Seit 1. Januar gibt es neue Regeln bei Förderungen und Fristen, die Haus­eigentümer und Bauherren kennen sollten. Schwäbisch Hall-Experte Ralf Oberländer nennt die zentralen Neuerungen für Immobilien­be­sitzer.
 

Steuervergünstigung für energetische Sanierungen

Wer als Hauseigentümer das Klima schont, wird zusätzlich belohnt: Maß­nah­men für eine bessere Energieeffizienz und das Heizen mit erneuerbaren Energien werden auch steuerlich gefördert. Davon profitiert, wer etwa die alte Heizung austauscht, neue Fenster einbaut oder Dach, Keller und Außenwände dämmt. Auch Kosten für Energieberater sollen künftig als Aufwendungen für energetische Maßnahmen gelten. 20 Prozent der Ausgaben, maximal aber 40.000 Euro können über drei Jahre verteilt steuerlich abgezogen werden. Für eine energetische Baubegleitung und Fachplanung können sogar bis zu 50 Prozent der Kosten abgesetzt werden. Die Voraus­setzungen: Es handelt sich um selbstgenutztes Wohneigentum und die Immobilie ist älter als zehn Jahre. „Modernisierer können jetzt wählen: Entweder sie nutzen die Vorteile der steuerlichen Förderung für Einzelmaßnahmen oder sie beantragen einen Investitionszuschuss über die etablierten Förderprogramme, etwa von der KfW oder dem BAFA“, weiß Schwäbisch Hall-Experte Ralf Oberländer.
 

Abwrackprämie für die Ölheizung

Wer seine alte Ölheizung durch ein klimaschonendes Modell ersetzt, das vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben wird, zum Beispiel eine Luft-Wärmepumpe oder eine Biomasse-Anlage, erhält eine Förderung von 45 Prozent der Investitionskosten vom Bund. Bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit werden als Zuschuss gezahlt. Für Heizungen mit einem Anteil an erneuerbaren Energien von mindestens 25 Prozent, etwa über die Kombination mit Solarthermie, gibt es einen Zuschuss von 40 Prozent. Derzeit laufen in Deutschland rund 5,6 Mio. Heizanlagen mit Öl, das ist jede vierte Heizung. Die Anschaf­fung einer Heizanlage, die erneuerbare Energieformen nutzt, zahlt sich nicht nur wegen der sogenannten Abwrackprämie aus: Ab 2021 muss der CO2-Ausstoß fossiler Brennstoffe über Zertifikate kompensiert werden. Der Preis pro Tonne CO2 soll bei 25 Euro liegen und in den Folgejahren weiter ansteigen. Er wird auf den Öl- und Gaspreis umgelegt.
 

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Baukindergeld: Förderung noch bis Ende 2020

Das Baukindergeld fördert Familien, die selbst in ihre erste eigene Immobilie einziehen: Förderberechtigte Eltern können von der KfW-Bank über zehn Jahre verteilt insgesamt 12.000 Euro pro Kind für den Erwerb von Wohn­eigen­tum erhalten. Achtung: Wer den Zuschuss erhalten will, muss den Kauf­ver­trag bis Ende 2020 beim Notar unterzeichnet haben.
 

Austauschpflicht für den Kamin

Ältere Kamine müssen bis Ende 2020 ausgetauscht werden. Das sieht die erste Bundesimmissionsschutzverordnung vor. Öfen mit Baujahr 1994 und älter müssen Ende 2020 stillgelegt oder nachgerüstet werden. Hintergrund ist das Gesundheitsrisiko durch die Feinstaubbelastung. „Bei Fragen zur Nach­rüstung ihrer Kaminöfen sind die Schornsteinfeger für Hauseigentümer die richtige Adresse“, sagt Oberländer.
 
Das neue Jahr hält einige Neuerungen für Bauherren und Immobilienbesitzer bereit. (Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall)

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