Kryptowährungen: Unseriöse Geschäfte rund um Bitcoin & Co

Terra incognita Bitcoin & Co. – Aufschlauen tut not

Terra incognita Bitcoin & Co. – Aufschlauen tut not. Noch immer ist das Wissen der Deutschen über Kryptowährungen ausbaufähig.

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Noch immer ist das Wissen der Deutschen über Kryptowährungen ausbaufähig, um es wohlwollend auszudrücken. Eine aktuelle Umfrage zu den Zukunftsaussichten digitaler Tools und Instrumente fällt für Bitcoin, Ethereum und Co. ernüchternd aus. Zu Recht?

 

Axa Partners, Teil der Axa Gruppe und zuständig für die Themen Credit & Lifestyle Protection, wollte es genau wissen und hat 2.074 Menschen ab 18 Jahren zur Solidität und Nachhaltigkeit neuer Technologien befragt. Sie mussten einschätzen, inwieweit diese Zukunftstrend oder lediglich kurzfristiger Hype sind.

 

Kryptowährungen nur kurzfristiger Hype?

Während kontaktloses Bezahlen, Telemedizin und digitale Assistenten von der Mehrheit als enorm zukunftsfähig angesehen werden, sind die zukünftigen Perspektiven von Robo Advisors und besonders Kryptowährungen danach wenig chancenreich.

Nur 24 Prozent der Umfrageteilnehmer attestieren Bitcoin & Co. nachhaltiges Wachstum, während 43 Prozent es lediglich als kurzfristigen Hype ansehen.

 

Bestimmende Technologie der nächsten Jahrzehnte

Warum ist das so? Viele Deutsche denken bei Kryptowährungen einzig und allein an Bitcoin und an dessen zurückliegenden Höhenflug und den dann folgenden Absturz.

Dabei ist die Entwicklung der digitalen Währungen nur ein Aspekt, der dahinterliegenden Technologie, die von vielen Fachleuten als die bestimmende der kommenden Jahre oder gar Jahrzehnte angesehen.

Die Rede ist von Blockchain. Sie gilt als sehr leistungsfähig und nahezu unfälschbar und somit als für den Einsatz in der Finanzwirtschaft besonders geeignet.

 

Tokenisierte Assets im Trend

Mehr noch, Blockchain beschleunigt die Entstehung des digitalen Wertpapiers. Die Tokenisierung konventioneller Assets ist nur noch eine Frage der Zeit – einer sehr kurzen Frage der Zeit.

„Mit Ausnahme von Schuldverschreibungen ist das aktuell noch nicht möglich – aber es bewegt sich alles darauf zu, den Wertpapierbegriff zu dematerialisieren. Ich gehe fest davon aus, dass die Loslösung vom Wertpapier, wie iwr es heute noch kennen, innerhalb der nächsten 18 Monate kommt“, sagt Dr. Sven Hildebrandt, Geschäftsführer von Distributed Ledger Consulting, einer Beratungsfirma in Sachen Blockchain, im Interview mit Cash.

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Blockchain-Momentum wächst

Upps! mag jetzt so mancher denken. So schnell wird mich ein Thema voraussichtlich überrollen, mit dem ich mich noch gar nicht so recht beschäftigt habe. Richtig. Denn wenn man die Signale im Markt richtig zu deuten versteht, wird es tatsächlich so schnell gehen.

Hildebrandt, der in unterschiedlichen Gremien unterhalb der EU-Kommission leitend tätig ist, die sich mit dem Thema Blockchain beschäftigen, berichtet davon, dass sowohl die deutsche Finanzaufsicht BaFin als auch dessen Pendant auf europäischer Ebene, ESMA, intensiv dabei sind, die „Geheimnisse“ von Blockchain und Co. für ihre Belange zu dechiffrieren.

Schließlich wollen beide für den zu erwartenden Ansturm tokenisierter Kapitalanlageprodukte gerüstet sein, die in absehbarer Zeit auf den Markt drängen dürften.

 

Jetzt in die Materie eintauchen

Für uns Privatanleger gilt das Gleiche. Wollen wir die Errungenschaften der schönen neuen Digital-Welt für uns nutzbar machen, müssen wir uns schnellstmöglich in Sachen Blockchain und den Chancen aufschlauen.

Oder um es mit Sven Hildebrandt zu sagen: „Wir sollten das Thema nicht als ‚alles Humbug’ abtun“ und dadurch große Chancen verpassen.

Vielleicht werden sich dann bei der nächsten Axa-Partners-Umfrage die Kräfteverhältnisse ins Gegenteil verkehrt haben, sodass 43 Prozent der Deutschen Bitcoin & Co. als nachhaltigen Zukunftstrend ansehen. Die Erfolgsgeschichte startet gerade erst. (fm)

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