Psychische Erkrankungen sind bei 35 Prozent der Frauen der Grund für eine Berufsunfähigkeit.
GDV

Psychische Probleme sind der häufigste Grund für Berufsunfähigkeit

Jede dritte Leistung aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung wurde im Jahr 2016 aufgrund einer psychischen Erkrankung gezahlt. Dabei trifft es Frauen häufiger als Männer, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einer Teilerhebung festgestellt hat.

Rund 35 Prozent der Frauen mussten sich wegen psychischer Probleme aus ihrem Berufsleben zurückziehen und ihre Berufsunfähigkeitsversicherung beanspruchen. Auch bei Männern sind Depressionen & Co. die häufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit. Allerdings sind es mit 25 Prozent im Vergleich deutlich weniger.

Auch bei Krebserkrankungen sind mit 23 Prozent eher Frauen als Männer (15 Prozent) betroffen. Die Männer erkranken dafür öfter am Bewegungsapparat (21 Prozent). Das stellte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einer Teilerhebung fest.

Das Durchschnittsalter der Versicherten bei der Anerkennung einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung lag 2016 bei 44 Jahren. Laut GDV gibt es wie bei den Geschlechtern auch beim Alter große Unterschiede zwischen den verschiedenen Ursachen einer Berufsunfähigkeit. So treten Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems durchschnittlich im Alter von 49 Jahren auf. Dagegen ereilt das Schicksal eines Unfalls tendenziell eher jüngere Versicherte.

Der Auswertung liegen 38 Prozent des Bestands an Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen zu Grunde. Da manche Berufsunfähigkeitsfälle erst verspätet gemeldet werden, handelt es sich um vorläufige Angaben. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2016.

2016 stand fast hinter jedem dritten Leistungsfall in der Berufsunfähigkeitsversicherung eine psychische Erkrankung.

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