Sparen und Geldanlage

Die Finanzbranche lockt mit unzähligen Produkten. Damit beim Sparen für große und kleine Träume jedoch nichts schief geht und Sie den wohlklingenden Versprechungen nicht auf den Leim gehen, hat die Verbraucherzentrale 12 Tipps für Sie zusammengestellt.

Die vielen Anlageformen, unverständliche Produktinformationen und verhängnisvolle Klauseln im Kleingedruckten machen es Verbraucherinnen und Verbrauchern heute schwer, ihr Geld sicher und gewinnbringend anzulegen. Dazu kommen die niedrigen Zinsen und der Fakt, dass Banken und andere Finanzinstitute ihre eigenen Provisionen meistens stärker im Auge haben als die Interessen ihrer Kundinnen und Kunden. Mit unseren 12 Tipps zum richtigen Sparen machen Sie nichts falsch.

Spar dich Reich

Es ist erst Mitte des Monats und Ihr Konto ist schon wieder leer? Das Geld rinnt Ihnen im Alltag nur so durch die Finger? Dabei möchten Sie doch gerne mehr Geld für die schönen Dinge des Lebens zur Verfügung haben – und auch mehr investieren. Mit vielen kleinen Tipps und Tricks, intelligent kombiniert, gelingt es Ihnen, im Alltag mehr Geld zu sparen, ohne dabei zu verzichten.

Ob für Altersvorsorge, Immobilienkauf oder zum Vermögens­aufbau – kluge Geldanlage lohnt sich!

Die individuelle passende Finanzstrategie zu entwickeln, erfordert ein bisschen Einsatz – der sich aber lohnt. Denn auch aus wenig Geld lässt sich ohne allzu großes Risiko etwas machen. Wichtig ist vor allem, für das jeweilige Sparziel die richtige Anlage auszuwählen und in regelmäßigen Abständen zu prüfen, ob sich die Situation verändert hat und Sie nachjustieren müssen.

In diesem Buch erfahren Sie,

  • wie Sie die ersten Schritte der Finanzplanung setzen,
  • wie Sie passende Anlageprodukte auswählen,
  • wie Sie staatliche Förderung optimal nutzen,
  • wie Sie Kosten minimieren können,
  • wie Sie schlechte oder unseriöse Berater sofort erkennen können.

Prüfen Sie, ob Sie wirklich Geld fürs Sparen übrig haben. Wenn Sie mit Ihrem „Dispo“ regelmäßig im Minus sind, ist das nicht der Fall. Da Kreditzinsen grundsätzlich höher sind als Sparzinsen, sollten Sie zunächst alles daransetzen, zuverlässig im Plus zu
bleiben. Und tilgen Sie zuerst Ihre Kredite!

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Ein kaputtes Auto, eine defekte Waschmaschine – mitunter benötigen Sie kurzfristig eine größere Summe Geld. Da ist es hilfreich, auf ein Polster zurückgreifen zu können. Eine guter Richtwert sind zwei bis drei Monatsgehälter. Legen Sie dieses Geld auf einem Tagesgeldkonto oder Sparbuch an.

Möchten Sie eine größere Summe sicher anlegen oder monatlich sparen, empfehlen sich Sparbriefe, Festgelder oder Banksparpläne. Sie dürfen Zinserträge in Höhe von 1.000 Euro – als zusammen veranlagte Eheleute sogar 2.000 Euro – erwirtschaften, ohne diese versteuern zu müssen. Sie fragen sich, welche Anlage sich für Sie eignet?

Immer mehr Menschen legen Wert darauf, ihr Geld in gute Hände zu geben. Sie wollen sichergehen, keine Rüstungsunternehmen zu finanzieren, sondern ökologische Projekte oder KiTas unterstützen. Nutzen Sie die Sparanlagen der nachhaltigen Geldinstitute.

Wenn Sie eine Immobilie kaufen möchten, sind die klassischen, weil sicheren Sparformen (Tages- oder Festgeld, Sparbrief etc.) am besten geeignet, um das notwendige Eigengeld zum Zeitpunkt des Immobilienerwerbs verfügbar zu haben. Achten Sie auf den richtigen Anlagezeitraum!

Bausparverträge sind keine guten Sparverträge. Zu den mageren Zinsen fallen außerdem noch Abschlusskosten in Höhe von ein bis manchmal sogar zwei Prozent der Bausparsumme an. Lediglich bei alten Tarifen können Sie sich noch über eine Verzinsung von zwei bis vier Prozent freuen. Doch diese „Renditebausparverträge“ werden heute nicht mehr angeboten und häufig von den Bausparkassen gekündigt.

Eine sichere Geldanlage wie Tagesgeld, Festgeld oder Sparbrief ist grundsätzlich viel besser für die Altersvorsorge geeignet als Kapitallebens- und private Rentenversicherungen. Die beiden letzteren haben viel zu lange Laufzeiten, das Abbruchrisiko ist hoch und die Rendite mager.

Wenn Sie bereits eine größere Summe angespart haben, das Risiko nicht scheuen, höhere Renditen wünschen und bereit sind, Ihr Geld über einen längeren Zeitraum (mindestens zehn Jahre) anzulegen, dann können Aktienfonds eine Alternative sein. Empfehlenswert sind vor allem kostengünstige ETFs. Längere Laufzeiten sind wichtig, um eventuelle Kursschwankungen am Kapitalmarkt aussitzen zu können.

Glauben Sie niemandem, der Ihnen hohe Renditen oder Steuervorteile ins Blaue hinein verspricht. Hohe Renditen gibt es nur im Doppelpack mit einem hohen Verlustrisiko. Und viele Anlageberater locken ihre Opfer mit angeblichen Steuervorteilen ins finanzielle Verderben. Grundsätzlich gilt: Unterschreiben Sie nur Verträge, deren Inhalt Sie verstehen. Bei Fragen lassen Sie sich unabhängig beraten.

  • „Dispo“ in die schwarzen Zahlen bringen.
  • Über ein bis zwei Nettogehälter am besten täglich verfügen können.
  • Zusätzliches Geld können fortgeschrittene Sparer in Aktienfonds oder eine Immobilie investieren.

Um Ihre Finanzplanung auf ein solides Fundament zu stellen, müssen Sie weder Börsenexpertin noch Steuerfachmann sein. Wichtig bei der Geldanlage ist vor allem das Vermeiden von Kardinalfehlern.

Lass deine Finanzverträge prüfen