Hilfe in der Corona-Krise

 
Covid-19 hat in den vergangenen Wochen weite Teile der Wirtschaft lahmgelegt. Und keiner kann absehen, wann die Krise wieder vorüber sein wird. Deswegen ist es umso wichtiger, Handlungskonzepte zu entwickeln, die sowohl kurz- als auch langfristig helfen, die nächsten Wochen und Monate besser zu meistern. Wir haben zehn Aspekte zusammengefasst, damit Sie sie nicht aus dem Blick verlieren.
 

Punkt 1: Sicheres Arbeitsumfeld schaffen

Wenn irgend möglich: Schicken Sie Ihre Mitarbeiter ins Home-Office. Abstand und so wenig Kontakt wie möglich sind nach wie vor der sicherste Schutz vor Ansteckung. Da aber nicht jeder seine Arbeit von zu Hause erledigen kann, ist es umso wichtiger, auch im Betrieb Schutzmaßnahmen einzuführen und immer wieder darauf hinzuweisen. Das bedeutet: Erhöhen Sie die Abstände zwischen den Kollegen. Teilen sich mehrere Leute ein Büro? Dann achten Sie auf einen Mindestabstand von zwei Metern. Rücken Sie Tische um, nutzen Sie andere Räume und auch physische Maßnahmen wie Plexiglasscheiben. Räume sollten regelmäßig gelüftet und Taschentücher sofort entsorgt werden.
 

Punkt 2: Flexible Arbeitszeiten ermöglichen

Kommen Sie Ihren Mitarbeitern bestmöglich entgegen. Maximal flexible Arbeitszeiten helfen nicht nur den Mitarbeitern, die Mehrbelastung zu meistern. Sie können damit auch eine geringere Anzahl an Mitarbeitern in Ihrem Betrieb erreichen. Will einer möglichst früh anfangen, um schon mittags wieder zu Hause zu sein? Oder jemand erst am Nachmittag ins Büro kommen, dann aber lange bleiben? Oder wünscht sich ein Beschäftigter eventuell Teile der Arbeitszeit aufs Wochenende zu verlagern? Machen Sie es möglich.

 

Punkt 3: Personalplanung anpassen

Überlegen Sie zeitnah, wie, wie viel und wo Sie Ihre Mitarbeiter einsetzen können. Ziehen Sie alles in Erwägung – von neuen Aufgaben über (unbezahlten) Urlaub, den Abbau von Arbeitszeitkonten bis hin zu Kurzarbeit. Analysieren Sie in diesem Zusammenhang auch, ob Sie etwa Kapazitäten herunterfahren, Schichten reduzieren oder vorübergehend die 2–3-Tagewoche  einführen können.
 

Punkt 4: Ausfälle und Vertretungen planen

Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, dass in den kommenden Monaten einige Ihrer Mitarbeiter erkranken werden. Überlegen Sie also schon jetzt, welche Auswirkungen die Ausfälle auf die Abläufe im Betrieb haben könnten und wie man sie am besten auffangen kann. Welche Positionen sind besonders wichtig? Wer könnte dort die Vertretungen übernehmen? Müssen oder können Sie sich vielleicht an externe Dienstleister wenden? Durchdenken Sie mögliche Szenarien, und bereiten Sie Lösungen vor.
 

Punkt 5: Planen Sie eine Vertretung auch für sich selbst

Gerade in Krisensituationen sind Geschäftsführer und Führungskräfte besonders wichtig. Weil sie alles im Blick haben, die Mitarbeiter motivieren, ihnen Sorgen und Ängste nehmen und den Betrieb am Laufen halten. Überlegen Sie also schon jetzt: Wer könnte Sie vertreten? Wie handhaben Sie einen Ausfall in der Geschäftsführung? Welche Ketten müssen angestoßen werden, wenn Sie nicht da sind? Wenn Sie sich eine Vertretungslösung überlegen, können die Geschäfte auch ohne Sie geordnet weiterlaufen.
 

Neueste Meldungen  eVisibility: Allianz sichert sich Top-Ränge in allen Online-Kategorien

Punkt 6: Offene Kommunikation mit Kunden

Warten Sie nicht, bis die Kunden sich melden, sondern gehen Sie aktiv auf sie zu. Am besten, Sie sprechen mit den Kunden offen über Ihre Situation. So können Sie zusammen Lösungen erarbeiten: etwa Auftragsgrößen anpassen oder neue Liefertermine und Konditionen vereinbaren.
 

Punkt 7: Offene Kommunikation mit den Mitarbeitern

Viele Mitarbeiter werden jetzt Angst um ihren Job haben. Und jeder muss sich erst einmal mit der neuen Situation arrangieren. Deswegen: Reden Sie offen. Sagen Sie, wo Sie stehen, was Sie erwarten – lassen Sie aber auch Ihre Mitarbeiter mitreden, und finden Sie gemeinsame Lösungen. Etwa: Sollte es eine Kernarbeitszeit geben, in der alle, auch die im Home-Office, zu erreichen sind? Oder: Wollen wir einen Daily Call, in dem wir uns zusammenschalten, oder reicht es uns, wenn wir alle paar Tage reden?
So oder so: Es macht Sinn, spätestens jetzt digitale Kommunikationswerkzeuge wie Slack, Zoom, Skype for Business oder Microsoft Teams einzuführen, um die Kommunikation für alle zu ermöglichen und zu erleichtern.
 

Punkt 8: Liquidität sichern

Jetzt geht es darum, das Geld zusammenzuhalten. Streichen Sie nicht notwendige Ausgaben und Investitionen, und verhandeln Sie mit Lieferanten über längere Zahlungsziele. Bereiten Sie Ihr Unternehmen auf mögliche Liquiditätsengpässe vor. Das bedeutet konkret: Denken Sie über Kurzarbeit nach, und überlegen Sie, ob Sie Steuerstundungen oder die Anpassung von Steuervorauszahlungen beantragen wollen. Auch gibt es die Möglichkeit, bei der KfW Corona-Kredite zu beantragen. Weitere Infos über das Corona-Schutzschild für Unternehmen lesen Sie auch auf der Seite des Bundeswirtschaftsministeriums.
 

Punkt 9: Alternative Lieferketten aufbauen

Wenn Sie es nicht schon längst gemacht haben, dann fangen Sie jetzt an, nach alternativen Lieferanten zu suchen. Zum Beispiel in Europa statt in Asien.
 

Punkt 10: Alles neu denken

Nehmen Sie die Vogelperspektive ein. Und überdenken Sie, ob und wie Sie Produkte und Dienstleistungen modifizieren oder neu aufstellen können. Was können Sie online anbieten? Können Sie Social Media nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen? Was können Sie liefern? Und: Mit wem können Sie sich vernetzen, der in diesem Bereich schon Erfahrungen gesammelt hat und weiß, was jetzt funktionieren könnte.
 
Quelle:

Weitere interessante Meldungen

Continentale Lebensversicherung: Unkomplizierte Lösungen zur Betriebsrente – BRSG-Aktion verlängert
Viele Unternehmen tun sic...
Das IKB - Barometer jetzt bei ihrem Expertenmagazin
Das IKB - Barometer jetzt...
HIER FAHREN WOHNUNGSKÄUFER GÜNSTIGER ALS MIETER
HIER FAHREN WOHNUNGSKÄUFE...

Bewertung Hilfe in der Corona-Krise: Die 10-Punkte-Checkliste für den Mittelstand.

Your email address will not be published.