Betriebsrenten: Dax-Konzerne legen mehr Geld für die bAV zurück

Im aktuellen Niedrigzinsumfeld haben die 30 Dax-Unternehmen hinsichtlich der betrieblichen Altersversorgung (bAV) reagiert und höhere Rücklagen gebildet. Das zeigt eine Analyse des Beratungsunternehmens Aon Hewitt.
Im vergangenen Jahr haben 17 der 30 Dax-Unternehmen das Planvermögen für Betriebsrenten im Vergleich zu 2016 um rund 8 Milliarden Euro erhöht. Von rund 264 Milliarden Euro stieg die Rücklage auf rund 272 Milliarden Euro. Das zeigt eine Auswertung der Geschäftsberichte durch das Beratungsunternehmen Aon Hewitt.
Alle Unternehmen haben demnach zur Berechnung der notwendigen Rückstellungen einen höheren Rechnungszins angesetzt als im Vorjahr. Im Durchschnitt sei er hierzulande von 1,78 Prozent auf 1,92 Prozent gestiegen.
Der Aon Hewitt-Untersuchung zufolge hat die Mehrheit der Dax-Konzerne einen großen Teil des Planvermögens in festverzinsliche Anleihen von öffentlichen Unternehmen oder Staatsanleihen investiert. Renditeorientierte Titel wie beispielsweise Aktien seien zwar die zweitwichtigste Anlagekategorie, spielten aber eine weitaus geringere Rolle.
„Die langfristige Sicherheit der Geldanlagen ist für die Unternehmen eindeutig wichtiger als die Steigerung der Rendite. Damit befinden sie sich bei der Altersversorgung im Einklang mit den Bedürfnissen der Arbeitnehmer, wie auch unsere jüngsten Umfragen unter Arbeitnehmern zeigen“, sagt  Fred Marchlewski, Geschäftsführer der Aon Hewitt.
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