. Das Konzernergebnis wuchs im Vergleich zum stark von der Corona-Pandemie belasteten Vorjahreszeitraum um 24,5 Prozent an und beträgt 277 (223) Mio EUR. Die Corona-Pandemie belastete das Konzernergebnis mit 34 Mio. EUR, während sich die Auswirkungen im Vorjahreszeitraum noch auf 133 Mio EUR beliefen. Die Solvency-II-Quote lag zum 31. Dezember 2020 bei robusten 206 Prozent.

Industrieversicherung: Beitrag zum Konzernergebnis verdoppelt

Im Geschäftsbereich Industrieversicherung stiegen die gebuchten Bruttoprämien im ersten Quartal 2021 um 5,3 Prozent auf 2,7 (2,6) Mrd. EUR. Währungskursbereinigt wuchsen die Bruttoprämien um 8 Prozent. Die Beitragssteigerungen lassen sich auf das Wachstum im Specialty-Geschäft und auf das Haftpflichtgeschäft zurückführen. Das versicherungstechnische Ergebnis des Geschäftsbereichs lag mit 11        (–11) Mio. EUR deutlich über dem von der Corona-Pandemie geprägten Vorjahresquartal. Trotz erhöhter Großschadenbelastung aus Naturkatastrophen und menschengemachten Schäden verbesserte sich die Schadenquote auf 81,8 (83,6) Prozent und verdeutlicht somit die Wirksamkeit der Profitabilisierungsmaßnahmen. Durch das Beitragswachstum bei gleichzeitig hoher Kostendisziplin verbesserte sich die Kostenquote auf 16,9 (18,0) Prozent. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote lag bei 98,7 (101,6) Prozent und liegt damit voll auf dem geplanten Pfad, das mittelfristige Ziel einer kombinierten Schaden-/Kostenquote von 97 Prozent zu erreichen.

Das Kapitalanlageergebnis stieg deutlich auf 77 (34) Mio. EUR. Hierzu trugen Sonderausschüttungen aus Private-Equity-Beteiligungen bei. Das Vorjahresquartal war stark von den Einbrüchen am Kapitalmarkt zu Beginn der Corona-Pandemie geprägt. Das deutlich verbesserte versicherungstechnische Ergebnis und das durch Sondereffekte erhöhte Kapitalanlageergebnis führen zu einem Anstieg des operativen Ergebnisses auf 51 (30) Mio. EUR. Der Beitrag der Industrieversicherung zum Konzernergebnis liegt bei 39 (17) Mio. EUR.

Privat- und Firmenversicherung Deutschland: Deutlicher Ergebnisanstieg durch weniger Schäden

Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland lagen die gebuchten Bruttoprämien in den ersten drei Monaten auf dem Niveau des Vergleichszeitraums und betrugen 1,8 (1,8) Mrd. EUR. Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich auf 137 (32) Mio. EUR. Der Beitrag zum Konzernergebnis verbesserte sich aufgrund der positiven Ergebnisentwicklungen sowohl in der Schaden/Unfallversicherung als auch in der Lebensversicherung auf insgesamt 84 (19) Mio. EUR. Die Eigenkapitalrendite stieg in der Folge um 9,3 Prozentpunkte auf 12,5 Prozent.

Zudem hat der Geschäftsbereich im Berichtszeitraum das ambitionierte Strategieprogramm GO25 beschlossen. Aufbauend auf den Stärken im Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen sowie als Partner von Banken und Maklern will der Geschäftsbereich seinen Umsatz und Ertrag bis 2025 ausbauen. Mit stärkerer Kundenorientierung, Agilität, digitaler Prozesseffizienz und der Handlungs- und Denkweise eines Mittelständlers soll bis 2025 die Eigenkapitalrendite des Geschäftsbereichs auf das Ziel der Talanx Gruppe von mehr als 8 Prozent über risikofreiem Zins erhöht werden.

Segment Schaden/Unfallversicherung: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf versicherungstechnisches Ergebnis und Kapitalanlageergebnis rückläufig

Die gebuchten Beitragseinnahmen im Segment Schaden/Unfallversicherung verzeichneten mit 781 (774) Mio. EUR einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die strategiekonformen Zuwächse im Geschäft mit Firmen und Freien Berufen überstiegen die Rückgänge in der Kraftfahrtversicherung und in der Arbeitslosigkeitsversicherung.

Das versicherungstechnische Ergebnis lag mit 55 (-13) Mio. EUR deutlich über der Vergleichsperiode, die stark von der Corona-Pandemie geprägt war. Dieser Anstieg ist auf geringere Belastungen aus der Betriebsschließungsversicherung sowie durch den Lockdown ausgebliebene Schäden in der Kfz-, Unfall-, und Hausratversicherung zurückzuführen. Zudem lag die Zahl der großen und mittelgroßen Schäden deutlich unter dem Niveau eines normalen ersten Quartals. Insgesamt führte dies zu einer deutlichen Verbesserung der kombinierten Schaden-/Kostenquote um 19,6 Prozentpunkte auf 84,2 (103,8%).

Das Kapitalanlageergebnis in diesem Segment verzeichnete mit 29 (14) Mio. EUR einen Anstieg, der hauptsächlich auf die geringeren Abschreibungen gegenüber dem Vorjahresquartal zurückzuführen ist, das stärker durch die Corona-Pandemie betroffen war. Das operative Ergebnis verbesserte sich durch die starke Erholung des versicherungstechnischen Ergebnisses aufgrund der geringeren Mobilität der Bevölkerung und den Anstieg des Kapitalanlageergebnisses auf 81 (-3) Mio. EUR.

Segment Lebensversicherung: Beitragsrückgang infolge der Corona-Pandemie bei zeitgleichem Ergebnisanstieg durch geringere Corona-Belastungen

Das Segment Lebensversicherung verzeichnete in den ersten drei Monaten einen Beitragsrückgang von 2,1 Prozent auf 1,1 (1,1) Mrd. EUR (einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen). Der Rückgang wurde wie in den letzten drei Quartalen 2020 durch rückläufiges Restschuldgeschäft der Bancassurance verursacht. Zudem ging aufgrund des Lockdowns das Neugeschäft in der betrieblichen Altersvorsorge gegenüber einem sehr starken ersten Quartal 2020 zurück. Insgesamt verringerte sich das Neugeschäft bei den Lebensversicherungsprodukten – gemessen in der international verwendeten Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE) – von 95 Mio. EUR auf 87 Mio. EUR.

Im ersten Quartal sank das versicherungstechnische Ergebnis auf -544 (-270) Mio. EUR. Dies wurde unverändert im Wesentlichen durch die Aufzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen und die Beteiligung der Versicherungsnehmer am Kapitalanlageergebnis bestimmt. Diesen Aufwendungen stehen die Erträge aus den Kapitalanlagen gegenüber, die sich gegenüber der Vergleichsperiode auf 609 (304) Mio. EUR verdoppelten. Hierzu trugen vor allem höhere realisierte Gewinne zur Finanzierung des Aufbaus der Zinszusatzreserve bei. Außerdem waren die ersten drei Monate im Vergleich zum Vorjahresquartal weniger stark von coronabedingten Effekten belastet. Insgesamt erhöhte sich das operative Ergebnis im Segment Lebensversicherung des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland gegenüber dem Vorjahresquartal auf 56 (36) Mio. EUR.

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Privat- und Firmenversicherung International: positive Entwicklung geprägt von Lockdown-Effekten

Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International lagen die gebuchten Bruttoprämien mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent bei 1,5 (1,5) Mrd. EUR in etwa auf Vorjahresniveau. Währungskursbereinigt wuchsen die Bruttoprämien gegenüber der Vergleichsperiode um 8,1 Prozent. In Europa steigerten sich die gebuchten Bruttoprämien um 6,3 Prozent auf 1,2 (1,1) Mrd. EUR, währungskursbereinigt um 11,5 Prozent. Das Wachstum entstand zum einen im Bereich Lebensversicherung, vor allem durch die Warta in Polen und das Einmalbeitragsgeschäft in Italien. Zum anderen ist dieses auf den Bereich Sachversicherung in der Türkei und in Polen zurückzuführen. In Lateinamerika gab das Prämienvolumen um 16 Prozent auf 337 (401) Mio. EUR nach, währungskursbereinigt zeigte es sich in etwa stabil bei -1,5 Prozent. In Lateinamerika sind die Beitragsrückgänge vor allem auf das Kfz-Geschäft in Brasilien und Mexiko zurückzuführen, da coronabedingt die Neuwagenverkäufe rückläufig waren.

Die kombinierte Schaden-/Kostenquote der Sachversicherungsgesellschaften verbesserte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 2,7 Prozentpunkte auf 93,9 (96,6) Prozent. Eine teilweise steigende Wettbewerbsintensität und Schadeninflation (insbesondere in Polen) konnte durch positive Effekte aufgrund niedrigerer Mobilität in anderen Märkten (insbesondere Italien) aufgefangen werden. Im Lebensversicherungsgeschäft belastetet die gestiegene Sterblichkeit durch die Corona-Pandemie das Ergebnis mit 4 Mio. EUR.

Das versicherungstechnische Ergebnis des gesamten Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung International steigerte sich deutlich auf 14 (3) Mio EUR. Das Kapitalanlageergebnis verzeichnete einen Anstieg um 7 Mio. EUR auf 97 (90) Mio. EUR. Ein höheres Kapitalanlagevolumen konnte sowohl den Zinsrückgang als auch negative Währungseffekte kompensieren. Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs steigerte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15,8 Prozent auf 87 (75) Mio. EUR.

Das operative Ergebnis in Europa gab um 11,5 Prozent auf 79 (89) Mio. EUR nach. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den gesunkenen Ergebnisbeitrag der polnischen Warta zurückzuführen. Die Steigerung des Ergebnisses in Italien federte den Rückgang teilweise ab. Zudem konnte mit Wirkung zum 1. April 2021 der vollständige Erwerb der Amissima Assicurazioni abgeschlossen werden. In Lateinamerika wuchs das operative Ergebnis deutlich auf 11 (8) Mio. EUR. Die meisten Länder der Region trugen zu diesem Anstieg bei. Der Beitrag zum Konzernergebnis des gesamten Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung International erhöhte sich im Vergleich zum ersten Quartal 2020 und betrug 54 (43) Mio. EUR.

Rückversicherung: abweichende Belastung der Segmente durch die Corona-Pandemie

Im Geschäftsbereich Rückversicherung erhöhten sich die gebuchten Bruttoprämien im ersten Quartal um 11,9 Prozent auf 7,8 (7,0) Mrd. EUR. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich um 18 Prozent auf -108 (-131) Mio. EUR, während das operative Ergebnis um 4,4 Prozent auf 408 (427) Mio. EUR nachgab. Der Beitrag zum Konzernergebnis steigerte sich im ersten Quartal um 3,2 Prozent auf 153 (149) Mio. EUR. Die Segmente Schaden-Rückversicherung und Personen-Rückversicherung waren unterschiedlich stark von der Corona-Pandemie betroffen.

Im März 2021 hat der Geschäftsbereich eine nachrangige Anleihe mit einem Nominalwert von 750 Mio. EUR begeben. Die Schuldverschreibung hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2042 und einen ersten ordentlichen Kündigungstermin am 30. Dezember 2031.

Segment Schaden-Rückversicherung: Keine weiteren Nettobelastungen in der Versicherungstechnik infolge der Corona-Pandemie

Im Segment Schaden-Rückversicherung erhöhten sich die gebuchten Bruttoprämien um 14,2 Prozent auf 5,7 (5,0) Mrd. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verbesserte sich deutlich auf 96,2 (99,8) Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg ebenfalls deutlich auf 143 (-2) Mio. EUR, wohingegen das Kapitalanlageergebnis um 6,8 Prozent auf 278 (298) Mio. EUR nachgab, sodass ein operatives Ergebnis in Höhe von 330 (305) Mio. EUR erzielt wurde.

Bereits zum Ende des Geschäftsjahres 2020 wurden die Spätschadenreserven für den Schadenkomplex Corona-Pandemie nochmals gestärkt und so das Risiko für weitere Reservierungen in der Schaden-Rückversicherung deutlich reduziert. Demzufolge waren im Verlauf des ersten Quartals keine weiteren Nettobelastungen mit Bezug zur Corona-Pandemie zu verzeichnen.

Segment Personen-Rückversicherung: anhaltende Belastungen durch die Corona-Pandemie

Das Segment Personen-Rückversicherung wurde weiter stark von den Folgen der Corona-Pandemie belastet – negativ wirkte vor allem die höhere Sterblichkeitsrate in den USA. Im ersten Quartal beliefen sich die coronabedingten Belastungen auf 151 Mio. EUR. Dem gegenüber stand ein positiver Einmalertrag in Höhe von 129 Mio. EUR aus einer Umstrukturierung im US-Mortalitätsgeschäft. Die gebuchten Bruttoprämien stiegen im Segment Personen-Rückversicherung um 6,1 Prozent auf 2,1 (2,0) Mrd. EUR, während die verdienten Nettoprämien um 4,0 Prozent sanken und sich auf 1,8 (1,8) Mrd. EUR beliefen. Das Kapitalanlageergebnis gab leicht auf 172 (174) Mio. EUR nach. Das operative Ergebnis verzeichnete einen deutlichen Rückgang um 36,3 Prozent auf 78 (123) Mio. EUR.

Ausblick 2021: Konzernergebnis am oberen Ende der Spanne zwischen 800 und 900 Mio. EUR

Wir geben für den Talanx Konzern und seine Geschäftsbereiche zum Jahresende Prognosewerte für die Kennzahlen, nach denen der Konzern sein Geschäft steuert. Mit diesem Ausblick präzisieren wir die im Konzern-Geschäftsbericht 2020 veröffentlichte Prognose für das Jahr 2021 in Bezug auf den Talanx Konzern und seine Geschäftsbereiche. Talanx strebt für das Geschäftsjahr 2021 ein Konzernergebnis am oberen Ende der Spanne zwischen 800 bis 900 Mio. EUR an.

Der Konzern erwartet zudem im laufenden Geschäftsjahr einen Anstieg der Bruttoprämien (währungskursbereinigt) von rund 5 Prozent. Die IFRS-Kapitalanlagerendite sollte bei rund 2,5 Prozent liegen. Die Eigenkapitalrendite sollte nun über 8,0 Prozent liegen, und damit das strategische Mindestziel übertreffen.

Auch die Ziele für das Geschäftsjahr 2021 stehen wie gewohnt unter dem Vorbehalt, dass Großschäden im Rahmen der Erwartungen bleiben und an den Währungs- und Kapitalmärkten keine erneuten, größeren Verwerfungen auftreten. Erklärtes Ziel von Talanx ist es weiterhin, auch für das Geschäftsjahr 2021 einen Anteil von 35 Prozent bis 45 Prozent vom Konzernergebnis als Dividendenzahlung auszuschütten sowie die Dividende mindestens stabil zum Vorjahr zu halten.

Bis 2022 soll der Gewinn je Aktie (Earnings per Share, EPS) – ausgehend vom ursprünglichen Ausblick von 850 Mio. EUR für das Konzernergebnis im Jahr 2018 – durchschnittlich um mindestens 5 Prozent jährlich steigen.

Eckdaten der Ergebnisrechnung Talanx Konzern, Q1 2021,
konsolidiert (IFRS)

in Mio. EUR Q1 2021 Q1 2020 +/-
Gebuchte Bruttoprämien 13.643 12.467 +9,4 %
Verdiente Nettoprämien 9.009 8.354 +7,8 %
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der
Schaden-Erst- und -Rückversicherung1
96,1 % 99,8 % -3,7 %-Pkt.
Kapitalanlageergebnis 1.256 903 +39,1 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 625 559 +11,8 %
Konzernergebnis (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) 277 223 +24,5 %
Eigenkapitalrendite2 10,7 % 9,0 % +1,7 %-Pkt.

1)  Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses

2)  Annualisiertes Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Zahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden in Einklang mit den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) erstellt. Die vorliegende Quartalsmitteilung stellt jedoch keinen Zwischenbericht im Sinne des internationalen Rechnungslegungsstandards IAS 34 dar.

Bewertung Die Talanx Gruppe ist gut ins neue Geschäftsjahr gestartet.

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