Corona-Hilfsangebote kamen nicht bei allen an

Eine Studie betrachtet die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise auf private Haushalte von Erwerbstätigen und zeigt, von wem Corona-Hilfsangebote genutzt wurden oder aber, warum nicht.

Knapp ein Viertel der Haushalte (24,3 Prozent) in Deutschland gab bei einer Befragung im Rahmen einer Studie an, während der Corona-Krise Verluste beim Nettohaushaltseinkommen verzeichnet zu haben.

Bei zusätzlicher Einbeziehung von Vermögensverlusten steigt der prozentuale Anteil aller betroffenen Haushalte sogar auf knapp 43 Prozent. Davon haben rund 16 Prozent verschiedene von Bund oder Ländern initiierte Corona-Hilfsangebote genutzt. Insgesamt hat knapp jeder zehnte Privathaushalt (9,2 Prozent) in Deutschland mindestens eines der Corona-Hilfsangebote in Anspruch genommen. Besonders häufig traf das auf das Bonus-Kindergeld in Höhe von 300 Euro und Kurzarbeitergeld zu. Selbstständige hingegen griffen bevorzugt auf Corona-Soforthilfen zurück. Aber rund jeder sechste Haushalt (19 Prozent), der eigentlich persönlichen Unterstützungsbedarf sah, nutzte keines der verfügbaren Corona-Hilfsangebote. Die Studie war im Rahmen eines akademischen Gemeinschaftsprojekts auf den Höhepunkt der zweiten Pandemie-Welle zwischen Dezember 2020 und Januar 2021 fokussiert.

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Einkommensverluste in manchen Personengruppen häufiger

Zahlreiche Corona-Hilfsangebote waren speziell an Selbstständige und Kleinunternehmer adressiert. Offensichtlich zu Recht, wie die inzwischen ermittelten Zahlen verdeutlichen. Von diesen beiden Gruppen war fast jeder Zweite (44 Prozent) von Einkommenseinbußen betroffen. Zum Vergleich: unter den Angestellten waren es 22 Prozent. In der Gruppe der Mini-Jobber hatte ein gutes Drittel (34 Prozent) Einkommenseinschnitte zu verzeichnen. Auch für Alleinerziehende mit rund 30 Prozent und die jüngere Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren mit rund 26 Prozent ging die Corona-Pandemie mit überdurchschnittlichen Verlusten einher. Weitere Differenzierungen ermittelte die Studie unter anderem nach Geschlecht, Bildungsabschluss, Wohnort, Einkommens- und Vermögenssituation, Staatsangehörigkeit oder Wohneigentümer beziehungsweise Mieter.

Warum kam die Unterstützung nicht bei allen an?

Die möglichen Corona-Hilfsangebote erreichten vor allem jüngere Menschen und Selbstständige. Im Gegensatz gaben Alleinerziehende, geringfügig Beschäftigte beziehungsweise nicht oder nur gelegentlich Erwerbstätige im Schnitt häufiger an, dass sie keine Corona-Hilfsangebote in Anspruch genommen haben. Das gilt selbst dann, wenn Bedarf bestand. Dafür nennen die Betroffenen verschiedene Gründe. Etwa 17 Prozent glaubten, für die jeweiligen Corona-Hilfsangebote nicht anspruchsberechtigt zu sein. Knapp vier Prozent durchschauten das Beantragungsprocedere der Hilfen nicht. Drei Prozent der Personen erschienen die bürokratischen Hürden beziehungsweise der dafür nötige individuelle Aufwand zu hoch. Ebenfalls jeweils weiteren drei Prozent war es entweder persönlich unangenehm, Unterstützung zu beantragen, oder sie verweigern sich staatlichen Hilfsprogrammen generell. Aufgrund der Befragungsergebnisse empfehlen die Studienautoren in ihrem Fazit, „dass es für die betroffenen, nicht erreichten Gruppen besonders niedrigschwellige Angebote an sozialpolitischer Unterstützung geben müsste.“

Häusliche Pflege am Limit – jeder dritte pflegende Angehörige überfordert
  • Größte deutschlandweite Befragung gibt erstmals Einblick in die Pflegesituation zu Hause
  • VdK-Präsidentin fordert mehr Entlastungsangebote und ein einheitliches Budget
  • Sozialverband startet Kampagne zur Nächstenpflege mit Demo ohne Menschen

Mehr als ein Drittel der Menschen, die Angehörige zu Hause pflegen, fühlen sich extrem belastet und können die Pflegesituation nur unter Schwierigkeiten oder gar nicht mehr bewältigen. Dies ist eines von vielen Ergebnissen der bislang größten Studie zur Situation in der häuslichen Pflege, die die Hochschule Osnabrück im Auftrag des Sozialverbands VdK durchgeführt hat.

„Die Ergebnisse bestätigen: Die häusliche Pflege ist am Limit. Es rächt sich, dass sie jahrelang ein Stiefkind der Politik war und sträflich missachtet wurde. Wird dieser Kurs fortgesetzt, gehen wir einer düsteren Pflege-Zukunft entgegen!“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele bei der Vorstellung der Studie auf einer Pressekonferenz am Montag.

Die Studie, die auf der Online-Befragung von 56.000 Menschen im vergangenen Jahr basiert, bringt erstmals Licht in das Dunkelfeld der häuslichen Pflege. Demnach sind 72 Prozent der Pflegenden weiblich. Die Hälfte der Befragten versorgt ein Elternteil. Jeder zweite der Pflegenden ist bereits im Rentenalter und körperlich selbst nicht mehr fit: 63 Prozent haben täglich körperliche Beschwerden und 59 Prozent geben an, wegen der Pflege die eigene Gesundheit zu vernachlässigen.

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„Diese Menschen brauchen dringend Unterstützung und zwar eine, die auch wirklich zur Verfügung steht, zu ihren Bedürfnissen passt und sie unbürokratisch erreicht“, fasste Bentele die Ergebnisse der Befragung zusammen. Obwohl ein Großteil der Befragten sich mehr von den bisher möglichen Entlastungsangeboten wünscht wie etwa der Tages- und Nachtpflege (61 Prozent), der Kurzzeitpflege (77 Prozent) oder der Verhinderungspflege (84 Prozent), werden 62 bis 93 Prozent dieser Leistungen von ihnen nicht in Anspruch genommen. Dieser Widerspruch hat verschiedene Gründe: Zum einen gibt es nicht genügend Kapazitäten professioneller Pflegeanbieter. So gaben 49 Prozent an, dass es nicht genug Tagespflegeplätze gebe, 56 Prozent zu wenig Kurzzeitpflegeplätze. „Wir brauchen daher dringend den Anspruch auf einen Tagespflegeplatz – so wie es diesen auch auf einen Kindergartenplatz gibt“, forderte Bentele.

Ein weiterer Grund für die geringe Inanspruchnahme sind die oft hohen Zuzahlungen. Über die Hälfte der Befragten schreckt dies davon ab, einen Pflegedienst (56 Prozent), die Tagespflege (52 Prozent), Verhinderungspflege (57 Prozent) und Kurzzeitpflege (57 Prozent) in Anspruch zu nehmen. Vom Pflegegeld, das 82 Prozent der Befragten bekommen, bliebe sonst zu wenig übrig, befürchten sie. Zudem wird jeder Fünfte von dem Antragsverfahren und der Dauer des Prozederes der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege abgeschreckt.

„Wir brauchen eine grundlegende Reform der Unterstützungsleistungen“, schloss Bentele aus den Ergebnissen. Ein einheitliches Budget, in das alle Ansprüche einfließen, würde vielen Menschen deutlich besser helfen. „Dann würden nicht genutzte Leistungen auch nicht mehr verfallen. Man nutzt das Geld für die Leistung, die einem was bringt. Zudem muss es möglich sein, dass damit auch die Personen bezahlt werden, die die Betroffenen schnell und verlässlich unterstützen und entlasten können: die Nachbarin, jemand aus dem Freundeskreis, Ehrenamtliche“, so Bentele. Es würde das System zudem übersichtlicher machen und vereinfachen.

„Dringend notwendig ist zudem eine unabhängige Beratung“, sagte Bentele. Denn die Studie zeige auch: Erhält ein pflegender Angehöriger keine Beratung, werden deutlich weniger Pflegeleistungen in Anspruch genommen. Wird beraten, steigt die Wahrscheinlichkeit eine Pflegeleistung zu nutzen um ein Vielfaches – etwa bei der Tagespflege von 17 auf 83 Prozent.

Mehr als 80 Prozent der 4,1 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause von nahestehenden Menschen versorgt, entweder von diesen allein oder mit Hilfe von ambulanten Pflegediensten (3,3 Millionen). Die VdK-Studie zeigt, dass auch in Zukunft die meisten Deutschen die Pflege zu Hause der in einem Pflegeheim vorziehen. Nur zehn Prozent können sich vorstellen in einem Pflegeheim versorgt zu werden, bei den Pflegebedürftigen sind es sogar nur 2,3 Prozent.

Damit dieser Wunsch zuhause gepflegt zu werden, wahr wird startet der VdK am Montag eine Kampagne zur Stärkung der häuslichen Pflege unter dem Motto „Nächstenpflege braucht Kraft und Unterstützung“.

„Häusliche Pflege steht nur für den Ort, wo gepflegt wird. Es geht aber um viel mehr: Die Beziehung zwischen Pflegebedürftigem und Pflegendem. Diese Beziehung ist sehr emotional und von Liebe geprägt. Deshalb sprechen wir nicht mehr von häuslicher Pflege, sondern von Nächstenpflege“, sagte Bentele. Auch das bestätige die Studie: Für 79 Prozent der Pflegenden ist es „selbstverständlich“ ihre Nächsten zu pflegen. Jeder zweite gab an, dass die Beziehung von großer Nähe und Liebe geprägt sei.

„Anders als professionelle Pflege-Dienstleister oder der Pflegeberuf haben Menschen, die ihre Nächsten zu Hause pflegen, keine Lobby. Sie haben keine Zeit, um auf die Straße zu gehen. Deshalb geben wir ihnen eine Stimme“, sagte Bentele. Den Anfang machte der VdK am Montag mit einer Demonstration ohne Menschen vor dem Kanzleramt, für die er die Botschaften seiner pflegenden Mitglieder auf Schilder gedruckt und vor dem Kanzleramt aufgestellt hat.

Im Kabinett beschlossen: Weitere Entlastungen auf dem Weg

Um die steigenden Energiepreise abzufedern, hat die Bundesregierung weitere Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger auf den Weg gebracht. Diese kommen zusätzlich zu den bereits beschlossenen umfangreichen Maßnahmen aus dem ersten Entlastungspaket.

Welche Maßnahmen sind nun auf dem Weg?

Das Entlastungsvolumen beträgt zusammengenommen deutlich mehr als 30 Milliarden Euro. Das Kabinett beschloss mit mehreren Entwürfen die Umsetzung folgender Maßnahmen:

  • Energiepreispauschale: Erwerbstätige, Selbstständige und Gewerbetreibende erhalten eine einmalige Energiepreispauschale von 300 Euro. Die Auszahlung erfolgt über die Lohnabrechnung des Arbeitgebers. Selbstständige erhalten einen Vorschuss über eine einmalige Senkung ihrer Einkommensteuer-Vorauszahlung.
  • Kinderbonus: Für jedes Kind, für das Anspruch auf Kindergeld besteht, gibt es einen Einmalbonus von 100 Euro. Die Zahlung soll ab Juli 2022 erfolgen. Dieser wird – wie in der Vergangenheit – auf den steuerlichen Kinderfreibetrag angerechnet.
  • Einmalzahlung für Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen: Die bereits beschlossene Einmalzahlung für Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen wird auf 200 Euro verdoppelt.
  • 9-Euro-Ticket: Bus und Bahn sind eine umweltfreundliche Alternative zum Pkw. Deshalb bietet die Bundesregierung ein ÖPNV-Ticket für neun Euro im Monat an. Die Maßnahme soll bundesweit für die Monate Juni bis August 2022 gelten.
  • Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe: Ebenfalls für die Monate Juni bis August ist vorgesehen, die Energiesteuer auf Kraftstoffe auf das europäische Mindestmaß abzusenken. Die Steuerentlastung für Benzin beträgt damit 30 Cent je Liter, für Diesel 14 Cent je Liter.

Welche Gesetzentwürfe wurden beschlossen?

Zur Umsetzung des zweiten Entlastungspakets für Bürgerinnen und Bürger hat die Bundesregierung folgende Regelungen auf den Weg gebracht:

Energiepreispauschale und Familienzuschuss (Kinderbonus) sollen als Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen in den Entwurf eines Steuerentlastungsgesetzes 2022 eingebracht werden. Die Verdoppelung der Einmalzahlung für Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen soll als Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen in den Entwurf des Sofortzuschlags- und Einmalzahlungsgesetzes eingebracht werden.

Die Finanzierung des „9 für 90“-Tickets soll mit dem Entwurf eines Siebten Gesetzes zur Änderung des Regionalisierungsgesetzes umgesetzt werden. Die temporäre Absenkung der Energie auf Kraftstoffe soll mit dem Entwurf eines Energiesteuersenkungsgesetzes umgesetzt werden.

Wie geht es weiter?

Die Gesetzentwürfe befinden sich nun im parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren. Bundestag und Bundesrat sollen den notwendigen gesetzlichen Änderungen am 19. und 20. Mai 2022 zustimmen, damit die beschlossenen Maßnahmen zügig in Kraft treten können.

Was sieht das erste Entlastungspaket vor?

Die Bundesregierung hatte angesichts steigender Energiepreise bereits einen umfangreichen Katalog von Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger beschlossen. So steigen die Entfernungspauschale, der Grundfreibetrag und der Arbeitnehmerpauschbetrag. Es wird ein Heizkostenzuschuss vor allem für Wohngeldempfänger und Studierende mit BAföG gezahlt und die EEG-Umlage für Stromkunden fällt bereits zum 1. Juli 2022.

VdK-Präsidentin: „Bundesregierung bekämpft Armut nicht konsequent und zielgenau“
  • Sofortzuschlag für Kinder und Einmalzahlung an Bedürftige reichen nicht aus – Ausweitung der Minijobs setzt falsches Signal
  • Sozialverband fordert mehr Unterstützung für ärmere Menschen

Am Donnerstag, 28. April, berät der Bundestag in einer 1. Lesung über den Sofortzuschlag für Kinder, die Einmalzahlung an Bedürftige und die Erhöhung des Mindestlohns. Auch die Ausweitung der Minijobs steht auf der Tagesordnung.

Zum Sofortzuschlag für Kinder sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele:

„20 Euro monatlich will die Bundesregierung als Sofortzuschlag an Kinder aus sozial benachteiligten Familien zahlen. Das ist ein richtiger, aber kein mutiger Schritt: 20 Euro im Monat sind viel zu wenig, um Kinder aus der Armut zu holen. Was diese Kinder schnell brauchen, ist eine Kindergrundsicherung, die für gesundes Essen, Kleidung, die Mitgliedschaft im Verein und den Computer zum Lernen reicht. Sie muss die tatsächlichen Bedarfe von Kindern abdecken, wie sie durch Befragungen empirisch belegt werden können. Nur so lässt sich verhindern, dass Kinder aus ärmeren Familien von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen bleiben.“

Zur Einmalzahlung an Bedürftige sagt Bentele:

„Eine Einmalzahlung für Bedürftige in Höhe von 100 Euro sind bei den derzeitigen Preissteigerungen höchstens ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wer von Hartz IV oder Grundsicherung lebt, braucht mehr als diese Einmalzahlung: Die Regelsätze müssen neu berechnet und jährlich mindestens an die Preissteigerungen angepasst werden. Das zeigt die derzeitige Preisentwicklung sehr deutlich. Diesen Menschen würde es auch helfen, wenn ihre Strom- und Heizkosten komplett übernommen würden oder die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ausgesetzt wird.“

Zur Ausweitung der Minijobgrenze sagt Bentele:

„Der VdK lehnt die Ausweitung der Minijobgrenze von 450 auf 520 Euro strikt ab. Sie setzt ein völlig falsches Signal. Minijobs sind kein Sprungbrett in den gut bezahlten Job, sie sind eine Armutsfalle – vor allem für Frauen, die auf Minijob-Basis in Teilzeit arbeiten. Minijobber sind nicht abgesichert, weder bei langer Krankheit noch in Krisenzeiten. Das hat die Corona-Pandemie eindrücklich gezeigt. Und im Alter erwartet Minijobber ein Leben in Armut, denn sie bekommen nur eine kleine Rente. Erst durch reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung können wir die Menschen schützen – in Krisen und vor Altersarmut.“

Zur Erhöhung des Mindestlohns sagt Bentele:

„Der VdK befürwortet die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns. Diese Erhöhung darf aber nur ein Schritt zu einem Mindestlohn sein, der vor Altersarmut schützt. Menschen, die täglich für einen Mindestlohn arbeiten, müssen gut leben und gut fürs Alter vorsorgen können. Der VdK fordert von der Ampelregierung, dass sie mutig an diesem Thema weiterarbeitet und den Mindestlohn auf 13 Euro anhebt.“

Bentele kritisiert: „Insgesamt bekämpft die Bundesregierung Armut nicht konsequent und zielgenau.“

Frauen als Investoren: mehr Power als oft vermutet

Die Einkommenslücke und andere Hürden führen immer noch dazu, dass Frauen bei der Geldanlage weniger dominant auftreten als Männer. Aber jene, die am Kapitalmarkt unterwegs sind, präsentieren mehr Power, als die üblichen Statistiken erwarten lassen. Außerdem gibt es hoffnungsvolle Signale, dass sich Frauen künftig stärker als Investorinnen betätigen.

Frauen in Deutschland, die regelmäßig investieren, legen durchschnittlich 932 Euro pro Monat an. Das sind 31 Prozent ihres monatlichen Einkommens.

Diese überraschend hohen Zahlen ergab eine repräsentative Befragung der mobilen Bank N26. Außerdem lässt die Studie von N26 gehörige Dynamik in naher Zukunft erwarten. Zwei von drei Investorinnen wollen ihre Kapitanlagen weiter aufstocken, im Durchschnitt auf 1.434 Euro im Monat. Das wären dann sogar 37 Prozent des Einkommens. Wer die allgemeinen Sparquoten in Deutschland kennt, staunt über die hohen Werte. Allerdings gehen diese durchschnittlichen Sparbeträge nicht auf alle Frauen zurück, sondern gelten nur für die Gruppe der Investierten. Von den 2.000 Befragungsteilnehmerinnen legte nur die Hälfte regelmäßig Geld zurück. Die andere war überhaupt nicht investiert.

Kreis der Investorinnen könnte wachsen

Zum Vergleich erhob die Umfrage die entsprechenden Werte auch für die Männer. Da kamen die investierten Männer auf 1.331 Euro monatlich im Durchschnitt. Nicht nur der höhere Sparbetrag der Männer macht auf ein Ungleichgewicht bei der Geldanlage aufmerksam, sondern auch die vorherrschende Einstellung dazu. So ergab die Umfrage, dass immer noch eine große Mehrheit die Geldanlage als von Männern dominiert wahrnimmt. Nur 14 Prozent der Befragten sahen dies anders. Veränderung ist allerdings in Sicht: Etwas mehr als jede zweite Frau, die bisher nicht investiert ist, denkt zumindest darüber nach, künftig selbst Geld anzulegen. Der Kreis der Investorinnen könnte also wachsen.

Ein Vorurteil gerät ins Wanken

Überraschungen enthielten auch die Angaben zu den von Frauen gewählten Anlageformen. Neben Versicherungsprodukten zum Beispiel für die Altersvorsorge (34 Prozent) lagen Bankprodukte wie Sparkonten an der Spitze (33 Prozent). Gleich dahinter kommen allerdings schon die Kryptowährungen mit 26 Prozent, gefolgt von Immobilien und ETF mit jeweils 23 Prozent. Die respektable Verbreitung von Kryptowährungen in den Portfolios der Investorinnen lässt die Ansicht, Frauen seien bei der Kapitalanlage viel konservativer als Männer, ein wenig ins Wanken geraten.

Fehlendes Einkommen als Haupthindernis

Interessant sind auch die Gründe für den Rückstand der Frauen bei der Kapitalanlage. Sowohl Frauen, die bereits investieren, als auch jene, die einen Einstieg in Betracht ziehen, nennen fehlendes verfügbares Einkommen als größtes Hindernis dafür, nicht (mehr) zu investieren (44 Prozent beziehungsweise 50 Prozent). Ein Viertel der Anlegerinnen nennt Risikoaversion und Unsicherheit über die zukünftige eigene finanzielle Stabilität als Grund (jeweils 26 Prozent). Knapp dahinter folgt aus aktuellem Anlass die Sorge über die gegenwärtige oder eine mögliche künftige Pandemie.

Offenere Gespräche übers Geld gewünscht

Für Frauen, die den Schritt an den Kapitalmarkt noch nicht gewagt haben, sind unzureichende Kenntnisse (40 Prozent) und Risikoaversion (24 Prozent) die größten Bremsen. Auf die Frage, was ihnen bei einem Einstieg in die Geldanlage helfen würde, wünschte sich ein Viertel offenere Gespräche über die Vorteile und Risiken des Investierens. 22 Prozent gaben an, dass es nützlich wäre, wenn andere Frauen offener über das Thema sprechen. Mangelndes Wissen wird zumindest bei den aktiven Geldanlegerinnen nicht als Problem angesehen. 84 Prozent fühlen sich bei ihren Anlageentscheidungen sicher. Aber nur die Hälfte fühlt sich mit den Investitionen vertraut. Wie diese beiden Einschätzungen zusammenpassen, das bleibt das Geheimnis der Frauen.

Spezialangebot im April: mit der RUHR.TOPCARD kostenlos in den Freizeitpark

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause lockt die von der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) herausgegebene RUHR.TOPCARD in diesem Jahr endlich wieder mit der bekannten und beliebten Frühjahrsaktion. Heißt: Wer im Monat April seine Karte(n) kauft, hat den einmalig kostenfreien Eintritt in einem von drei Freizeitparks auf seiner Karte bereits inklusive. Die Gültigkeitszeiträume können variieren und sind unter www.ruhrtopcard.de nachlesbar.

Zur Auswahl stehen das FORT FUN Abenteuerland in Bestwig, der Movie Park Germany in Bottrop und Kernie’s Familienpark im Wunderland Kalkar – allesamt mit einigen Neuheiten im Angebot. Das FORT FUN Abenteuerland feiert 2022 sein 50-jähriges Bestehen und plant ein Jahr voller spannender Events. So feiert zum Saisonstart am 09. April die neue Zauber-Show „Secret Magic Club“ mit den Magiern Mellow und Till Frömmel Premiere. Sie bietet eine einzigartige Mischung aus Comedy und Zauberei und gibt einen Einblick in die Zauberkunst der nächsten Generation: Holographische Video-und Projektionseffekte treffen auf handgemachte Magie und interaktive Tricks.

In Kernie’s Familienpark gibt es neben einer Achterbahn unter anderem ein 58 Meter hohes Kettenkarussell in einem umgestalteten Kühlturm. Oben angekommen, hat man eine tolle Sicht auf den Rhein und die umliegenden Ortschaften. Ein weiteres Highlight des Parks ist das umfangreiche All-inclusive-Angebot. So kann man sich unbegrenzt an Pommes, Eis und Getränken stärken.

Der Movie Park Germany wird in diesem Jahr – sofern es die Corona-Regeln erlauben – das „Roxy 4-D“ Kino, „The Lost Temple“ und „Time Riders“ wieder in Betrieb nehmen. Auch die Stunt Show „Crazy Cops New York“ soll wieder auf dem täglichen Programmplan stehen. Zusätzlich wurde der gesamte Park während der Winterpause mit einem neuen Soundsystem ausgestattet.

Gut zu wissen: Alle drei Parks sind auch ganz regulär als Halber-Preis-Partner im Programm der RUHR.TOPCARD 2022 enthalten – Inhaber:innen können sie also so oft sie möchten besuchen und bezahlen jedes Mal nur die Hälfte.

Mit der Frühjahrsaktion stehen bei der RUHR.TOPCARD die Zeichen wieder auf Normalität. Nachdem die Verkaufszahlen in Folge der Corona-Maßnahmen und daraus resultierender Schließungen zwei Jahre in Folge eingebrochen waren, haben sie sich aktuell auf „Normalniveau“ eingependelt. Im Jahr 2022 wurden bereits fast 100.000 Karten verkauft. Noch 2021 waren mit knapp 67.000 Karten rund 54% weniger Karten verkauft worden als im Vorjahr. Mit durchschnittlich vier Nutzungen kam die Karte 2021 auch deutlich seltener zum Einsatz als in den vorherigen Jahren. Die beliebtesten RUHR.TOPCARD Partner waren dabei vor allem Zoos und Bäder. Die meisten Nutzungen konnte der Zoo Duisburg verzeichnen, gefolgt vom Tierpark Bochum und der ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen. Auf den Plätzen vier bis zehn finden sich der Zoo Wuppertal (4), das Freizeitbad Atlantis Dorsten (5), der Aquapark Oberhausen (6), der Zoo Dortmund (7), der Movie Park Germany (8), das Zeiss Planetarium Bochum (9) und das AquaMagis in Plettenberg (10).

RTG-Geschäftsführer Axel Biermann äußert sich sehr zufrieden mit dem laufenden Verkaufsjahr: „Endlich können unsere Kundinnen und Kunden ihre RUHR.TOPCARDs wieder wie gewohnt nutzen. Für die Tourismus- und Freizeitbranche ist mit dem zunehmenden Wegfall coronabedingter Einschränkungen endlich Erholung in Sicht und wir freuen uns, mit unserer beliebten Frühjahrsaktion auch den teilnehmenden Freizeitparks wieder mehr Gäste zuführen zu können.“

Bestellen kann man die RUHR.TOPCARD 2022 online unter www.ruhrtopcard.de und über die Info- und Bestellhotline 01806 / 18 16 180 (0,20 €/Verbindung aus allen deutschen Netzen). Eine Übersicht der Verkaufsstellen vor Ort ist auf der Website hinterlegt. Gute Nachrichten für ADAC-Mitglieder: Diese profitieren ganzjährig von einem Vorteilspreis von 52 Euro anstatt 58 Euro. Die ADAC-Geschäftsstellen sind ebenfalls gelistet unter www.ruhrtopcard.de.

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