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Flüchtlinge sind bei Kindern willkommen

Berlin. Die positive Nachricht zum Internationalen Tag für Toleranz der UNESCO kommt aus Kindermund: Drei Viertel der vom LBS-Kinderbarometer befragten Schülerinnen und Schüler finden es richtig, dass Deutschland Menschen aufnimmt, denen es in ihrer Heimat nicht gut geht. Nur zehn Prozent sind eindeutig dagegen. Fast zwei Drittel der Kinder sind mit Menschen anderer Nationen befreundet, das hat sich in den letzten vier Jahren nicht geändert.

Dennoch gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Kinder in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie im dicht besiedelten NRW sind tendenziell offener für den Zuzug. Dagegen finden es weniger Kinder in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg gut, wenn Flüchtlinge aufgenommen werden. Jüngere Kinder wiederum sind grundsätzlich offener, während mit zunehmendem Alter die Toleranz sinkt.

„Der Umgang mit Menschen anderer Nationen ist für die meisten Kinder Normalität des Schulalltags“, sagt Dr. Christian Schröder vom LBS-Kinderbarometer. So geben 61 Prozent der 10.000 befragten Schülerinnen und Schüler im Alter von 9 bis 14 Jahren an, Freunde mit einer anderen Nationalität zu haben. Ältere sowie Kinder mit Migrationshintergrund haben grundsätzlich mehr interkulturelle Freundschaften.

Knapp ein Drittel der befragten Kinder hat Freunde mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung. „Die angestrebte Inklusion zeigt hier offensichtlich Wirkung, denn dieser Wert ist gegenüber den Befragungen von 2009 und 2014 deutlich angestiegen“, so Schröder.

Über das LBS-Kinderbarometer

Das LBS-Kinderbarometer befragt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund regelmäßig über 10.000 Kinder im Alter zwischen 9 und 14 Jahren (Klasse 4 bis 7 aller Schulformen) nach ihrer Meinung. Start war 1997 in NRW, seit 2007 sind alle Bundesländer vertreten. Das LBS-Kinderbarometer folgt Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention „Berücksichtigung des Kinderwillens“. Es wird vom Prokids Institut Herten durchgeführt.

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