Augencreme im Test: Kein Produkt ist „sehr gut“

Lifting, Anti-Aging &. Co.: Augencremes versprechen viel. Die meisten tragen solche Schlagwörter bereits im Namen. Aber können sie all das auch einlösen? Wir melden Zweifel an.

  • Wir haben 22 Augencremes getestet. Sieben schneiden „gut“ ab.
  • Gut zu wissen: Altersbedingte Falten entstehen in tieferen Hautschichten und Kosmetik darf per gesetzlicher Definition gar nicht in diese gelangen und dort wirken.
  • Auf der empfindlichen Partie um die Augen kann es von Vorteil sein, wenn die Augencreme frei von Parfum ist.

Die Tübchen der Augencremes sind winzig, die Preise dagegen so stolz wie die Verheißungen auf der Packung. Doch haben die kleinen Tübchen auch mehr zu bieten als eine ganz gewöhnliche Gesichtscreme ohne Anti-Aging-Versprechen? Wir haben uns 22 Augencremes vorgeknöpft.

Eucerin, Dr. Hauschka & Co.: Augencreme im Test

Keine landete im Endergebnis mit der Note „sehr gut“ auf dem obersten Treppchen. Das liegt vor allem daran, dass die Anbieter aus unserer Sicht nicht ausreichend belegen, was sie in puncto Anti-Aging versprechen. Unter dem Strich steht bei sieben Cremes immerhin die Note „gut“.

Von zwei Augencremes raten wir ab – eine der beiden schneidet „mangelhaft“, die andere „ungenügend“ ab. In beiden Markenprodukten wies das beauftragte Labor halogenorganische Verbindungen nach. Das korrespondiert mit dem auf den beiden Inhaltsstofflisten deklarierten Chlorphenesin. Dieses halogenorganische Konservierungsmittel kann zu Hautreizungen und Allergien führen.

Einmal kritisieren wir einen hohen Anteil an Silikonen: Das flüssige Plastik integriert sich nicht so gut ins Gleichgewicht der Haut und belastet die Umwelt, wenn es später ins Abwasser gelangt. Außerdem sind wir auf PEG-Verbindungen gestoßen, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können.

 

Können Augencremes gegen Falten helfen?  

Die Kosmetik-Hersteller sind Profis, wenn es darum geht, ihre Träume vom Faltenwunder zu verkaufen. Einige Marken tragen dabei allerdings reichlich dick auf. Da sind Sätze zu lesen wie „Mildert selbst ausgeprägte Falten sichtbar“ oder „mildert Fältchen und Falten nachweislich“.

Cremes mit solchen Auslobungen suggerieren damit, etwas gegen veritable Falten ausrichten zu können, die altersbedingt in tieferen Hautschichten entstehen. Dort lassen ab dem 30. Lebensjahr die Kollagenfasern nach.

Doch wie sollte das gehen, wo Kosmetik per gesetzlicher Definition gar nicht in diese tieferen Hautschichten gelangen und dort wirken darf? Das bleibt ein Geheimnis – betroffene Hersteller verweigerten uns den Einblick in ihre Wirkstudien.

Anti-Falten und Anti-Aging als Werbeversprechen

Ein häufig angewandter Marketing-Trick: Zugkräftige Schlagworte wie Anti-Aging oder Anti-Falten-Power auf der Frontseite der Augencreme, im Kleingedruckten ist dann von bescheideneren Zielen wie „Milderung von Trockenfältchen“ die Rede.

Wir nahmen auch die Anbieter solcher Produkte beim Wort und wollten Belege für das angekündigte „Anti-Aging“ sehen. Viele schickten uns zwar eine Studie – aber keine bewies in unseren Augen ausreichend, dass der Effekt des Produkts über den einer gewöhnlichen Feuchtigkeitscreme hinausgeht.

Feuchtigkeit in der oberen Hautschicht binden und damit Trockenfältchen für eine gewisse Zeit aufpolstern – das kann auch eine herkömmliche Gesichtscreme.

Die Vorteile von Augencremes 

Es gibt aber auch ein paar Gründe, die für eine spezielle Pflege der sensiblen und besonders dünnen Haut um die Augen sprechen. Ein Pluspunkt vieler getesteter Augencremes ist, dass sie ohne Parfüm auskommen und somit weniger potenziell reizende und allergisierende Stoffe enthalten.

Auch manche der eingesetzten Öle haben Vorteile: Solche, die nicht so schnell ins Auge kriechen oder leichtere Varianten, bei denen das Augen-Make-up besser hält.

Die Testsieger, die Testtabelle sowie das gesamte Ergebnis im Detail lesen Sie im ePaper.

Bild und Textquelle: ÖKO – Test

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