Für rund 90 Prozent aller Steuerzahler entfällt ab 2021 der Solidaritätszuschlag. Heimlich, still und leise, denn dafür muss man einfach mal nichts tun. Wer zählt zu dem Kreis der Auserwählten? Welche neuen Chancen ergeben sich daraus? Was sich ändert, weiß die Debeka, eine der größten Versicherungsgruppen und Bausparkassen in Deutschland.
Soli-Steckbrief
Aber von vorne: Der Soli – oder beim vollen Namen auch Solidaritätszuschlag genannt – ist ein Überbleibsel der deutschen Wiedervereinigung. 1991 eigentlich befristet für ein Jahr eingeführt, hat er sich doch hartnäckig länger gehalten als ursprünglich gedacht und galt als Finanzspritze unterschiedlichster Projekte. Bislang zahlte jeder Steuerzahler zur fälligen Einkommen- und Lohnsteuer 5,5 Prozent obendrauf. Im November 2019 hat der Bundestag das Gesetz zur Rückführung des Solis beschlossen.
Was ändert sich?
Die Freigrenzen ändern sich ab Januar 2021. Heißt, dass Singles mit einem Jahreseinkommen von rund 73.000 Euro brutto keinen Soli zahlen müssen. Die Freigrenze für Paare ohne Kinder hängt davon ab, ob beide verdienen. Bei nur einem Einkommen liegt die Freigrenze bei rund 136.000 Euro brutto. Tragen beide zu gleichen Teilen zum gemeinsamen Einkommen bei, wird der Soli erst ab rund 147.000 Euro Bruttoeinkommen aufgeschlagen. Bei Familien kommt es auf die Zahl der Kinder an und inwieweit beide Partner zum Einkommen beitragen. Zum Beispiel muss bei einer Familie mit einem Einkommen und zwei Kindern bei einem Jahresbrutto unter 151.000 Euro kein Soli gezahlt werden. Wer knapp über einer Freigrenze liegt, in der sogenannten Milderungszone, muss nicht direkt den vollen Soli zahlen. Der zu zahlende Soli-Betrag steigt schrittweise an. Je mehr man über der Grenze liegt, desto stärker wird man belastet.
Ersparnis
Tatsächlich ist die Ersparnis nicht zu pauschalisieren, weil sie für Angestellte oder Selbstständige variiert. Dennoch lohnt ein Blick in die Gehalts- und Steuerunterlagen vom vorigen Jahr, um herauszufinden, wie viel Solidaritätszuschlag man bislang gezahlt hat und man zukünftig spart. Wer es genau wissen will, kann die Ersparnis auch mit Hilfe des Soli-Rechners des Bundesfinanzministeriums  ermitteln.
Wohin mit dem ganzen Geld?
Durch die niedrigen Zinsen wird die Altersvorsorge immer weniger. Damit bietet der Wegfall des Solis eine gute Chance, die Ersparnis in die Altersvorsorge zu investieren. Denn rein theoretisch und auf ein ganzes Jahr betrachtet, kann man sich ein kleines Vermögen ansparen. Allerdings macht es keinen großen Sinn, in konventionelle Geldanlagen zu investieren. Zinsen auf Giro- und Tagegeldkonten sind selten hoch genug, um beim Sparen große Erfolge zu erzielen. Viel interessanter ist das Fondssparen, weil es auf verschiedenen Aktien verteilt wird und die Risiken breiter gestreut werden können, wie zum Beispiel der Fonds Debeka Global Shares. Damit investiert man über eine moderne Rentenversicherung weltweit in die größten Unternehmen, Märkte und Währungen. Und entscheidet selbst, in wie viel Sicherheit man investiert. Die Anlage ist komplett nachhaltig, es wird also bewusst auf Anlagen gesetzt, die umweltverträglich sind und soziale Aspekte berücksichtigen.
 

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