Kaufpreise und Kaufnebenkosten ein Anreiz für Wohneigentum

 

Statista-Umfrage im Auftrag von Interhyp: 19 Prozent wollen in den nächsten fünf Jahren eine Immobilie erwerben, 29 Prozent in fünf Jahren oder später

 
2020) Niedrigere Kaufnebenkosten und Rückgänge bei Immobilienpreisen könnten mehr Kaufinteressenten auf den Plan rufen. Das legen der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Teilnehmern in Deutschland nahe, die Statista im Auftrag von Interhyp kurz vor der Covid-Pandemie durchgeführt hat. Demnach waren 74 Prozent der Befragten der Meinung, geringere Kaufpreise oder Baukosten würden Menschen am ehesten dazu bewegen, Wohneigentum zu erwerben. Interhyp setzt die Umfrageergebnisse in den Kontext der derzeitigen Marktentwicklung. „Mögliche Preisrückgänge am Immobilienmarkt würden zu einem steigenden Käuferinteresse führen – und in Verbindung mit niedrigen Finanzierungszinsen dann wiederum einem stärkeren Preisrückgang entgegenwirken“, erklärt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender bei Interhyp, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen. Zudem zeigt die Erhebung, dass viele Menschen die Entscheidung zum Bau eines Hauses oder den Kauf einer Eigentumswohnung langfristig planen.
 
Neben geringeren Kaufpreisen und Baukosten halten 59 Prozent geringere Kaufnebenkosten wie Makler- und Notargebühren sowie Grunderwerbsteuer für einen Beweggrund, Wohneigentum zu erwerben. Mit Blick auf die künftig geplante hälftige Teilung der Maklercourtage sagt Jörg Utecht: „Neben der Maklerprovision ist auch die Grunderwerbsteuer ein Hebel der Politik. Eine Senkung der Grunderwerbsteuer könnte den Erwerb von Wohneigentum in Deutschland erleichtern.“ Weitere Argumente für einen Immobilienkauf wären laut Umfrage für 57 Prozent eine höhere finanzielle Unterstützung etwa in Form von Fördermitteln durch den Staat, für 31 Prozent noch günstigere Bauzinsen. Die Zinsen befinden sich laut Interhyp aktuell auf einem historischen niedrigen Niveau. Im Zuge der Corona-Pandemie hatten die Konditionsschwankungen beim Baugeld zwar zugenommen. Dennoch liegen die Zinsen für ein zehnjähriges Darlehen aktuell in vielen Fällen noch immer unter einem Prozent.
 
Die Umfrage zeigt zudem, dass die Planung eines Immobilienkaufs vom ersten Gedanken bis zur Kaufentscheidung kein kurzfristiger Prozess ist, sondern sich über längere Zeit hinzieht – oft über Jahre. Die kurzfristigen Einschränkungen im Zuge des Corona-Shutdowns können laut Interhyp zwar zu Verzögerung führen. Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft bei Interhyp, erwartet aber, dass viele Käufer ihr Vorhaben deshalb nicht aufgeben, sondern nur verschieben. „Wenn aufgrund derzeitiger praktischer Schwierigkeiten etwa bei Besichtigungen Käufe nicht zustande kommen, dürften diese in vielen Fällen später doch noch realisiert werden“, sagt die Expertin.
 
Interhyp hat diejenigen, die noch kein Wohneigentum erworben haben, gefragt, ob sie dies wollen würden. Jeder zweite der Befragten gab an, in Zukunft bauen oder kaufen zu wollen (48 Prozent). Innerhalb der nächsten fünf Jahre wollten vor dem Pandemie-Ausbruch 19 Prozent in eine Immobilie investieren. 18 Prozent planen den Erwerb von Wohneigentum in einem Zeithorizont von 5 bis 10 Jahren. 11 Prozent wollen erst in zehn Jahren oder später kaufen. 36 Prozent wollen weder Haus noch Wohnung kaufen, 16 Prozent haben sich darüber noch keine Gedanken gemacht.
 
Über die Umfrage: Im Auftrag von Interhyp hat Statista 1.000 Menschen in Deutschland zum Bauen und Wohnen online befragt. Die Umfrage ist national repräsentativ nach Alter und Geschlecht.
Grafik: Quelle Interhyp/Statista-Umfrage

Neueste Meldungen  Hannover, Hamburg, Dresden, Berlin: Entwicklung der Immobilienpreise und Prognosen

Bewertung Für die Mehrheit wären geringere Kaufpreise und Kaufnebenkosten ein Anreiz für Wohneigentum.

Your email address will not be published.