Pro Einwohner sind in Ostdeutschland mehr Solarstromanlagen installiert als im Westen der Republik

Ostdeutschland hat bei der Photovoltaik klar die Nase vorn: Pro Einwohner ist in den fünf östlichen Flächenländern die installierte Leistung der Solarstromanlagen um das 1,8-Fache höher als in Westdeutschland. Spitzenreiter sind Brandenburg mit einer Nennleistung von 1.412 Kilowatt pro 1.000 Einwohner vor Mecklenburg-Vorpommern (1.102 kWp) und Sachsen-Anhalt (1.085 kWp). Diese Analyse der Photovoltaik-Installationsdaten hat der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) anlässlich des Tags der deutschen Einheit veröffentlicht (vgl. Pressegrafik).
„Solarstrom lässt sich überall in Deutschland inzwischen preiswert erzeugen und bringt insbesondere dem ländlichen Raum bislang wirtschaftliche Vorteile“, sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Erheblichen Nachholbedarf sieht die Solarbranche aber nicht nur in den Innenstädten, sondern im gesamten Bundesgebiet. Erst sieben Prozent des Stromverbrauchs werde aus Solarenergie gedeckt. Körnig: „Gerade in den letzten Jahren ging es deutlich zu langsam voran. Die derzeit von der Bundesregierung geplanten Sonderausschreibungen sind – gemessen an den Klimazielen – leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Und: Ohne eine Beseitigung des schon 2020 erreichten Förderdeckels ist auch die aktuell von der Koalition beschlossene Heraufsetzung der Ausbauziele bis 2030 wertlos!“
Mit Erzeugungskosten von rund 5 Cent pro Kilowattstunde aus neuen großen Solarparks und rund 10 Cent je Kilowattstunde aus PV-Anlagen auf Gebäuden sei auch ein deutlich schnellerer Ausbau der Solarenergie längst kein Strompreistreiber mehr. Er stärke vielmehr strukturschwache Regionen durch Erwerbsmöglichkeiten und Gewerbesteuereinnahmen, erläutert Körnig.

Hintergrund
Wichtigster Grund für die festgestellten regionalen Unterschiede beim bisherigen Ausbau der Photovoltaik in Deutschland ist die Errichtung großer ebenerdiger Solarparks, die in den östlichen Ländern vielfach auf vormals militärisch genutzten Flächen entstanden sind, im Verhältnis zur Bevölkerungsdichte. Wenn bei der Analyse der Installationsdaten allein die für Eigenheimdächer typischen kleinen Photovoltaikanlagen betrachtet werden, schneiden die Bundesländer im Westen besser ab. In Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland produzieren pro Einwohner die meisten Solarstromanlagen der Eigenheimklasse. „Menschen und Unternehmen in Ost und West stehen der Photovoltaik positiv gegenüber“, sagt Körnig. „Die Solarnachfrage zieht spürbar an, wir haben bereits Ende August die Installationsdaten des gesamten Jahres 2017 erreicht.“
Angesichts der Zielverfehlung beim Klimaschutz, dem wachsenden Ökostrombedarf und der Erfolge bei der Kostensenkung fordert der BSW eine Neubewertung und eine deutliche Beschleunigung des Solartechnikausbaus auf rund 10 Gigawatt pro Jahr. „Bestehende Bremsen wie der 52-Gigawatt-Deckel im EEG müssen beseitigt und künstliche Marktbarrieren wie die finanzielle Belastung solaren Eigenverbrauchs beseitigt werden“, so Körnig.
 

Heizölpreis in den letzten 12 Monaten um ein Drittel gestiegen

Zu Beginn der Heizsaison sind die Heizölpreise in Deutschland noch einmal kräftig gestiegen. Allein in den letzten zwölf Monaten legten sie vor dem Hintergrund der angespannten Weltlage um fast ein Drittel zu. Entspannung ist derzeit nicht in Sicht. Neben der Verschärfung des Klimawandels Anlass genug für viele Eigenheimbesitzer, sich eine Solarheizung anzuschaffen oder die bestehenden Heizkessel mit Solarkollektoren nachzurüsten. Bei Haushalten und Fernwärmeanbietern verzeichnet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) derzeit ein wachsendes Interesse an der Solarenergie und stellt sich auf eine anziehende Nachfrage ein.
„Wer sich unabhängiger von steigenden Öl- und Gaspreisen machen möchte, modernisiert sein Heizsystem mit Hilfe der Solarenergie“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW. „Ein Vorteil von Solarheizungen ist, dass sie das ganze Jahr über nachgerüstet werden können und sehr flexibel mit anderen Wärmeerzeugern kombinierbar sind, egal, ob Gas, Öl, Photovoltaik, Biomasse oder Wärmepumpe. Heizkosten lassen sich so schnell reduzieren.“ Nach BSW-Angaben sind in Deutschland bereits über zwei Millionen Solarwärmeanlagen und über 1,6 Millionen Solarstromanlagen in Betrieb.
Der Staat unterstützt den Umstieg auf eine Solarheizung in aller Regel mit mehreren tausend Euro Zuschuss. So werden beispielsweise vom Bundesamt für Wirtschaft (BAFA) für den Einsatz im Gebäudebestand solarthermische Anlagen zur Heizungsunterstützung je nach Größe mit 2.000 bis 5.600 Euro unterstützt. Im Neubau ist der Einbau einer EE-Heizung bereits Pflicht.
Hintergrund
Solarheizungen nutzen die Energie der Sonne, um Wärme für die Warmwasserbereitung und die Raumheizung zu erzeugen. Im Zusammenspiel mit anderen Heizsystemen sorgen sie das gesamte Jahr zuverlässig und kostengünstig für klimafreundliche Wärme. In den Sommermonaten, in der Übergangszeit und auch an sonnigen Wintertagen können Solarwärmeanlagen den Wärmebedarf im Haushalt weitgehend decken, sodass kein Brennstoff verbraucht werden muss. Dank gut isolierter Wärmespeicher, die bei einer Heizungsmodernisierung zum Beispiel am Standort des alten Öltanks installiert werden können, steht die Solarwärme auch nachts zur Verfügung.
Wie effizient Solarwärmeanlagen sind, zeigt das von Elektrogeräten bekannte Energielabel. „Wird eine bestehende Heizungsanlage mit einer Solarthermie-Anlage ergänzt, erreicht sie dadurch mindestens die grüne Kategorie A+“, so Körnig. „Die Effizienzklasse für die Warmwasserbereitung kann mit Solarwärme sogar auf den Spitzenwert A+++ klettern.“
Handwerksbetriebe, die sich auf Solartechnik spezialisiert haben und bei der Beantragung der Fördermittel helfen, findet man auf www.solartechnikberater.de. Wie der Umstieg auf Solarwärme auch in der kalten Jahreszeit gelingt, zeigen der BSW-Kurzfilm „Heizen mit Sonne und Erdgas“ auf Youtube (https://youtu.be/Xt2U9Cypnxc) und das Infoportal www.sonnigeheizung.de.
 

Solarstrom-Ernte von 2017 schon jetzt erreicht

In den ersten neun Monaten dieses Jahres werden die in Deutschland installierten 1,7 Millionen Solarstromanlagen so viel Solarenergie erzeugen wie im gesamten letzten Jahr. Dies teilt der Bundesverband Solarwirtschaft anlässlich des kalendarischen Herbstbeginns an diesem Sonntag mit. Mit rund vierzig Milliarden Kilowattstunden seien in den ersten drei Quartalen dieses Jahres über elf Prozent mehr Solarstrom erzeugt worden als im Vorjahreszeitraum.
Carsten Körnig, BSW-Hauptgeschäftsführer: „Die Freude über die Rekordernte und eine spürbar anziehende Photovoltaik-Nachfrage ist groß. Gleichzeitig wächst aber auch das Unverständnis, warum Deutschland den Solarenergieausbau gesetzlich noch immer stark deckelt. Wir haben erst einen Bruchteil ihres Potenzials für die Energieversorgung gehoben und verfehlen augenscheinlich die Klimaschutzziele. Nach sensationellen Erfolgen bei der Kostensenkung ist jetzt der Zeitpunkt für eine politische Neubewertung und eine deutliche Beschleunigung des Solartechnikausbaus gekommen. Bestehende Bremsen müssen gelöst und künstliche Marktbarrieren beseitigt werden.“
Konkret fordert der BSW von der Politik insbesondere eine umgehende Aufhebung des 52-Gigawatt-Deckels im EEG, eine Vervielfachung der jährlichen Photovoltaik-Ausbauziele für Solarparks, Wohn- und Gewerbequartiere sowie die Beseitigung ungerechtfertigter Abgaben für solare Selbstversorger und Mieterstrombezieher. Zur Einlösung verschärfter Klimaziele, zur Flankierung des Atom- und Kohleausstiegs sowie vor dem Hintergrund des zu erwartenden steigenden Stromverbrauchs unter anderem für die Elektromobilität seien diese Maßnahmen überfällig.

Solarstrom erzeugen und verbrauchen – Forschungsprojekt untersucht Solarstrom-Prosumenten-Konzepte in der EU

In einer ersten Bestandsaufnahme hat das EU-geförderte Forschungsprojekt PVP4Grid einige grundlegende Beobachtungen zur individuellen und kollektiven Nutzung von vor Ort erzeugtem Solarstrom gemacht. Der Bericht unterscheidet drei Prosumenten-Konzepte und untersucht die jeweiligen regulatorischen Rahmenbedingungen: Individueller Eigenverbrauch, gemeinsame Nutzung einer Photovoltaik-Anlage innerhalb eines Gebäudes und Solarstromversorgung auf Quartiersebene. Individueller Eigenverbrauch – wenn also Anlagenbetreiber (Produzent) und Stromverbraucher (Konsument) identisch sind – ist demnach in allen untersuchten Ländern rechtlich möglich. Immerhin fünf der acht Länder erlauben die gemeinsame Nutzung einer Photovoltaik-Anlage innerhalb eines Gebäudes – in Belgien, Italien und Spanien ist sie explizit verboten. Die Solarstromversorgung auf Quartiersebene mit Nutzung des öffentlichen Stromnetzes ist bislang nur in zwei der untersuchten Länder – in Frankreich und den Niederlanden – rechtlich möglich und wirtschaftlich umsetzbar.
„Die Analyse bestehender Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern stellt eine wichtige Grundlage für die weitere Arbeit von PVP4Grid dar. Ziel des internationalen Projektes ist es, einen Beitrag zur Entwicklung verbesserter Prosumenten-Konzepte und für die Verbreitung verbrauchsnaher Solarstromnutzung zu leisten“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des projektkoordinierenden Bundesverbands Solarwirtschaft.
Welches Potenzial die verschiedenen Prosumenten-Konzepte für die Photovoltaik (PV) entfalten können, hängt auch von den vorherrschenden Fördermechanismen ab. So spielt etwa bei älteren PV-Kleinanlagen, bei denen die Vergütung für den eingespeisten Solarstrom noch über dem aktuellen Strompreis für Endkunden liegt, individueller Eigenverbrauch naturgemäß nur eine untergeordnete Rolle. Untersucht wurden die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen in Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien.
Neben der ausführlichen englischsprachigen Studie hat PVP4Grid Berichte in den jeweiligen Landessprachen veröffentlicht, die die Situation in den einzelnen Ländern darstellen, sowie eine englischsprachige Zusammenfassung dieser Berichte. Sie sind auf der Website von PVP4Grid verfügbar: www.pvp4grid.eu/pv-prosumer-concepts/ 
 
Über PVP4Grid
PV-Prosumers4Grid (PVP4Grid) ist ein EU-gefördertes Projekt mit zwölf Partnern aus acht verschiedenen europäischen Ländern. Das Hauptziel von PVP4Grid ist es, den Marktanteil und den Marktwert von Photovoltaik (PV) zu erhöhen, indem Verbraucher in die Lage versetzt werden, auf netzdienliche Art zu PV-Prosumenten zu werden.
PVP4Grid zielt auf eine bessere Integration von PV ins Energiesystem mit einem Schwerpunkt auf Marktintegration ab. Neue Management- und Geschäftsmodelle, die PV, Speicher, flexible Nachfrage und andere Techniken zu einem kommerziell tragfähigen Produkt vereinen, werden bewertet, verbessert, umgesetzt und ausgewertet werden.
Um dies zu erreichen, werden ausführliche Leitfäden für Prosumenten und Verteilnetzbetreiber sowie politische Empfehlungen für nationale und europäische Entscheidungsträger darüber, wie der passende Regulierungsrahmen für Prosumption erreicht werden kann, entwickelt. Zudem wird ein Online-Tool erstellt, mit dem Prosumenten eine wirtschaftliche Bewertung von PV-Prosumenten-Projekten erhalten können.

Rekordsommer und gesunkene Kosten beflügeln Photovoltaik-Nachfrage

Solarstrom-Nachfrage 50 Prozent über Vorjahr
Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) wurden in Deutschland im ersten Halbjahr 2018 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.340 Megawattpeak neu installiert – fast 50 Prozent mehr neue Solarstromleistung als im Vorjahreszeitraum (901 MWp). Dies sei primär auf gesunkene Preise, aber auch auf den aktuellen Rekordsommer zurückzuführen. Der Branchenverband fordert die Bundesregierung auf, die hohe Investitionsbereitschaft bei Bürgern und Unternehmen künftig noch stärker zu nutzen, um wachsende Klimaschäden mit Hilfe der Solarenergie zu vermeiden. Verbliebende Marktbarrieren und Ausbaudeckel für die Solarenergie sollten nunmehr schnell beseitigt werden.
Die in Deutschland bereits installierten rd. 1,6 Millionen Solarstromanlagen haben von Januar bis Juni 2018 rund 23,6 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom erzeugt, rund acht Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2017. An einem Sommertag kann eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 5 Kilowatt auf dem Dach eines typischen Eigenheims etwa 30 Kilowattstunden Solarstrom produzieren. Das reicht nach BSW-Angaben zum Beispiel für eine 200-Kilometer-Tour mit dem Elektroauto.
Immer mehr Verbraucher legen sich neben einer Photovoltaikanlage auch einem Solarstromspeicher zu. So können sie den günstigen und klimafreundlichen Strom aus eigener Erzeugung auch nach Sonnenuntergang nutzen. Für den Strom, den sie nicht selbst verbrauchen, erhalten sie eine für zwanzig Jahre garantierte Einspeisevergütung bzw. Marktprämie nach dem Erneuerbaren-Energien Gesetz (EEG). Infolge des relativ starken Marktwachstums sinkt diese für Neuanlagen in den nächsten drei Monaten um jeweils 1 Prozent.
Hintergrund
Die Bundesnetzagentur hat am 31. Juli die aktuellen Photovoltaik-Meldedaten veröffentlicht. Die jüngsten Daten bekräftigen vorsichtige BSW-Erwartungen aus dem Frühjahr, 2018 erstmals seit einigen Jahren wieder das jährliche Photovoltaik-Ausbauziel der Bundesregierung zu erreichen. Mit 2.500 Megawatt im Jahr liegt dies allerdings weit unter den von Energieexperten für einen wirksamen Klimaschutz für notwendig erachteten Zubauzahlen.
 

Energielabel für Verbundheizungsanlagen kommt nur langsam im Markt an

Knapp drei Jahre nach der europaweiten Einführung des Energieeffizienzlabels kommt das Verbundanlagenlabel nur langsam im Markt an. Dieses Fazit zieht das Konsortium des nun endenden Projekts „LabelPack A+“, das die Einführung des Energieeffizienzlabels für Heizungen, Warmwasserbereiter und Kombinationen in sechs europäischen Ländern erleichtern soll. „Als Label, das erstmalig auch Verbundanlagen in ihrer Energieeffizienz bewertet, ist das EU-Label deutlich komplexer als die vorherigen, bekannten Effizienzlabels aus anderen Segmenten“, sagt Pedro Dias, Generalsekretär des europäischen Verbands Solar Heat Europe/ESTIF. „Die Komplexität spiegelt sich leider auch bei der Akzeptanz des Labels beim Handwerker und Endkunden wider. Es wird bisher noch nicht in dem Maße nachgefragt, wie wir ursprünglich erwartet hatten.“
Wegen der zurückhaltenden Akzeptanz lag ein Schwerpunkt des Projekts auf der Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen für das Label und seinen Einsatz. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Solarwirtschaft, zum Projektabschluss: „Es ist sicher so, dass ein neues Label Zeit benötigt, sich am Markt zu etablieren. Bisher überwiegt für Industrie und Handwerk aber eindeutig der Aufwand, während Endkunden sich mit den vielen verschiedenen Informationen der Labels schwertun“, berichtet Körnig. „Wir haben dazu beigetragen, dass die Erfahrungen von Herstellern sowie Vertretern der Handwerkerschaft, öffentlichen Institutionen in Deutschland und Verbraucherschützern an die EU-Kommission zurückgespiegelt wurden und hoffen auf eine Berücksichtigung dieser Vorschläge bei künftigen Novellierungen.“ Bis es soweit ist, arbeiten vielen Firmen der Solarwärmebranche selbst an einem eigenen Label, da ihre Interessen bisher nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Im Projekt wurden zahlreiche Informationsveranstaltungen und Handwerkerschulungen organisiert, Onlinetools erarbeitet und Materialien für das Fachpublikum erstellt. In den letzten Projektmonaten wurde – neben einer umfassenden Evaluierung des Labels und der Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen – nochmals umfassend per Social Media über das Label informiert, um Endkunden und Handwerker zu erreichen. Ebenfalls wurde das in fünf Sprachen verfügbare Label-Berechnungstool aktualisiert und dessen Anwendung verbessert. Es wird weiterhin zur Verfügung stehen und in Kooperation mit dem Solar-Keymark-Network weitergepflegt.
Für weitere Informationen, konsultieren Sie bitte die Webseite www.label-pack-a-plus.eu .
Hinweise für den Herausgeber
Das Projekt LabelPack A+ wurde im Rahmen des EU-Horizon2020-Forschungs- und Innovationsprogramms unter der Fördervereinbarung Nr. 649904 gefördert. Umgesetzt wurde es durch elf Partnerorganisationen in sechs EU-Ländern. Der Projektkoordinator war Solar Heat Europe/ESTIF.
 

Bundesländer wollen verstärkt Solarenergie ernten

Als drittes Bundesland nach Bayern und Baden-Württemberg will Hessen künftig Standorte auf sogenannten „benachteiligten Flächen“ für Solarkraftwerke zur Verfügung stellen. Dabei handelt es sich um ertragsschwache landwirtschaftliche Flächen. Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. begrüßt dieses Ansinnen und geht davon aus, dass weitere Bundesländer in den nächsten Monaten folgen werden und in erforderlichem Umfang Flächen für die Solarstromerzeugung bereitstellen.
Photovoltaik verfügt über eine herausragende Flächeneffizienz. Auf einem durchschnittlichen unverschatteten Eigenheimdach lässt sich rechnerisch problemlos der Jahresstrombedarf einer fünfköpfigen Familie inklusive Strombedarf für das eigene E-Auto decken. Um in den nächsten 20 bis 30 Jahren die Vollversorgung eines Industrielandes aus Erneuerbaren Energien zu erreichen, wird sich der Solarstrombedarf in Deutschland in den nächsten Jahren vervielfachen. Damit wächst auch der Bedarf an geeigneten Standorten für die Solarstromerzeugung. Neu errichtete Solarparks können Solarstrom inzwischen bereits für rund 5 Cent je Kilowattstunde erzeugen.
BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig: „Neben Dach- und Fassadenflächen müssen deshalb verstärkt auch Freiflächen für eine gute Sonnenernte erschlossen werden. Sie treffen in der Bevölkerung auf höchste Akzeptanzwerte, da sie kaum Eingriffe in Natur und Landschaft darstellen. Wir rechnen deshalb mit einem verstärkten Solarengagement der Bundesländer und empfehlen diesen, bereits zeitnah vergleichbare Verordnungen wie in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg zu verabschieden. Wer auch wirtschaftlich von dem wachsenden Ökostrombedarf profitieren möchte, sollte bald folgen und dabei auf enge Mengenbegrenzungen verzichten.“
Nach BSW-Erwartung dürfte die Errichtung von Solarparks künftig auf besonderes Interesse auch in den Bundesländern stoßen, die von dem geplanten Ausstieg aus dem Kohlebergbau betroffen sind. „Erneuerbare Energien schaffen Jobs und Wertschöpfung. Für einen erfolgreichen regionalen Strukturwandel beim Kohleausstieg sollten gerade auch Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Brandenburg bei der Standortausweisung für Solarparks vorangehen“, so Körnig.
Von der Bundesregierung erwartet sich der BSW im Herbst eine Umsetzung der im Koalitionsvertrag für die Jahre 2019 und 2020 angekündigten Sonderausschreibungen und eine weitere Lockerung von Standortrestriktionen insbesondere in den vom Strukturwandel betroffenen Regionen. Darüber hinaus forderte der BSW in den letzten Monaten wiederholt eine generelle Anhebung der Ausbauziele sowie die Abschaffung von Ausbaudeckeln und Marktbarrieren für die Photovoltaik auch im Gebäudesektor.

Photovoltaik-Nachfrage in Betrieben im ersten Quartal um 50 Prozent gestiegen

Juni 2018 – Immer mehr Gewerbe- und Industriebetriebe in Deutschland sichern sich mit der eigenen Photovoltaikanlage verlässliche Strompreise und senken ihren CO2-Ausstoß. Allein im ersten Quartal dieses Jahres stieg nach Berechnungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft die installierte Leistung gewerblicher Photovoltaikanlagen gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 218,9 um 50 Prozent auf 328,3 Megawatt (vgl. Pressegrafik). Um Unternehmen den Einstieg in die Solarstromnutzung zu erleichtern, bringen der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) das Faktenpapier „Eigenerzeugung, Eigenversorgung, Mieterstrom und Stromdirektlieferung“ heraus, das heute anlässlich der Weltleitmesse Intersolar Europe in München vorgestellt wurde.
„Gerade der Mittelstand kann mit der eigenen Photovoltaikanlage die Energiekosten senken und zugleich einen wichtigen Beitrag für die Energiewende leisten. Das ist für die Akzeptanz der Energiewende in der Wirtschaft von nicht zu unterschätzender Bedeutung“, sagt Dr. Sebastian Bolay, Leiter des Referats Strommarkt, erneuerbare Energie beim DIHK.
„Die Photovoltaik-Technologie ist im vergangenen Jahrzehnt um mehr als 75 Prozent günstiger geworden. Dadurch ist heute selbst erzeugter Solarstrom auch für den industriellen Mittelstand preiswerter als Elektrizität vom Versorger. Stromkunden mit Lastgangmessung können die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik-Investition zusätzlich steigern, wenn sie mit selbsterzeugtem Solarstrom und Batteriespeicher die Jahreshöchstleistung und damit die Energiekosten senken können“, erläutert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.
Das Faktenpapier kann hier kostenlos heruntergeladen werden. Die im Text erwähnte Pressegrafik sowie weitere Grafiken finden Sie hier: https://www.solarwirtschaft.de/pressegrafiken.html

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