Versicherungsschutz für Handwerker: Die Autoinhaltsversicherung

Schützen Sie ihr Eigentum mit einer Autoinhaltsversicherung

Wie wichtig der Abschluss einer Kasko-Kfz-Versicherung für das eigene Fahrzeug ist, wissen die meisten. Was vielen Versicherungsnehmern jedoch oft nicht bewusst ist: Eine Kfz-Versicherung schützt zumeist nicht das im Fahrzeug befindliche Betriebseigentum. Gewerbetreibende, die beim Blick in das Firmenfahrzeug eigene Güter und teure Werkzeuge entdecken, sollten unbedingt ihren Versicherungsschutz prüfen.

Geht es um die Absicherung des Firmeneigentums, denken viele Versicherungsnehmer aber auch Vermittler zunächst an die Inhalts-, Elektronik-, Maschinenbruch- oder Gebäudeversicherung. Was die meisten jedoch vergessen: Auch im Firmenwagen befindliches Eigentum will abgesichert sein. Gefahren wie Verkehrsunfälle, Be- und Entladeschäden, Einbruch oder Diebstahl bedrohen nicht nur das Kraftfahrzeug, sondern auch das darin befindliche Gut. Wie hoch das Risiko für Kraftfahrzeuge ist, zeigt beispielsweise der Autodiebstahl-Report 2017. So wird etwa alle 30 Minuten ein Fahrzeug gestohlen. Die Folge: ein wirtschaftlicher Schaden von fast 324 Millionen Euro. Verkehrsunfälle treten sogar noch häufiger auf. Dem Statistischen Bundesamt zufolge kommt es in Deutschland etwa alle 13 Sekunden zu einem Unfall. Das Risiko für Firmenfahrzeuge ist demnach entsprechend hoch.

Viele Autofahrer wiegen sich in Sicherheit, immerhin ist das Fahrzeug ja durch eine Kfz-Versicherung abgesichert. Voll- und Teilkasko übernehmen jedoch nur die Kosten für Schäden am Fahrzeug. Aber wie sieht es mit im Auto befindlichen Betriebseigentum aus? Diese Schäden werden von der Autoinhaltsversicherung abgedeckt – vorausgesetzt ein solcher Versicherungsschutz wurde abgeschlossen. Tatsache ist, die Autoinhaltsversicherung wird von vielen Versicherungsnehmern vernachlässigt. Hier mangelt es einfach an Bewusstsein für das eigene Risiko – besonders im gewerblichen Bereich. Dabei transportieren gerade Gewerbetreibende oft kostspieliges Equipment und unterliegen somit einem größeren Schadensrisiko. 

Nicht jeder Firmenwagen benötigt eine Autoinhaltsversicherung

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Heißt das jeder Gewerbetreibende benötigt eine Autoinhaltsversicherung? Nicht unbedingt. Eine Autoinhaltsversicherung wird nur dann benötigt, wenn regelmäßig kostspieliges Betriebseigentum im Firmenwagen transportiert wird oder dauerhaft im Kraftfahrzeug verbleibt. Ein klassisches Beispiel: Kleine und mittelständische Handwerker, wie Elektriker, Metallbauer, Sanitär-, Heizungs- oder Klimabauer. Kleine Handwerksbetriebe räumen Werkzeug, Waren und Maschinen nach Montageende oftmals nicht etwa in eine Werkstatt, sondern stattdessen in den Firmenwagen. Das spart Lagerkosten, bringt aber bei Diebstahl oder Beschädigung der Werkzeuge, Maschinen und Waren ein hohes finanzielles Risiko für den Betrieb mit sich. Eine Autoinhaltsversicherung ist hier deshalb zumeist dringend empfohlen.

Dennoch wird die Notwendigkeit einer Autoinhaltsversicherung häufig unterschätzt. Der Grund: Viele Gewerbetreibende gehen davon aus, dass im Fahrzeug befindliches Eigentum durch die Kfz- oder die Geschäftsinhaltsversicherung abgesichert ist – ein weit verbreiteter Irrtum. Eine Deckungserweiterung für den Autoinhalt in der Inhaltsversicherung ist zwar möglich, jedoch nicht standardmäßig enthalten. Doch nicht nur das Diebstahlrisiko wird unterschätzt. Auch mögliche Schäden infolge von Unfällen werden nicht bedacht. Ein Beispiel: kommt es bei der Auslieferung der Handelsware eines Schreiners oder Glasers – zum Beispiel einem Fenster – zu einem plötzlichen Brems- oder Ausweichmanöver, kann das Fensterglas schnell zu Bruch gehen. Auch hier greift die Autoinhaltsversicherung und das egal ob das Fenster bereits im Eigentum des Kunden ist oder nicht.

Aber was macht eine gute Autoinhaltsversicherung aus?

Police sollte dem Bedarf des Kunden entsprechen

Sie zeichnet sich vor allem durch eines aus: der Versicherungsschutz richtet sich nach dem Bedarf des Gewerbetreibenden. Doch was heißt das konkret? Lagert der Unternehmer Betriebseigentum auf Baustellen oder nimmt an Messen sowie Ausstellungen teil, sollte dies durch die Police abgedeckt werden. Hier heißt es: Entweder genaustens die Bedingungswerke studieren oder Produktmerkmale mithilfe eines Gewerberechners vergleichen.

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Worauf ein Makler zudem immer achten sollte: die Nachtzeitklausel. Die Nachzeitklausel erlaubt es dem Versicherer einen höheren Selbstbehalt bei in der Nacht verursachten Schäden zu verlangen. Zu welchen Uhrzeiten eine höhere Selbstbeteiligung verlangt wird, ist stets in der Police festgelegt. So beginnt die Nachtzeitklausel bei vielen Versicherern erst ab Mitternacht. Weniger vorteilhafte Policen setzen die Nachtzeitklausel jedoch bereits auf 22 Uhr. Auch hier ist das Prüfen der Tarifmerkmale das A und O.

Mit digitalen Tools alle Tarifmerkmale auf einen Blick

Produktmerkmale der einzelnen Policen prüfen und vergleichen, hört sich zunächst nach viel Aufwand für den Vermittler an – das muss jedoch nicht sein. Im Zuge der Digitalisierung erhalten Vermittler zunehmend technische Unterstützung beim gesamten Versicherungsprozess. Digitale Tools wie Gewerbeplattformen und Vergleichsrechner stellen die wichtigsten Produktmerkmale übersichtlich gegenüber und ermöglichen so einen genauen Vergleich der Policen ohne stundenlanges Studieren der Bedingungswerke. So ist der Abschluss einer Autoinhaltsversicherung heute in nur 10 Minuten möglich.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

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