Atradius ist ein globaler Anbieter von Kreditversicherungen

Zahlungsmoral der Unternehmen in Nord- und Südamerika verschlechtert sich

Baltimore/Köln, 28. Juni 2018 – Die aktuellen Ergebnisse der jährlichen Studie zum Zahlungsverhalten im Firmengeschäft in Nord- und Südamerika des weltweit tätigen Kreditversicherers Atradius zeigen eine zunehmende Eintrübung der Zahlungsmoral. Mehr als 90 % der befragten Unternehmen melden Zahlungsverzüge und eine längere Forderungsdauer.

  • Die durchschnittliche Forderungsdauer erhöhte sich von 61 Tagen (Zahlungsmoralbarometer Nord- und Südamerika 2017) auf 63 Tage (aktuelle Studie).
  • Im Durchschnitt gaben 90,3 % der befragten Unternehmen an, häufig von Zahlungsverzügen durch Kunden betroffen zu sein, wobei der durchschnittliche Prozentsatz in Mexiko (94,4 %) und in den USA (90,9 %) am höchsten ist.
  • Im Durchschnitt werden 50 % aller Rechnungen erst nach dem Fälligkeitstermin beglichen.

David Huey, Direktor des USA-, Kanada- und Mexiko-Geschäfts von Atradius, erklärte hierzu: „Trotz einer gesunden Konjunkturentwicklung erleben viele Unternehmen weiterhin Forderungsausfälle im Firmengeschäft. Bezeichnend ist dabei, dass 51 % der befragten Unternehmen laut eigener Aussage einen Kundenkonkurs verkraften mussten oder der Kunde den Geschäftsbetrieb einstellte. Die im Zahlungsmoralbarometer erhobenen Daten sind deshalb für jedes Unternehmen, das Lieferantenkredite im In- oder Auslandsgeschäft anbietet, sehr aufschlussreich.“

 

Forderungsdauer in Nord- und Südamerika (Durchschnitt in Tagen), Entwicklung von 2014 bis 2018

Baltimore/Köln, 28. Juni 2018 – Die aktuellen Ergebnisse der jährlichen Studie zum Zahlungsverhalten im Firmengeschäft in Nord- und Südamerika des weltweit tätigen Kreditversicherers Atradius zeigen eine zunehmende Eintrübung der Zahlungsmoral. Mehr als 90 % der befragten Unternehmen melden Zahlungsverzüge und eine längere Forderungsdauer.  Die durchschnittliche Forderungsdauer erhöhte sich von 61 Tagen (Zahlungsmoralbarometer Nord- und Südamerika 2017) auf 63 Tage (aktuelle Studie).  	Im Durchschnitt gaben 90,3 % der befragten Unternehmen an, häufig von Zahlungsverzügen durch Kunden betroffen zu sein, wobei der durchschnittliche Prozentsatz in Mexiko (94,4 %) und in den USA (90,9 %) am höchsten ist.  	Im Durchschnitt werden 50 % aller Rechnungen erst nach dem Fälligkeitstermin beglichen. David Huey, Direktor des USA-, Kanada- und Mexiko-Geschäfts von Atradius, erklärte hierzu: „Trotz einer gesunden Konjunkturentwicklung erleben viele Unternehmen weiterhin Forderungsausfälle im Firmengeschäft. Bezeichnend ist dabei, dass 51 % der befragten Unternehmen laut eigener Aussage einen Kundenkonkurs verkraften mussten oder der Kunde den Geschäftsbetrieb einstellte. Die im Zahlungsmoralbarometer erhobenen Daten sind deshalb für jedes Unternehmen, das Lieferantenkredite im In- oder Auslandsgeschäft anbietet, sehr aufschlussreich.“   Forderungsdauer in Nord- und Südamerika (Durchschnitt in Tagen), Entwicklung von 2014 bis 2018
Stichprobe: Alle befragten Unternehmen
Quelle: Atradius Zahlungsmoralbarometer – Nord- und Südamerika – Juni 2018

Der durchschnittliche Anteil der uneinbringlichen Forderungen in Nord- und Südamerika im Firmengeschäft ist von 2,1 % im Jahr 2017 auf 1,8 % im laufenden Jahr leicht gesunken. Mit einem Wert von 2,5 % ist Brasilien das Land mit dem höchsten Prozentsatz an abzuschreibenden Forderungen im laufenden Jahr, was laut Angabe von 54,7 % der Studienteilnehmer in Brasilien auf Kunden zurückzuführen ist, die Konkurs anmelden mussten.

Uneinbringliche Forderungen im Firmengeschäft in Nord- und Südamerika (in % des Gesamtwerts der Forderungen)

Stichprobe: Alle befragten Unternehmen Quelle: Atradius Zahlungsmoralbarometer – Nord- und Südamerika – Juni 2018
Stichprobe: Alle befragten Unternehmen
Quelle: Atradius Zahlungsmoralbarometer – Nord- und Südamerika – Juni 2018

Das Exportvolumen innerhalb der Region Nord- und Südamerika, insbesondere zwischen den NAFTA-Ländern, bleibt offenbar stabil – trotz des Protektionismus der USA und der bevorstehenden Änderung des Freihandelsabkommens. Gut ein Viertel (26,5 %) der in den NAFTA-Ländern befragten Unternehmen gab an, dass weniger als 50 % ihrer Handelstransaktionen innerhalb der Region stattfinden. Ungefähr ein weiteres Viertel (23,7 %) erklärte, mehr als 50 % der Geschäfte innerhalb der NAFTA-Zone abzuwickeln und 16,5 % der Studienteilnehmer aus NAFTA-Ländern sagten, dass sie ihre Handelsgeschäfte ausschließlich innerhalb des Freihandelsraums tätigen. Laut Aussage von 81,5 % der in Mexiko befragten Unternehmen ist der Handel mit den USA gestiegen oder stabil geblieben. In Kanada ist das positive Handelsbild sogar noch deutlicher, denn insgesamt 90,3 % der kanadischen Umfrageteilnehmer gaben an, dass der Handel mit US-amerikanischen Unternehmen auf gleichem Niveau geblieben oder sogar gestiegen ist.

Alle Ergebnisse des aktuellen Atradius Zahlungsmoralbarometers Nord- und Südamerika finden Sie hier.