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Weltspartag 2021: Sparen in der Inflation


Admin
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Die Preise steigen und der deutsche Sparer verliert Milliarden. Das Loch, das die gestiegenen Preise für Lebensmittel und Energie ins Budget reißen, spüren die Deutschen unmittelbar. Jeder Dritte (33 Prozent) ist sich allerdings nicht bewusst, dass die Inflation auch den Wert seiner Geldanlagen schmälert, so eine aktuelle Postbank Umfrage. Die Folge: Girokonto, Sparbuch und sogar die Spardose sind bei den Befragten als Anlageform so beliebt wie nie.

 

Im September überschritt die Inflationsrate hierzulande erstmals seit knapp 28 Jahren wieder die Marke von vier Prozent: „Die aktuellen Preissteigerungen bekommen die Menschen hautnah in ihrem Alltag zu spüren. An jeder Tankstellen- oder Supermarktkasse müssen sie jetzt tiefer in die Tasche greifen, die Energiekosten explodieren“, erklärt Karsten Rusch von der Postbank. Kaum ein Deutscher glaubt daran, dass sich das Preisniveau mittelfristig wieder entspannt. 82 Prozent gehen davon aus, dass die Preise in den kommenden zwölf Monaten weiter steigen. Das ergibt eine aktuelle Kantar Umfrage im Auftrag der Postbank. Nur knapp vier Prozent rechnen damit, dass die Preise sinken werden. Während die Verbraucher die Auswirkungen der Inflation auf ihr Budget nur zu gut kennen, ist vielen der Effekt der steigenden Preise auf ihre Ersparnisse nicht bekannt: „Durch die Inflation verliert Geld nach und nach an Wert, besonders, wenn es auf unverzinsten Konten liegt oder gar zu Hause aufbewahrt wird. Es ist erstaunlich – jeder dritte Sparer kennt diesen Zusammenhang nicht“, meint Karsten Rusch.

 

Laut Postbank Umfrage wissen knapp 33 Prozent der Sparer nicht, dass ihre Rücklagen durch die Inflation an Wert verlieren – es sei denn, sie erwirtschaften eine Rendite, die die Inflationsverluste zumindest ausgleicht. Zwölf Prozent sind im Gegenteil der Meinung, dass die Ersparnisse dank Inflation an Wert gewinnen. Zehn Prozent meinen, dass die Preissteigerungen keinen Einfluss auf die Wertentwicklung ihrer Anlage haben. Knapp elf Prozent geben an, dass sie die Antwort nicht kennen. Auffallend selten wissen Befragte zwischen 16 und 29 Jahren Bescheid, wenn es um die Auswirkungen der Inflation auf die Spareinlagen geht: Knapp jeder Vierte dieser Altersklasse (23 Prozent) glaubt fälschlicherweise, dass die steigenden Preise auch den Wert seiner Ersparnisse erhöhen.

 

Dickes Minus

Wie viel Rendite Ersparnisse tatsächlich einbringen, gibt die sogenannte Realverzinsung an. Sie berücksichtigt die Zinsen einer Geldanlage abzüglich der Inflation. Laut Statistik der Bundesbank betrug die Realverzinsung von Ersparnissen auf klassischen Sparbüchern und Festgeldkonten im August dieses Jahres minus 3,7 Prozent. Das heißt, diese Ersparnisse haben 3,7 Prozent ihres Wertes verloren. „Das fehlende Wissen über die Auswirkungen der Inflation ist sicher ein Grund dafür, dass die Deutschen immer noch zögern, ihre Ersparnisse rentabel anzulegen.

 

Aktuell investieren nur 31 Prozent der Sparer in Wertpapiere. Aber mehr als doppelt so viele, nämlich 63 Prozent, lassen ihre Ersparnisse auf dem Girokonto“, sagt Karsten Rusch. Auch andere Anlageformen, deren Verzinsung gegen null tendiert, stehen bei Sparern zurzeit hoch im Kurs: Knapp jeder Zweite (49 Prozent) zahlt Ersparnisse auf ein klassisches Sparbuch ein, jeder Dritte (37 Prozent) auf ein Tagesgeldkonto. Knapp 31 Prozent verwahren ihre Rücklagen zu Hause. „Im Niedrigzinsumfeld kommt man an einer Anlage in Aktien und Fonds nicht vorbei, wenn man verhindern will, dass die Ersparnisse schleichend an Wert verlieren“, sagt Karsten Rusch.

 

Informationen zur Umfrage:

In einer repräsentativen Online-Befragung interviewte Kantar im Auftrag der Postbank zwischen dem 28. September und 10. Oktober 2021 insgesamt 1.101 Befragte ab 16 Jahren.


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