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So meistern Agenturen und Makler die digitalen Grundlagen  


Roland Richert
Beiträge: 0
Admin
Beigetreten: 2 Jahren zuvor

Unser Gastautor Sebastian Heithoff beschäftigt sich als Unternehmensberater seit Jahren mit der digitalen Positionierung von Vermittlern und Maklern. Welche einfachen Tricks Sie anwenden können, um zumindest das digitale Grundgerüst parat zu haben, verrät er in diesem Artikel.

Eine stetig schrumpfende Zahl von Versicherungsvermittlern unterschiedlicher Fachrichtungen balgt sich um eine etwa konstant bleibende Zahl von Kunden. Gäbe es nicht Check24, den drohenden Markteinstieg Amazons und die langsam steigende Öffnung der Kunden für Direktversicherer, entwickelte sich hier ein vertriebliches Schlaraffenland. Doch dem ist nicht so. Gerade weil die Anforderungen in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind (Weiterbildung, rechtliche Regulatorik, technische Neuerungen, Digitalisierung), geben immer mehr Vermittler und Makler auf oder verschließen sich den Möglichkeiten, die ihnen der digitale Wandel bietet.

Sollten Sie zu denjenigen gehören, die noch nicht mit dem Gedanken an unternehmerische Weiterentwicklung abgeschlossen haben – herzlichen Glückwunsch! Sie haben den ersten Schritt auf dem Weg in die für moderne Kunden relevante Sphäre bereits gemeistert. Gehen wir gemeinsam noch einen kleinen Schritt weiter? Ich verspreche Ihnen, es tut nicht weh. Ich werde Ihnen nun ein paar grundlegende Themen nahelegen und Ihnen auch sagen, wie Sie sie einfach und kostengünstig umgesetzt bekommen.

Damit haben Sie zumindest 40 Prozent der relevanten digitalen Positionierung angerissen, für alles Weitere empfiehlt es sich, Ihre eigene, individuelle Strategie zu entwickeln und umzusetzen. Doch da sind wir noch nicht. Beginnen wir mit den ersten fünf Schritten zu Ihrem digitalen Standing, Ihrer Positionierung.

Schritt 1: Google My Business

Jeder Unternehmer, der ein Büro oder ein Ladenlokal unterhält, in dem Kunden empfangen werden, braucht Google My Business. Warum? Weil a) fast jeder andere in der Branche es hat, b) die meisten nichts daraus machen, c) Sie es besser können und d) Google My Business unter anderem mit Google Maps verbunden ist, worüber man Sie doch bitte finden können soll. Legen Sie sich einen Eintrag an, füllen Sie insbesondere im Info-Bereich alle Felder aus (auch die Labels!) und fügen Sie Fotos hinzu. Bitte Profi-Fotos, keine Handybilder. Oder sind Sie selbst Amateur-Unternehmer?

Schritt 2: Sammeln von Kundenbewertungen

Mittlerweile verstehen zum Glück einige Leute in unserer Branche, dass man mit Kundenbewertungen Geschäft generieren kann – und zwar nicht zu knapp. Das Stichwort lautet „Empfehlungs-Marketing“ und ist der digitale Bruder Ihres bekannten Empfehlungs-Geschäfts vor Ort. Kollegen wie Bastian Kunkel, Bernd Roebers oder Volker Büscher legen hier schon sauber vor – in diesen Sphären sind vielleicht 0,2 Prozent der Branche unterwegs, eher weniger. Trotzdem sind die Zahlen machbar, wenn, ja, wenn Sie denn endlich damit anfangen, an dieser Front Gas zu geben. Es lohnt sich, ich habe es selbst im Vertrieb erlebt.

Schritt 3: Einheitliche Namensnennung über alle Kanäle hinweg (analog + digital)

Damit es für Suchmaschinen leichter ist, Ihre Website, Ihren Google-My-Business-Auftritt und Ihre Social-Media-Kanäle einander zuzuordnen und sie sich gegenseitig im Ranking positiv beeinflussen zu lassen, achten Sie bitte darauf, dass Sie überall die gleiche Namensnennung wählen – und nicht einmal „Versicherungsmakler Bernd Müller“, ein nderes Mal „Ihr Makler in Berlin – Bernd Müller“. Google und Co. sind zwar schlau, aber auch faul. Machen Sie es den Suchmaschinen leichter, es lohnt sich für Sie.

Schritt 4: Googeln Sie sich selbst (im Inkognito-Modus) und gewinnen Sie Erkenntnisse

Um einen ersten Eindruck davon zu erlangen, wie Sie derzeit digital aufgestellt sind und wie Ihre Auftritte „performen“, öffnen Sie einen Inkognito-Tab in Ihrem Browser und geben dann Ihren Namen ein, gegebenenfalls zusammen mit Ihrer Berufsbezeichnung oder Ihrem Ort, falls Ihr Name häufiger existiert. Hieraus lassen sich bereits Rückschlüsse darüber ziehen, wo sich die größten digitalen Baustellen bestehen. Womit wir zu Punkt Nummer 5 kommen, der darin übergeht.

Schritt 5: Überlegen Sie sich, was Sie unternehmerisch vorhaben und gehen Sie Ihren Weg

Wenn Sie für sich erkannt haben, dass Sie einer Weiterentwicklung bedürfen, um Ihren Kunden auch in fünf und in zehn Jahren noch relevante Mehrwerte zu bieten, dann brauchen Sie Unterstützung. Wichtig ist bei der Wahl Ihrer Begleitung, dass Sie a) im Vorfeld bereits einen groben Plan haben, wohin Sie wollen und warum, Sie b) vorab Empfehlungen einholen, mit wem Sie idealerweise arbeiten und Sie c) bitte unbedingt darauf achten, dass die Person oder Firma belastbare Projekte in der Versicherungsbranche umgesetzt hat. Branchenfremde verstehen Sie nicht und Sie verbrennen dadurch Zeit und Geld.

Nachdem Sie diese fünf Punkte bedacht und bearbeitet haben, sind Sie nun wirklich auf dem besten Weg. Denn Sie haben die Bereitschaft, etwas zu verändern. Veränderung muss nicht böse sein, sie kann unglaublich viel Freude bereiten. Sie sind Vertriebler: Sie werden dann Freude haben, wenn sich Ihre Weiterentwicklung in barer Münze auszuzahlen beginnt. Doch dafür gilt es etwas zu tun. Fangen Sie heute damit an!

Über den Autoren

Die Vorteile von Digitalisierung und digitaler Transformation in Vertrieb und Marketing nutzbar machen – das ist die Mission von Sebastian Heithoff. Der Berater mit zwölf Jahren Versicherungs- und Marketing-Erfahrung leitet bei der auf Banken und Versicherungen spezialisierten Digitalagentur .dotkomm gesamtverantwortlich einen operativen Bereich.

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