Patientenverfügung: Für den Fall der Fälle
Obwohl die meisten schon davon gehört haben und sich auch damit beschäftigen wollen, geben nur vier von zehn Personen an, eine Patientenverfügung erstellt zu haben. Das berichtet die Zeitschrift Finanztest in der Dezember-Ausgabe und zeigt, wann eine Patientenverfügung sinnvoll ist, was dabei wichtig ist und was im Fall einer Covid-19-Behandlung gilt.

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Versicherungsberatung: Guter Rat ist selten in puncto Beratungsqualität

Vergleichs­portale, Versicherungs­vertreter, Versicherungs­makler und Makler-Apps, unabhängige Versicherungs­berater – es gibt viele Wege zum Versicherungs­schutz.

 

Beim Test der Beratung zur privaten Krankenversicherung bei vier Versicherungsmaklerfirmen schaffte nur eine in puncto Beratungsqualität knapp das Urteil Gut. Zwei weitere berieten befriedigend, eine nur ausreichend. Im Test waren die Maklerfirmen Hoesch & Partner GmbH, Plansecur Finanz GmbH, Dr. Klein Privatkunden AG und MLP Finanzberatung SE. Alle verdienen am Verkauf von Versicherungsverträgen.
Insgesamt 32-mal ließen sich die Tester mit der gleichen Legende zu der Frage beraten, ob sie in eine private Krankenversicherung wechseln sollten. Obwohl der Wechsel aufgrund der persönlichen Situation der Testkunden aus Sicht der Stiftung Warentest nicht empfehlenswert gewesen wäre, wurde in 21 der 32 Gespräche dieser Schritt empfohlen. Einzelne Makler stellten die private Krankenversicherung als Modell zum Geldsparen dar, was für die Testkunden mit zwei Kindern oder entsprechendem Kinderwunsch mehr als fraglich ist. In vielen Fällen vergaßen die Makler, wichtige Fragen zur persönlichen Situation der Kunden zu stellen.
Zu Versicherungen beraten nicht nur Versicherungsmakler. Es gibt außerdem Versicherungsberater und Versicherungsvertreter. Anders als Makler und Vertreter bekommen Versicherungsberater keine Provisionen von den Versicherungsgesellschaften. Sie erhalten ein Honorar vom Kunden. Die Zeitschrift Finanztest rät, sich bei sehr wichtigen Entscheidungen wie der für eine Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung nicht allein auf eine Beratung zu verlassen, sondern sich eine Zweitmeinung einzuholen. Dabei sollte ein eventuell bestehendes Betreuungsverhältnis mit einem Makler oder Vertreter berücksichtigt werden. Eine weitere Möglichkeit sind die Verbraucherzentralen, die kostenpflichtig zu Versicherungsfragen beraten und keine Verträge vermitteln.
Der Test Versicherungsberatung findet sich in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/versicherungsberatung abrufbar.

 

So beraten Versicherungs­makler, -berater und -vertreter

Was Menschen auf der Suche nach einer unabhängigen Versicherungs­beratung oft nicht wissen: Versicherungs­vertreter und -makler bekommen Geld von Versicherern, wenn Kunden über sie einen Vertrag abschließen – auch Vergleichs­portale funk­tionieren nach demselben Prinzip. Versicherungs­berater erhalten dagegen nur vom Kunden Geld. Die Stiftung Warentest beleuchtet die verschiedenen Geschäfts­modelle und hat außerdem getestet, wie gut große und mittel­große Versicherungs­makler-Firmen beraten, wenn es um eine kniff­lige Versicherungs­frage geht.

Diese Regeln gelten für alle Versicherungs­vermittler

Vermittler ist der Ober­begriff für alle, die als Bindeglied zwischen einem Versicherungs­unternehmen und einem Kunden stehen. Derzeit verzeichnet das Vermitt­lerregister (Stand 2020) mehr als 196 000 Versicherungs­vermittler, darunter sind Versicherungsvertreter, Versicherungsmakler und Versicherungsberater.

Vertreter und Makler bekommen Geld vom Versicherer

Vertreter und Makler erhalten Geld vom Versicherer, Berater nur vom Kunden. Bei den Versicherungs­vertretern heißt diese Vergütung Provision, bei den Versicherungs­maklern Courtage. Dabei zahlen manche Versicherungs­unternehmen mehr als andere. Außerdem gibt es für die Vermitt­lung einer Berufsunfähigkeitspolice, einer privaten Krankenversicherung oder eines Altersvorsorgevertrags in der Regel eine höhere Vergütung als etwa für eine Auslandskrankenversicherung oder eine Privathaftpflichtpolice. Auch für die Bestands­pflege – dazu gehören Verwaltung und Aktualisierung der laufenden Verträge – bekommen Vertreter und Makler Geld.

Berater dürfen nur Geld vom Kunden nehmen

Versicherungs­berater beraten ihre Kunden, ohne dafür eine Vergütung vom Versicherer zu bekommen. Sie verlangen statt­dessen ein Honorar vom Kunden, in der Regel rechnen sie nach Stunden ab.

Gesetzliche Regeln für Vertreter, Makler und Berater

Wer Versicherungen vermittelt und dazu berät, muss sich an gesetzlich fest­gelegte Regeln halten:

  • Erst­information. Ein Kunde muss beim ersten Geschäfts­kontakt Informationen erhalten, ob der Vermittler ein Vertreter, Makler oder Versicherungs­berater ist. Diese Information muss in Text­form erfolgen.
  • Beratungs­protokoll. Kommt es zum Abschluss eines Versicherungs­vertrags, muss der Vermittler sowohl den Kunden­wunsch als auch seine eigene Empfehlung schriftlich dokumentieren. Das soll Kunden helfen, Schaden­ersatz­ansprüche durch­zusetzen, wenn sie falsch beraten wurden. In der Praxis kommt es vor, dass Kunden schriftlich erklären, auf die Dokumentation zu verzichten. Dann ist der Vermittler von der Pflicht entbunden. Die Stiftung Warentest rät Kunden davon ab, sich darauf einzulassen.
  • Infos zum Vertrag. Für jeden beantragten Versicherungs­vertrag müssen die Kundinnen und Kunden die Vertrags­bedingungen und ein Produkt­informations­blatt erhalten. Dies muss maßgebliche Daten enthalten, beispiels­weise die Höhe des Versicherungs­beitrags und die Vertrags­lauf­zeit.

Steck­brief: Versicherungs­vertreter

Die größte Gruppe der Vermittler sind die Versicherungs­vertreter. Sie vermitteln entweder ausschließ­lich Tarife eines einzigen Versicherungs­unter­nehmens oder sind als Mehr­fach­vertreter für mehrere Versicherer tätig und vertreiben deren Produkte.
Vertreter verkaufen Versicherungen, betreuen die bei ihnen bestehenden Verträge und beraten dazu. Der Unterschied zum Versicherungsmakler besteht darin, dass sowohl Einfach- als auch Mehr­fach­vertreter von Versicherungs­gesell­schaften beauftragt werden. Sie stehen also im Lager der Versicherer.
Kurz­beschreibung. Versicherungs­vertreter arbeiten im Auftrag für eine oder mehrere Versicherungs­gesell­schaften und vermitteln ausschließ­lich deren Angebote an die Kunden. Es gibt rund 117 500 an Unternehmen gebundene Vertreter und 27 860 mit eigener Zulassung (Stand 2020).
Bezahlung. Die Vertreter erhalten von der Versicherungs­gesell­schaft Provisionen für die Vermitt­lung neuer Verträge und für die Kunden­betreuung in laufenden Verträgen. Das ist in die Versicherungs­beiträge einkalkuliert.
Sachkunde­prüfung. Gebundene Versicherungs­vertreter brauchen, anders als Vertreter mit eigener Zulassung, keine Sachkunde­prüfung bei der Industrie- und Handels­kammer abzu­legen. Es reicht aus, wenn bei der Versicherungs­gesell­schaft genügend vertretungs­berechtigte Personen (etwa Geschäfts­führer, Prokuristen) die Sachkunde nach­weisen.
Schaden­ersatz für Falsch­beratung. Wenn Kunden durch falsche Beratung ein Schaden entstanden ist, haftet die Versicherungs­gesell­schaft für gebundene Vertreter. Vertreter mit eigener Zulassung haften persönlich und müssen für diese Fälle eine Berufs­haft­pflicht­versicherung haben.
Betreuung im laufenden Vertrag. Laufende Betreuung, etwa im Schadens­fall, gehört zur Aufgabe und wird Kunden nicht extra in Rechnung gestellt. Bei Konflikten sind Vertreter den Interessen der Versicherungs­gesell­schaft verpflichtet.
Betreuung aller Kunden­verträge. Versicherungs­vertreter betreuen diejenigen Verträge, die der Kunde oder die Kundin bei „ihren” Versicherungs­gesell­schaften besitzt.

Steck­brief: Versicherungs­makler

Versicherungs­makler sind vertraglich nicht an ein Versicherungs­unternehmen gebunden. Sie können zwischen verschiedenen Produkten vieler Versicherer auswählen. Teil­weise handeln sie für eine Police einen güns­tigeren Preis oder einen höheren Leistungs­umfang aus als markt­üblich. Außerdem betreut eine Maklerin oder ein Makler einen Kunden in der Regel mit allen laufenden Policen. Ändert sich ein Risiko beim Kunden, muss der Makler auf notwendige Vertrags­anpassungen hinweisen.
Der Bundes­gerichts­hof bezeichnet den Makler als „treuhänderischen Sach­walter des Versicherungs­nehmers“. Versicherungs­makler werden per Mandat vom Kunden beauftragt. Sie stehen also im Lager der Kunden. Seit einigen Jahren gibt es auch digitale Makler, die ihre Dienst­leistung beispiels­weise per App oder als Vergleichs­portal (z. B. Check24) anbieten.
Kurz­beschreibung. Versicherungs­makler vergleichen und vermitteln Angebote mehrerer Versicherungs­gesell­schaften. Sie können mit einer Voll­macht im Namen der Kunden Versicherungs­verträge abschließen, kündigen oder ändern. Es gibt rund 46 000 Versicherungs­makler (Stand 2020).
Bezahlung. Makler erhalten von Versicherungs­gesell­schaften Courtage für die Vermitt­lung neuer Verträge und für die Kunden­betreuung in laufenden Verträgen. Das ist in die Beiträge einkalkuliert. Ob Makler für bestimmte Leistungen Honorare von Kunden nehmen dürfen, ist umstritten.
Sachkunde­prüfung. Versicherungs­makler müssen eine Sachkunde­prüfung bei der Industrie- und Handels­kammer ablegen und sich regel­mäßig weiterbilden. In Maklerfirmen reicht es aus, wenn genügend vertretungs­berechtigte Personen (etwa der Geschäfts­führer) die Sachkunde nach­weisen.
Schaden­ersatz für Falsch­beratung. Makler haften persönlich, wenn Kunden durch falsche Beratung ein Schaden entstanden ist. Sie müssen für diese Fälle eine Berufs­haft­pflicht­versicherung oder als Unternehmen eine entsprechende Versicherung haben.
Betreuung im laufenden Vertrag. Unterstüt­zung, etwa im Schadens­fall, gehört zur Aufgabe eines Versicherungs­maklers und wird den Kunden nicht extra in Rechnung gestellt. Bei Konflikten mit dem Versicherer vertreten Versicherungs­makler die Interessen der Kunden.
Betreuung aller Kunden­verträge. Versicherungs­makler erhalten in der Regel eine Voll­macht, sodass sie alle Versicherungs­verträge ihrer Kunden betreuen und in ihrem Namen kündigen, neu abschließen oder Tarife ändern können.

Steck­brief: Versicherungs­berater

Versicherungs­berater, die sich auch unabhängige Versicherungs­berater nennen, verkaufen keine Policen, sondern beraten neutral bei der Auswahl des notwendigen Schutzes, suchen geeignete Tarife heraus und unterstützen im Schadens­fall. Sie dürfen von den Versicherern keine Provision oder Courtage annehmen. Kunden zahlen für die Beratung ein Honorar, üblich ist ein Stunden­satz.
Kurz­beschreibung. Versicherungs­berater sind unabhängig und haben keine Geschäfts­beziehung zu Versicherungs­gesell­schaften, sondern ausschließ­lich zu ihren Kunden. Sie vergleichen Angebote und dürfen auch Verträge vermitteln. Es gibt in Deutsch­land derzeit 331 Versicherungs­berater (Stand 2020).
Bezahlung. Versicherungs­berater erhalten kein Geld von Versicherungs­gesell­schaften, sondern Honorar von den Kunden. Enthalten die Versicherungs­beiträge eine Provision, muss der Versicherer den Kunden davon etwas gutschreiben. In der Praxis funk­tioniert das nicht immer.
Sachkunde­prüfung. Versicherungs­berater müssenin der Regel eine Sachkunde­prüfung bei der Industrie- und Handels­kammer ablegen und sich regel­mäßig weiterbilden. Für Versicherungs­berater­unternehmen reicht es laut Gesetz aus, wenn genügend vertretungs­berechtigte Personen (etwa Geschäfts­führer) die Sachkunde nach­weisen.
Schaden­ersatz für Falsch­beratung. Versicherungs­berater haften persönlich, wenn Kunden durch falsche Beratung ein Schaden entstanden ist. Sie müssen für diese Fälle eine Berufs­haft­pflicht­versicherung oder als Unternehmen eine entsprechende Versicherung haben.
Betreuung im laufenden Vertrag. Für Betreuung im laufenden Vertrag, etwa im Schadens­fall, zahlen Kunden ein Honorar – wie für eine erneute Beratung. Bei Konflikten mit dem Versicherer vertreten Versicherungs­berater die Interessen der Kunden.
Betreuung aller Kunden­verträge. Versicherungs­berater betreuen Kunden in der Regel zu einem konkreten Anliegen. Das kann mehrere Versicherungen betreffen, umfasst aber keine laufende Betreuung aller Verträge.

Hier können Sie sich beschweren

Bei Problemen mit der Versicherungs­beratung und -vermitt­lung können Sie einen unabhängigen Schlichter einschalten. Für die private Kranken­versicherung (PKV) gibt es den PKV-Ombudsmann. Für alle anderen Versicherungen wenden Sie sich an den Versicherungs-Ombudsmann.
Quelle: Stiftung Warentest

Patientendaten-Schutz-Gesetz: Digitalisierung im Gesundheitswesen voranbringen

Die digitale Vernetzung bietet große Chancen für die medizinische und pflegerische Versorgung in Deutschland. Das Gesetz zum Schutz elektronischer Patientendaten in der Telematikinfrastruktur wird dazu beitragen, die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzubringen. Es wurde nun vom Bundesrat gebilligt.
 

Röntgenbildern lassen sich ab 2022 in der elektronischen Patientenakte speichern.

 
Ab dem 1. Januar 2021 werden die Krankenkassen die elektronische Patientenakte zur Verfügung stellen, die schrittweise weiterentwickelt und nutzbar gemacht wird. Ziel ist, eine sichere, nutzerfreundliche und barrierefreie digitale Kommunikation zwischen Behandelnden und Patientinnen und Patienten zu ermöglichen und hierdurch Abläufe im Behandlungsalltag zu vereinfachen.
Neben Befunden, Arztberichten oder Röntgenbildern lassen sich ab dem Jahr 2022 auch der Impfausweis, der Mutterpass, das gelbe Untersuchungsheft für Kinder und das Zahnbonusheft in der elektronischen Patientenakte speichern.
 

Patienten entscheiden über ihre Daten

Die Nutzung der elektronischen Patientenakte ist für die Versicherten freiwillig. Welche Daten werden gespeichert?  Wer darf zugreifen? Werden Daten wieder gelöscht? Über all diese Fragen werden künftig die Versicherten entscheiden.
Klare Regeln für Datenschutz, Datensicherheit und datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit werden dafür sorgen, dass sensible Gesundheitsdaten wie Befunde, Diagnosen, Medikationen oder Behandlungsberichte bestmöglich geschützt sind.
 

Ausbau der digitalen Anwendungen

Vorgesehen ist ferner die stufenweise Einbindung weiterer innovativer digitaler medizinischer Anwendungen in die Telematik-Infrastruktur:

  • Die elektronische Verordnung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln mittels E-Rezept soll ab dem 1. Januar 2022 möglich sein. Mithilfe einer App soll sich das E-Rezept direkt auf das Smartphone laden lassen.
  • Auch Überweisungsscheine sollen zukünftig in elektronischer Form übermittelt werden können.
  • Zudem sollen weitere Leistungserbringer an die Telematik-Infrastruktur angebunden werden, beispielsweise Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen. Auch die Angehörigen der Pflegeberufe sollen künftig einen Zugriff auf die elektronische Patientenakte erhalten können.

Der Bundestag hat das Gesetz zum Schutz elektronischer Patientendaten in der Telematikinfrastruktur am 3. Juli beschlossen, am 18. September hat das Gesetz den Bundesrat passiert.

Ärztinnen und Ärzte erhalten eine Vergütung, wenn sie die Versicherten bei der Nutzung der elektronischen Patientenakte und der Verarbeitung von Daten in der elektronischen Patientenakte unterstützen; Krankenhäuser erhalten hierfür einen Zuschlag. Auch Apothekerinnen und Apotheker werden dafür vergütet, wenn sie den Versicherten helfen, die elektronische Patientenakte zu befüllen und zu nutzen.

Marketing-Mix-Analyse: Krankenhauszusatzversicherung 2020

Die Performances von zehn Versicherern für Krankenhauszusatzversicherungen zeigen eine enorme Bandbreite in den analysierten Marketingbereichen. Die Möglichkeiten in den Social Media werden nur ansatzweise genutzt.
 
Zehn analysierte Versicherer offerieren zwischen zwei und vier Produkte für Krankenhauszusatzversicherungen. Eine Vergleichsanalyse der insgesamt 30 Produkte zeigt über 40 verschiedene Produktfeatures auf. In 78 Prozent der Produkte findet sich das Feature Zwei-Bett-Zimmer, vier Prozent beinhalten eine Haushaltshilfe bei Krankenhausaufenthalten.
 
Eine weitere Analyse vergleicht die monatlichen Beiträge mittels zehn durchgerechneten Nutzerprofilen. Hier ist die Beitragsspanne breit gestreut. Häufig belaufen sich die monatlichen Beiträge beim teuersten Anbieter auf mehr als das Dreifache des günstigsten Anbieters. Vier der zehn Anbieter präsentieren sich in mindestens einem Profil als günstigster Versicherer. Advigon und Axa finden sich häufig unter den günstigsten Versicherern.
 
In Vergleichsportalen ist die Präsenz der Versicherer überraschend heterogen: drei Anbieter sind in weniger als 20 Prozent der analysierten Portale gelistet. Gothaer und Hallesche zeigen eine Top-Portalpräsenz hinsichtlich Anzahl der genutzten Portale sowie der Top 10-Platzierungen. Ein weiteres Standbein der Distribution stellen die Serviceteams, die den Direktkontakt zum Interessenten oder Kunden bilden. Deren Performance hinsichtlich Antwortqualität liegt bei Telefonanfragen im Durchschnitt bei unter 50 Prozent.
 
Im Bereich der Kommunikation setzen die Versicherer einzelne Schwerpunkte. Anzeigen in Suchmaschinen oder Werbung schalten jeweils nur vier der zehn Versicherer. Die Möglichkeiten in den Social Media werden nur ansatzweise genutzt. Im Durchschnitt ergeben sich lediglich 0,7 relevante Beiträge pro Anbieter und Jahr auf Facebook, Twitter oder YouTube. Und auch in der Presse spielt das Thema Krankenhauszusatzversicherung so gut wie keine Rolle. Im Durchschnitt veröffentlichen die Versicherer weniger als eine Pressemitteilung pro Jahr, die Presseresonanz ist entsprechend gering.
 
Sowohl das abschließende Marketingranking, als auch die Einzelrankings der vier analysierten Marketing-Mix-Bereiche zeigen eine enorme Bandbreite zwischen der jeweils schwächsten und stärksten Performance. Drei der zehn untersuchten Versicherer belegen Spitzenplätze in den vier analysierten Marketing-Mix-Bereichen.
 
 
Über die Studie:
Die ‚Marketing-Mix-Analyse Krankenhauszusatzversicherung 2020‘ von research tools gibt auf 335 Seiten Einblick in das Marketingverhalten der zehn berücksichtigten Anbieter Advigon, Axa, Central, DFV, DKV, Gothaer, Hallesche, Ottonova, UKV, Württembergische. Analysiert wurden die vier Marketing-Ps Product, Price, Place, Promotion. Stärken-Schwächen-Analyse und Marketing-Ranking führen sämtliche Ergebnisse zusammen und eine statistische Marketing-Positionierung visualisiert die Ergebnisse.

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