Berufsunfähigkeitsversicherung ist schon für Jugendliche sinnvoll

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Berufsunfähigkeitsversicherung: Existenzieller Schutz im Vergleich

 

Vor dem finanziellen Knock­out infolge Unfall oder Krankheit schützt eine Berufs­unfähigkeits­versicherung. Es ist sinn­voll, sich so früh wie möglich darum zu kümmern – etwa zum Berufs­start oder zum Beginn der Ausbildung oder des Studiums.

 

Eine Versicherung gegen Berufs­unfähigkeit (BU) gehört zu den wichtigen Versicherungen, die jeder haben sollte. Die Berufs­unfähigkeits­versicherung zahlt eine Rente und bewahrt Menschen so vor dem finanziellen Absturz, wenn sie zum Beispiel aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten können. Je älter Kunden beim Abschluss sind, desto schwerer wird es, ein gutes und güns­tiges Angebot zu finden. Die Stiftung Warentest vergleicht BU-Versicherungen regel­mäßig und hilft mit ihren Tests, das beste Angebot zu finden. Sehr gute Vertrags­bedingungen sind wichtig. Sie nutzen Versicherten im Ernst­fall, wenn bei der Leistungs­prüfung ihr verbliebenes Leistungs­vermögen darüber entscheidet, ob die BU-Rente gewährt wird. Gut ist es, im Vertrag eine Lauf­zeit bis zum 67. Lebens­jahr zu vereinbaren, um Lücken zu vermeiden.

Früher Abschluss sichert güns­tige Tarife

Schon für Schüler, Studierende und Azubis ist eine Berufs­unfähigkeits­versicherung sinn­voll. Wenn sie wegen Krankheit oder Unfall plötzlich vor dem Problem stehen, dauer­haft nicht mehr im gewünschten Beruf arbeiten zu können, haben sie meist noch nicht einmal Anspruch auf die magere Erwerbs­minderungs­rente vom Staat. Finanziell abfedern lässt sich dieses Risiko mit einer BU-Versicherung. Junge Menschen können sich meist preis­wert und zu guten Bedingungen gegen Berufs­unfähigkeit absichern, denn sie haben seltener Vorerkrankungen als ältere Menschen. Wenn sie ihre Berufs­unfähigversicherung früh abschließen, zahlen sie nicht nur güns­tigere Beiträge, auch die Auswahl guter Tarife ist größer.

 

Sollten Auszubildende und Studenten bereits einen Vertrag abschließen – und welche Verträge eignen sich?

 

Es ist grund­sätzlich zu empfehlen, sich früh um guten Berufs­unfähigkeits­schutz zu kümmern. Das gilt ganz besonders für Auszubildende. Denn der gesetzliche Renten­versicherungs­träger zahlt frühestens nach fünf Jahren Beitrags­zahlung eine Erwerbs­minderungs­rente. In jungen Jahren ist außerdem die Wahr­scheinlich­keit am höchsten, einen akzeptablen Vertrag zu bekommen. Mit fort­schreitendem Alter steigt das Risiko von Vorerkrankungen und damit einer Ablehnung des Versicherungs­antrags. Versicherer müssen einen Antrag­steller nicht akzeptieren.

Doch nicht jeder Vertrag eignet sich für Auszubildende mit geringem Einkommen. Wichtig ist, dass die anfäng­lich wegen des geringen Ausbildungs­gehalts häufig zunächst nied­rige Renten­ver­einbarung über eine gute Nach­versicherungs­garantie später ohne eine erneute Gesund­heits­prüfung deutlich erhöht werden kann.

Auch Studenten sollten sich gegen das Risiko einer Berufs­unfähigkeit absichern und auf eine gute Nach­versicherungs­garantie achten, über die sie die vereinbarte Rentenzahlung später ohne erneute Gesund­heits­prüfung ausreichend erhöhen können. Grund: Alle Versicherer beschränken zunächst die maximal mögliche Berufs­unfähigkeits­rente auf meist 1 000 Euro im Monat. Die für Studenten erreich­bare Berufs­unfähigkeits­rente reicht später zur Absicherung nicht aus.

Eine Nach­versicherungs­garantie erlaubt nach­träglich die Erhöhung der Berufs­unfähigkeits­rente zum Beispiel bei Berufs­einstieg, Gehalts­erhöhung, Heirat oder Geburt eines Kindes ohne erneute Gesund­heits­prüfung. Studenten und Auszubildende sollten außerdem unbe­dingt darauf achten, dass im angebotenen Vertrag ihr angestrebter Beruf als Maßstab für eine Berufs­unfähigkeit zugrundegelegt wird. In schlechteren Verträgen würde der Versicherer in der ersten Zeit oder vielleicht sogar bis zum Ende von Studium oder Ausbildung erst bei einer Erwerbs­unfähigkeit zahlen.

Da die spätere Tätig­keit bei Studierenden aus dem Studium allein oft nicht eindeutig hervorgeht, ist es für sie vorteilhaft, wenn der Versicherer die Möglich­keit bietet, den Zielberuf im Vertrag zu notieren. Dann gibt es darüber keinen Streit, falls jemand während des Stu­diums berufs­unfähig wird.

 

Tipp: In unserem Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen finden Sie für Azubis und Studierende besonders geeignete Tarife.

Haben Azubis oder Studierende schon einen – früher sehr gut getesteten – Berufs­unfähigkeits­schutz, in dem der Berufs­bezug im Fall von Berufs­unfähigkeit nicht gilt, sondern beispiels­weise auf die Ausbildungs- und Studier­fähig­keit abge­hoben wird, sollten sie den Vertrag deshalb nicht kündigen. Klauseln mit Berufs­bezug für Auszubildende und Studierende spielen ab Berufs­beginn keine Rolle mehr. An bereits laufenden, sehr guten Policen sollte niemand rütteln.

 


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