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Startschuss für digitalen Personalausweis auf dem Smartphone


Roland
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BMWi fördert mit über 50 Millionen Euro sichere digitale Identitäten: Erstes Projekt startet heute

 

Das BMWi wird Personalausweis, Führerschein und andere Dokumente sicher auf das Smartphone bringen. Mit über 50 Millionen Euro fördert das BMWi im Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten bis zu vier große Schaufensterprojekte. Sie sollen mit alltagstauglichen Anwendungen die Vorteile und Möglichkeiten einer digitalen Ausweisfunktion auf dem Smartphone in den beteiligten Städten und Regionen aufzeigen. Dabei werden von Beginn an Kommunen und Landkreise sowie die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger in die geplanten Entwicklungen einbezogen. Mit IDunion startet heute das erste Projekt des Schaufensterprogramms.

Thomas Jarzombek, Beauftragter des BMWi für die digitale Wirtschaft und Start-ups: „Wir sehen zunehmend, dass amerikanische Plattformen mehr und mehr Identifikationslösungen in den Markt drücken. Ich finde es wichtig, dass es auf dem Smartphone eine vom Staat abgesicherte Möglichkeit der Identifizierung gibt, die insbesondere auch ohne kommerzielle Hintergedanken in Bezug auf Nutzerdaten funktioniert. Vorhaben des Staates haben in der Vergangenheit zu wenig Nutzerorientierung gezeigt und waren zu kompliziert. Insbesondere müssen wir ein Angebot schaffen, dass auch von Unternehmen mit genutzt wird und einen festen Platz im Alltag der Menschen erreicht. Hier ist das neue Programm deutlich besser als frühere Initiativen.“

Digitale Identitäten sind ein wesentlicher Baustein für die digitale Souveränität Deutschlands und Europas. Über eine gleichermaßen sichere und einfach nutzbare Lösung zur elektronischen Identifizierung (eID) können zahlreiche Dienste der Wirtschaft vereinfacht werden und Behördengänge entfallen.

Das Projekt IDunion realisiert an zahlreichen Standorten in Deutschland realitätsnahe Anwendungsbeispiele in den Bereichen eGovernment, Bildung, Finanzwirtschaft, Industrie / IoT, eCommerce, Mobility, Identity Access Management und Gesundheit. Das Projekt wird von der Main Incubator GmbH geleitet und in der Rechtsform einer europäischen Genossenschaft aufgebaut werden. Das BMWi fördert IDunion mit 15,6 Millionen Euro.

Geplant ist, darüber hinaus bis zu drei weitere Schaufenster zu fördern. Sie sollen ab Mai dieses Jahres starten. Die vier großen Schaufensterprojekte hat das BMWi aus insgesamt zehn eingereichten Konzepten zu elektronischen Identifikationslösungen ausgewählt. Die Auswahl der Konsortien wurde von einer Fachjury begleitet.

Neben der Förderung der Schaufenster-Projekte spielt das BMWi eine aktive Rolle in dem vom Bundeskanzleramt und dem Bundesinnenministerium angestoßenen Projekt „Digitale Identitäten“. Hier werden ausgewählte Anwendungsfälle und Demonstratoren entwickelt und ein Netzwerk aus eID-Anbietern und großen Anwender-Unternehmen aufgebaut. Noch in diesem Jahr sollen wichtige Fortschritte bei der Nutzung von Online-Ausweisen über das Smartphone erzielt werden. Der BMWi Innovationswettbewerb „Sichere Digitale Identitäten“ flankiert das Projekt, erweitert die Anwendungsbereiche für elektronische Identifizierungen und verstetigt sie nachhaltig.

Thomas Jarzombek: „Wir müssen hier ein deutlich höheres Tempo bei der Umsetzung an den Tag legen und werden als BMWi hier die Entwicklung pushen.“


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